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Unterteilung der Deiche

Die gröbste und letztendlich wichtigste Unterteilung von Deichen kann man wie folgt zusammenfassen:

 

Die eine Art der Deich sind solche, die praktisch direkt an das Meer oder an einen Fluss heranreichen. Sie besitzen zum Schutze gegen den direkten Wellenangriff, der faktisch bei jeder Flut auf den Deich trifft, schwere Deckwerke im Deichfußbereich. Diese bestehen meistens aus Steinschüttungen, die mit Beton vergossen sind oder aus Basaltsäulen oder auch aus Beton und/ oder Asphalt. Solche direkt an das Meer grenzenden Deiche nennt man im Fachjargon Schardeiche.

 

Beispiel Schardeich:

 

 

Schardeich bei Ostbense.

Das Meer reicht bei jedem normalen Hochwasser bis an den Deich heran.

 

 

Die andere Art sind Deich mit solche mit einem Deichvorland. Erstrebenswert sind aus Sicht des Küstenschutzes immer Deiche, denen ein Vorland vorgelagert ist. Durch Vorlandflächen wird der „angreifenden“ See bei Sturmfluten sehr viel an Energie genommen. Hierdurch kann ein besserer Schutz des Deichkörpers selbst gewährleistet werden. Diese Vorlandflächen werden bereits seit Jahrhunderten durch den sog. Buhnen- und Schlengenbau dem Meer in teilweise mühseliger Handarben abgerungen. Dienten diese Arbeiten in früheren Jahren der reinen Landgewinnung, so stellen sie heute „nur“ noch einen äußerst wichtigen Beitrag zum Küstenschutz dar. Nach der Gründung des Nds. Nationalparks wurden die früher sehr intensiv durchgeführten Arbeiten in den Deichvorlandflächen auf ein Mindestmaß reduziert, weil ein großes Ziel des Nationalparkgedankens eine möglichst natürliche Entwicklung von Deichvorlandflächen ist. Zu diesem Punkt entzündet sich sehr oft ein sehr kontroverser Disput zwischen den Belangen und Interessen des Nationalparks und denen des reinen Küstenschutzes. Durch viele Kompromisse auf beiden Seiten müssen für beide Seiten vertretbare Lösungen gefunden.

 

Beispiel Deich mit Deichvorland:

 

Deich mit einem typischen Vorland.

Die Vorlandflächen, die sog. Salzwiesen, werden nur bei Hochwasser überflutet.

 

Formulare:

- Antrag deichrechtliche Ausnahmegenehmigung.pdf

- Hinweise zum Antrag deichrechtliche Ausnahmegenehmigung.pdf

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