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Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in tatsächlicher Höhe übernommen, wenn diese angemessen sind. Für den Landkreis Wittmund richten sich die Angemessenheitsgrenzen nach der Anzahl der Personen, die in einem Haushalt leben und der Höhe der Unterkunftskosten.

Die Kosten der Unterkunft werden beispielsweise für eine Mietwohnung, ein selbstbewohntes Eigenheim oder eine selbstbewohnte Eigentumswohnung übernommen. Sie umfassen die Kaltmiete bzw. bei Eigentum die Schuldzinsen und auch die Nebenkosten. Tilgungsraten können durch das Jobcenter grundsätzlich nicht übernommen werden.

Zu den Nebenkosten gehören beispielsweise

·         Wasser/ Abwasser

·         Müllabfuhr

·         Schornsteinreinigung

·         Grundsteuer

·         Gebäudeversicherung

Nicht zu den Nebenkosten gehören die Kosten für den Telefonanschluss, in der Regel auch nicht die Kosten für Kabelanschluss, Hundesteuern, etc.. Die Haushaltsenergie (Strom für Elektrogeräte, Licht, etc.) gehört ebenfalls nicht zum Bedarf der Unterkunft, sondern ist aus dem Regelbedarf zu bestreiten.

Seit 01. Januar 2016 gelten im Landkreis Wittmund folgende Höchstgrenzen für eine angemessene Wohnung:

 

Personen

1

2

3

4

5

6

jede weitere Person

Angemessene Wohnfläche

bis
50qm

bis
60qm

bis
75qm

bis 
85qm

 bis 95qm

bis 
105qm

Erhöhung um 10 qm

Miete /

Belastung

312 €

 378 €

450 €

525 €

600 €

671 €

+ 71 €

In diesen Beträgen sind die Nebenkosten (ohne Strom- und Heizkosten) bereits enthalten.

Als angemessene Heizkosten werden folgende Beträge nach der jeweiligen Bezugsfertigkeit der Immobilie (Baujahr) berücksichtigt: 

 Personen

Bis 31.12.1977

01.01.78
-
31.12.83

01.01.84 
-
31.12.94

Ab 01.01.95

 1

104,73 €

85,63 €

71,13 €

59,63 €

 2

127,23 €

104,43 €

87,03 €

73,23 €

 3

157,55 €

129,05 €

107,30 €

90,05 €

 4

178,10 €

145,80 €

121,15 €

101,60 €

 5

195,30 €

159,20 €

131,65 €

109,80 €

 6

212,50 €

172,60 €

142,15 €

118,00 €

 Weitere Pers.

+17,20 €

+13,40 €

+10,50 €

+8,20 €

 

Sollten Ihre Unterkunftskosten diese Höchstbeträge überschreiten, prüft das Jobcenter, ob es Ihnen zumutbar ist, diese Kosten innerhalb einer (unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Situation) vorgegebenen Frist zu senken. Sollte die Senkung der Unterkunftskosten für Sie nicht zumutbar sein, teilen Sie bitte Ihre Gründe umgehend dem Jobcenter mit. Wichtige Gründe, bei deren Vorliegen eine Senkung der Unterkunftskosten durch das Jobcenter nicht erfolgt, können beispielsweise sein:

 

-

kurzzeitiger Leistungsbezug, z.B. wegen Arbeitsaufnahme

 

-

Veränderung der familiären Situation, z.B. Geburt

 

-

Schul-/Kita-Besuch eines Kindes, wenn für das Kind aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund der Besonderheit der Einrichtung (z.B. Schule für lernbeeinträchtigte Kinder) ein durch den Umzug bedingter Wechsel nicht zuzumuten ist

 

 -

bei Menschen mit Behinderungen, wenn dadurch ein abweichender Wohnraumbedarf erforderlich wird

 

 -

Erkrankungen, die die Mobilität erheblich beeinträchtigen

                 

Die Senkung der Unterkunftskosten kann geschehen durch

Umzug, Untervermietung, ggf. auch durch Mietverzicht seitens des Vermieters oder durch andere geeignete Maßnahmen. Gelingt es Ihnen nicht, trotz umfassender Wohnungs- und Untermietersuche innerhalb der gesetzten Frist die Unterkunftskosten zu senken, kann die Frist verlängert werden, wenn Sie Ihre Bemühungen gegenüber dem Jobcenter nachweisen. Zeitungsanzeigen bei Untermietgesuchen und nachvollziehbare Aufzeichnungen zur Wohnungssuche reichen dafür in aller Regel aus.

Sehen Sie keine Möglichkeit, die Kosten zu senken und möchten Sie in der Wohnung bleiben, übernimmt das Jobcenter lediglich die o. g. Höchstbeträge. Die Differenz zwischen dem Höchstbetrag und den tatsächlichen Unterkunftskosten müssen Sie dann selbst tragen.

Neben- und Heizkostenabrechnungen:

Sie erhalten grundsätzlich einmal jährlich eine Heiz- und Nebenkostenabrechnung von Ihrem Vermieter. Nach Erhalt dieser Heiz- und Nebenkostenabrechnung sind Sie verpflichtet, diese unverzüglich beim Jobcenter einzureichen. Bei Nachzahlungen prüft das Jobcenter, ob die erhöhten Kosten übernommen werden können.

Bitte beachten Sie: Guthaben aus Nebenkostenabrechnungen mindern die Kosten der Unterkunft im Folgemonat der Gutschrift oder Überweisung (Zeitpunkt des Zuflusses der Rückzahlung oder Zeitpunkt der Gutschrift) und werden mit Ihren laufenden Leistungen verrechnet.

Sollten sich zudem auch die monatlichen Abschläge ändern, müssen Ihre Kosten der Unterkunft neu berechnet werden.

Folgendes ist bei Umzügen zu beachten:

Bitte holen Sie vor einem beabsichtigten Umzug unbedingt die Zusicherung des Jobcenters für die Übernahme der Unterkunftskosten ein! Eine Zusicherung wird unter zwei Voraussetzungen vom Jobcenter erteilt:

1.    Der Umzug muss notwendig sein, d. h., dass Sie einen wichtigen Grund für den Umzug haben und

2.    die neuen Kosten der Unterkunft müssen angemessen sein, d. h. unterhalb der vor Ort geltenden Höchstbeträge liegen.

Für die Prüfung der Angemessenheit benötigt das Jobcenter folgende Informationen über die neue Wohnung:

·         Größe der Wohnung

·         Anzahl der Zimmer

·         Höhe der Kaltmiete

·         Höhe der Vorauszahlungen für die Nebenkosten

·         Höhe der Heizkosten

·         Heizkostenart

·         Höhe einer möglichen Mietkaution

Wenn Sie umziehen, ohne eine Zusicherung eingeholt zu haben oder Ihr bisheriges Jobcenter die Zusicherung ablehnt, kann es passieren, dass die Aufwendungen für die Unterkunft im Bereich des Jobcenters nicht in voller Höhe übernommen werden. Das umfasst ggf. auch eine häufig benötigte Mietkaution.

Für evtl. Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Jobcenter.

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