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Kurzbeschreibung Modellprojekt:

Einführung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im vergangenen Jahr das Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ ausgeschrieben und den Landkreis Wittmund als einen von drei niedersächsischen Landkreisen als Bewerberregion ausgewählt. Alle insgesamt 39 ausgewählten Regionen aus den 13 Flächenländern sind aufgefordert, bis Ende Mai 2015 ein regionales Zukunftskonzept zu erarbeiten. Auf dessen Grundlage werden 10-13 Regionen ein „Regionalbudget“ von 1,2 bis 1,5 Mio. Euro für dessen Umsetzung bis zum Jahr 2018 bewilligt bekommen.
Das Konzept soll sich nach Vorgabe des BMEL klar auf die Themen „Daseinsvorsorge“ und „Regionale Wertschöpfung“ konzentrieren. Gleichzeitig sind die Regionen aufgefordert, Freiräume zum Experimentieren zu nutzen und Neues zu wagen sowie neue Akteure zu mobilisieren. LandAufSchwung will dabei in vorhandene Förderlücken stoßen – es soll das gefördert werden, was mit anderen Programmen (z.B. LEADER) nicht möglich ist.

Strategischer Ansatz

Zentrale Herausforderungen für den Landkreis Wittmund wie für (fast) alle ländlichen Regionen in Deutschland liegen im demografischen Wandel und den damit verbundenen Folgen für alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Eine zusätzliche Herausforderung für den Landkreis Wittmund liegt dabei in der Heterogenität der Region – insbesondere im Hinblick auf die Zahl der hier lebenden bzw. zu versorgenden Menschen (nach räumlicher Lage, Jahreszeit/touristischer Saison und Infrastrukturausstattung). Um alle Infrastrukturen und Angebote der Daseinsvorsorge mindestens auf dem aktuellen Niveau halten und damit die Basis für zukünftige Entwicklungen sichern zu können, müssen die aktuellen Einwohnerzahlen möglichst aufrecht erhalten werden.
Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen von LandAufSchwung im Landkreis Wittmund der Abwanderung – insbesondere von jungen Menschen – entgegen gewirkt werden und Zuwanderer (insbesondere aus NRW, NL und Krisengebieten) für die Region gewonnen werden. Daraus ergibt sich als Motto für das Regionale Zukunftskonzept der folgende strategische Ansatz: „Migration als Schlüsssel zur Regionalentwicklung“.

Zur Umsetzung dieses Ansatzes werden strategische Ziele formuliert:
  • Attraktivität der Orte durch bestmöglicher Grundversorgung sichern
  • Migranten in die örtliche Gemeinschaft einbinden – soziales Miteinander fördern
  • Bedarfsgerechte Mobilitätsangebote unterstützen
  • Information, Beratung, Qualifizierung anbieten
  • Marktzugänge schaffen
  • Finanzierbarkeit sichern

Zur Umsetzung

Unmittelbar nach der erhofften Auswahl als Modellregionen durch eine unabhängige Jury im Juni diesen Jahres, beginnt die dreijährige Umsetzungsphase. Der gesamte Prozess inkl. Projektauswahl und Budgetverwaltung wird durch eine sog. „Regionale Partnerschaft“ gestaltet und gesteuert. Hierbei handelt es sich um ein zu bildendes Netzwerk regionaler Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung, das im Rahmen von regelmäßigen Treffen über die nächsten Schritte im regionalen Entwicklungsprozess und die Förderung von Projekten entscheidet. Inhaltliche und organisatorische Unterstützung erhält die Regionale Partnerschaft durch die „Regionale Entwicklungsagentur“ (beim Wirtschaftsförderkreis Harlingerland) und die  „Abwicklungsstelle“ (Landkreis Wittmund).
Grundsätzlich soll es drei unterschiedliche Arten von Projekten geben:
  • Modelldorfinitiativen (Projekte, die gemeinschaftlich / bürgerschaftlich umgesetzt werden)
  • Unternehmerinitiativen (Projekte die in Kooperation von Unternehmen umgesetzt werden)
  • Einzelinitiativen (Projekte einzelner Akteure)
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