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PM Nr. 33/2017 zum Thema Radwegebau im Lk Wittmund - Donnerstag, 18. Mai 2017

Anwohner haben Geduld bewiesen: Radwegebau an der K41 geht nach Bokelmann-Insolvenz ab dem nächsten Monat weiter

lkw Wittmund. Es war eine schlechte Nachricht für den Landkreis Wittmund, als die alt eingesessene Wittmunder Baufirma Bokelmann Insolvenz anmeldete. Denn hier standen nicht nur Arbeitsplätze auf dem Spiel, auch der Zeitplan für den im Frühherbst 2016 begonnenen Bau des Radwegs an der K 41 in Müggenkrug geriet ins Wanken. Jetzt, viele Monate später, ist auf der Baustelle ein Ende des Stillstands in Sicht. Nach der Neuausschreibung des Bauprojekts ist der Auftrag zur Fertigstellung des Radwegs an die Firma Feldmann (Jever) vergeben worden. Anfang Juni werden die Bauarbeiten weitergeführt, teilt der Landkreis Wittmund daher mit. Die Baukolonnen werden die verwaiste Baustelle aufräumen und dann mit dem Weiterbau des rund 3,5 Kilometer langen Teilstücks an der K 41 starten.

„Ich bedanke mich für den Langmut der Anlieger, die hier in den letzten Monaten viel Geduld aufgebracht haben“, sagt Landrat Holger Heymann erleichtert. Er sei froh, dass es nun mit Hochdruck weitergehe.

Am Ende dieses Jahres soll der Radweg fertig sein und bei einer kleinen Feierstunde vor Ort eingeweiht werden. Dann verfügt der Landkreis Wittmund an seinen Kreisstraßen bereits zu rund 60 Prozent über begleitende Radwege. Dieses Netz hat nach dem Ausbau des Teilstücks bei Leerhafe/Müggenkrug dann schon eine Länge von 103,262 Kilometern. Insgesamt gibt es im Landkreis ein Kreisstraßennetz mit einer Länge von 171,555 Kilometern.

Auf der politisch abgestimmten Prioritätenliste stehen als Nächstes die Radwege entlang der K 50 (Wiesedermeer-Upschört), an der K 14 (Werdumer Altendeich-Altfunnixsiel) sowie an der K 16 (Poggenkrug-Burhafe). Auf der aktuellen Warteliste stehen weiterhin die Bauprojekte an der  K 54 (Dunum-Burhafe), der K 38 (Bentstreek-Kreisgrenze Aurich) sowie K 49 (Collrunge-Müggenkrug) und K 38 (Bentstreek-Kreisgrenze Friesland) und noch einige andere.

Für die aktuelle Baumaßnahme gibt es auch wieder Geld von Bund und Land: 20 Prozent Zuschussmittel stammen aus der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, der größte Batzen mit 60 Prozent der Zuschüsse aus Mitteln des niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes  (GVFG).

Während der Bauphase bleibt die Straße für den Verkehr geöffnet, allerdings ist die Geschwindigkeit für den Zeitraum auf 50 km/h reduziert.

 
PM Nr. 31/2017 zum Bundesmodellprojekt "LandAufSchwung" - Donnerstag, 11. Mai 2017

Neue Treffpunkte – mobiler Wochenmarkt: Entscheidungsgremium stattet fünf weitere Projektideen mit Fördermitteln aus

lkw Wittmund. Das Entscheidungsgremium für das Bundesmodellprojekt „LandAufSchwung“ im Landkreis Wittmund hat bei seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche fünf weitere Projektideen positiv beurteilt und mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt rund 211.000 Euro ausgestattet.
Im Einzelnen haben sich die Projektträger der vierten Fördertranche – bisher kamen seit dem Programmstart 17 Projekte zum Zuge – Folgendes vorgenommen:
Der hiesige Verein Mobiler Wochenmarkt e.V. wird nach seiner Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht einen Zuschuss von insgesamt 75.560 Euro erhalten, um an mindestens zwei Tagen pro Woche in sechs noch nicht genannten Ortschaften einen mobilen Wochenmarkt anzubieten. Der Verein möchte gerne auch mehr Tage anbieten und wird in Kürze die Gespräche mit den zuständigen Ortsvorstehern suchen. Für die Umsetzung des Projektes werden ein Verkaufswagen sowie ein Lieferwagen jeweils mit Anhänger angeschafft, um die Waren vor Ort anbieten und/oder auf Bestellung ausliefern zu können. Ein Auszubildender soll das Marktstand- und Liefergeschäft übernehmen. Ziel ist es, dass aus dem mit Fördermitteln angeschobenen Projekt ein Angebot wird, dass sich nach der Projektphase selbst trägt und dann wirtschaftlich zu betreiben ist sowie zunächst einen Arbeitsplatz sichert.

Der Förderverein der BBS Wittmund wiederum hat sich unter dem Motto „Werkstatt Fahrradmobilität – gemeinsam mobil sein“ überlegt, Berufsschülern – und vor allem auch Migranten – den für die Ausbildung und den späteren Job notwendigen fahrbaren Untersatz zur Verfügung zu stellen. Hierfür sollen 25 Fahrräder und drei Elektrofahrräder angeschafft werden. Zur Wartung des Fuhrparks soll dann in der Schule eine kleine Werkstatt eingerichtet werden, wo auch Kenntnisse rund um die Fahrradpflege und -reparatur vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt bei diesem Projekt darin, dann auch mit Migranten zusammen die Gegend zu erkunden. Hierbei sollen Besuche von Betrieben und Unternehmen einen Schwerpunkt bilden. Außerdem stehen auch Fahrradtrainings und vor allem Verkehrserziehung mit der Unterstützung von der Verkehrswacht und anderen Vereinen im Fokus. Aus Mitteln des Bundesprogramms werden hierfür rund 24.340 Euro bereitgestellt.

„Mittelpunkt Funnix – Bi Nabers to Hus“ ist der Antrag des Schützenvereins Funnix-Berdum e.V. überschrieben. Im Schützenhaus, das teilsaniert werden soll, wird es künftig einen neu hergerichteten Multifunktionsraum geben, in dem Einheimische und Migranten zusammenkommen können. Außerdem soll dort eine Hilfebörse für unterschiedliche Dienstleistungen im privaten Bereich eingerichtet werden. Zur Steigerung der Dorfgemeinschaft sollen auch verschiedene Veranstaltungen und u.a. auch ein Nähtreff angeboten werden mit dem Ziel, die Zusammengehörigkeit von Ortsbewohnern und Zugereisten zu intensivieren. Die Zuschusshöhe beträgt hier 60.000 Euro.

Die Gemeinde Friedeburg wird im Rahmen der „Modelldorfinitiative Bürgerhaus“ das derzeit als Jugendzentrum genutzte Gebäude umstrukturieren und renovieren, damit dort ein generationsübergreifender Treffpunkt entsteht, der auch Migranten anspricht. Ein Zuschuss von 44.800 Euro wurde dafür freigegeben.

Auch die bereits eingerichtete Kontakt- und Kooperationsbörse des Kreisverbandes Wittmund der Arbeiterwohlfahrt (Awo) kommt in den Genuss einer weiteren Förderung in der Höhe von  rund 13.000 Euro, um das Online-Angebot weiter zu pflegen und auszubauen. Hier geht es vor allem um die teilweise Förderung einer Personalstelle.

Für die in der Zukunft geplanten Fördertranchen fünf und sechs – das Programm läuft Mitte des kommenden Jahres aus – stehen noch Fördermittel in Höhe von ca. 480.000 Euro zur Verfügung. Nächster Abgabetermin für Projektanträge ist Anfang des Monats August 2017 – das Entscheidungsgremium kommt dann wieder Anfang September zusammen, um sich die neuen Projekte anzusehen.

Wer noch gute Ideen im Sinne von „Land(auf)schwung“ hat und bei der dritten Fördertranche im Spätsommer 2017 dabei sein will, der kann seine Ideen und Projektskizzen mit dem Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e.V. besprechen. Dort läuft die Beratung durch Frank Happe und Mitarbeiter.

Zum Hintergrund: Das Entscheidungsgremium von „Land(auf)schwung“, darin sitzen die Vertreter der relevanten gesellschaftlichen Gruppen und der Kommunen im Kreis, hat bei der Vergabe der Mittel das letzte Wort. Vorbereitet werden die Entscheidungen durch  die Entwicklungsagentur (Wirtschaftsförderkreis) und den Abwicklungspartner (Karin Garlichs, Kreisverwaltung). Beide Instanzen helfen auch bei der Antragsvorbereitung. Mehr dazu auch auf der Internetseite des Landkreises Wittmund, www.landkreis-wittmund.de, Stichwort „Land(auf)schwung“. Dort sind alle wesentlichen Informationen um das Bundesmodellprogramm sowie sämtliche Erreichbarkeiten hinterlegt.

 
PM Nr. 30/2017 zum Thema Soziales - Dienstag, 9. Mai 2017

Frist läuft: Beträge für Sozialhandbuch werden noch bis zum 20. Mai entgegengenommen

lkw Wittmund. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wittmund, Karin Garlichs, weist nochmals darauf hin, dass derzeit eine von ihr geleitete Projektgruppe von Auszubildenden des Landkreises Wittmund damit beschäftigt ist, das „Handbuch für Soziales, Familie und Gesundheit“ neu aufzulegen. Die erste Auflage stammt aus dem Jahr 2009 und ist zum Teil von den Einträgen her veraltet. 

Alle Gruppen, Institutionen und Akteure, die neu oder wieder in dieses Handbuch aufgenommen werden möchten, werden daher gebeten, an den Landkreis Wittmund entsprechende Informationen wie Name der Institution oder der Gruppe, Ansprechpartner, Adresse, Telefonnummer, Mailadresse und eine kurze Information zu den entsprechenden Aktivitäten zu geben. Angesprochen sind mit dieser Aufforderung auch diejenigen, die bisher in dem Buch vertreten waren.

Alle Informationen können an die folgende Mailadresse geschickt werden:  HandbuchSoFaGe@lk.wittmund.de

Telefonische Rückfragen werden unter den Telefonnummern 04462/861916, -1917 und -1918 beim Landkreis Wittmund entgegengenommen. Annahmeschluss für Einträge ist der 20. Mai 2017. 

Für die Beiträge in dem neuen Handbuch entstehen den Informationsgebern keinerlei Kosten, hebt Karin Garlichs noch einmal zur Klarstellung hervor: „Das ist eine Serviceleistung des Kreises für alle, die in diesem Bereich tätig sind – viele davon ehrenamtlich.“

 
PM Nr. 29/2017 zum Thema Soziales - Dienstag, 9. Mai 2017

Randvoll mit Informationen: Neuauflage des Seniorenratgebers für den Landkreis Wittmund vorgestellt

lkw Wittmund. Der Landkreis Wittmund hat heute im Beisein von Landrat Holger Heymann die Neuauflage des Seniorenratgebers für den Landkreis Wittmund vorgestellt. Die 1. Auflage des Heftes erschien bereits vor mehr als 20 Jahren, im Oktober des Jahres 1996. Er wurde seinerzeit vom „Arbeitskreis Altenarbeit in Wittmund“ in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Älterwerden des Landkreises Wittmund aus der Taufe gehoben.

Seitdem wird der 40 Seiten starke Leitfaden in regelmäßigen Abständen überarbeitet und in der aktuellen Fassung, der nunmehr 5. Auflage, in einer Stückzahl von  2500 Heften gedruckt und verbreitet. Produziert und gedruckt worden ist der Ratgeber in Zusammenarbeit mit der Medienwerft EmsJade (Verlag Brune-Mettcker, Wittmund).

Der Inhalt der farbigen Broschüre im handlichen Format ist traditionell breit gefächert: Er enthält wesentliche Informationen über das Sozialamt des Landkreises, dessen Senioren- und PflegeStützpunkt, aber auch über das Gesundheitsamt des Kreises und Beratungsstellen sowie -angebote im Landkreis.

Zu finden sind aber auch in geraffter Form wesentliche Informationen über gesetzliche Sozialleistungen und sonstige Ansprüche, über alle ambulanten Hilfen zur Unterstützung bei der häuslichen Versorgung und Pflege und über teilstationäre Angebote (Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege).

Breiten Raum nehmen weiterhin auch die Themenbereiche Wohnen im Alter sowie die zahlreichen Angebote an, die es im Bereich von Freizeit, bei der Bildung, beim Sport und bei der Gesundheitsvorsorge speziell für Senioren gibt.

Die Broschüren sind demnächst  bei der Wittmunder Gewerbeschau erhältlich (19.-21. Mai), anschließend auch in den Rathäusern der Gemeinden, Friedeburg, Holtriem, Langeoog, Spiekeroog und der Städte Wittmund und Esens sowie natürlich auch im Senioren- und Pflegestützpunkt des Kreises im Centrum für Arbeit, Jugend und Soziales.

 

 
Gemeinsame Presseerklärung des Landkreises Wittmund und der Stadt Esens - Dienstag, 9. Mai 2017

Baldige Sperrung der kommunalen Entlastungsstraße Bensersiel in Aussicht gestellt – Vorbereitungen laufen

Esens/Wittmund. Der Landkreis Wittmund und die Stadt Esens haben sich jetzt darauf verständigt, gemeinsam die Vorbereitungen dafür zu treffen, baldmöglichst die kommunale Entlastungsstraße von Bensersiel für den Verkehr zu sperren und die Beschilderungen an den Zufahrtstraßen und den beiden Kreisverkehren entsprechend zu ändern. Der genaue Zeitpunkt, ab dem die von der Stadt einst eröffnete Straße gesperrt sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Ein kurzfristiger Termin wird aber angestrebt.

Die neue Entwicklung in Sachen Umgehungsstraße hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt Esens per Beschluss angestoßen. Er reagierte damit auf eine beim Verwaltungsgericht Oldenburg anhängige Unterlassungsklage des Eigentümers der überwiegenden Flächen u.a. gegen die Stadt, dessen Grundstück nicht länger für Verkehre der Umgehungsstraße zu nutzen.

Auf Ämterebene werden beim Kreis und bei der Stadt/Samtgemeinde jetzt alle notwendigen Schritte unternommen, die bei einem Gespräch der Vertreter von Stadt und Landkreis am Freitag erzielte Übereinkunft zur Sperrung bis auf weiteres auch umzusetzen.

Derzeit führt die Stadt Esens ein Bebauungsplanverfahren, um die Straße grundsätzlich zu erhalten und nachträglich zu legitimieren.

Bis zur Klärung werde der Verkehr nun bedauerlicherweise wieder durch den Ortskern von Bensersiel laufen müssen, fügten Landrat Holger Heymann und Stadtdirektor Harald Hinrichs hinzu. Sie baten die  Bevölkerung wegen der letztlich ungeklärten Rechtslage um Verständnis für den nun unternommenen Schritt, die Straße zu sperren.

 
PM Nr. 28/2017 zum Thema Öffentlichkeitsarbeit im Lk Wittmund - Dienstag, 2. Mai 2017

Informationsbroschüre des Landkreises Wittmund liegt in neuer und aktualisierter Form vor

lkw Wittmund. „Landkreis Wittmund/Ostfriesland 2017 – Daten, Fakten, Informationen“ lautet der Titel der frisch gedruckten Infobroschüre, die jetzt die Wittmunder Kreisverwaltung in neuer und aktualisierter Form vorgelegt hat. Einwohner, Gäste aber auch sonstige Interessierte finden in diesem Heftchen im Kleinformat viele interessante Zahlen rund um den Landkreis und seine Gemeinden.

Die demografische Entwicklung der letzten Jahre im Kreisgebiet ist an den präsentierten Zahlen und Grafiken ebenso ablesbar wie die Entwicklung bei den Flüchtlingszahlen. Weitere Schwerpunkte sind Zahlen aus der Wirtschaft, zu Verkehr, Gesundheits- und Bildungswesen sowie zur Landschaftspflege. Ein Gliederungsplan der Kreisbehörde sowie Übersichten zu den Organen des Kreises und zum Kreishaushalt runden das Informationspaket ab.

„Diese Broschüre ist auch in seiner thematischen Breite ein Zeugnis der Leistungsfähigkeit und der Lebendigkeit des Landkreise Wittmund,“ sagt Landrat Holger Heymann im Vorwort. Der zweitkleinste Landkreis in Niedersachsen sei der Kreis der kurzen Wege mit Menschen, die zuversichtlich in die Zukunft blickten.

Die neue Broschüre ist für alle im Internet unter der Adresse www.landkreis-wittmund.de abrufbar.

 

Broschüre 

 
PM Nr. 27/2017 zum Thema Regionales Raumordnungsprogramm - Freitag, 28. April 2017

Entwicklungsperspektiven der Landwirtschaft bis zum Jahr 2027 – jetzt kommen Bürger und Bauern direkt zu Wort

lkw Wittmund. Vier lange Abende werden sich im Monat Mai Vertreter des Landkreises Wittmund, allen voran Landrat Holger Heymann, sowie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Zeit nehmen, um bei Workshops im Kreisgebiet Bürgern und Bauern die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Thema Landwirtschaft zu beschäftigen. Es geht im Wesentlichen um die Beurteilung der Ist-Situation im Landkreis, aber auch um die Entwicklungsperspektiven und Herausforderungen, die auf die moderne Landwirtschaft in den unterschiedlichen Landstrichen des Kreises zukommen. Die ersten beiden der vier Termine stehen fest und sind für jedermann, der sich für das Thema interessiert, zugänglich: Am 2. Mai wird ab 19 Uhr im „Holtriemer Hof“ in Nenndorf (Nordener Straße 50, 26556 Nenndorf) und am 10. Mai in Wittmund, Hotel Residenz, Saal Graf Edzard (1.OG), ebenfalls ab 19 Uhr diskutiert. Zwei weitere Workshop-Abende für die Bereiche Friedeburg und Esens sind in Vorbereitung.
Es geht darum, welche Festsetzungen und Aussagen das neue Raumordnungsprogramm zur Landwirtschaft trifft, welche Herausforderungen – Chancen und Probleme – aber auch Zukunftsvorstellungen entwickelt werden.
"Für mich ist die für alle offene und Ergebnis-offene Beteiligung aller Interessierten an diesem wichtigen Thema von ganz entscheidender Bedeutung, denn ich gehe davon aus, dass bäuerliche Betriebe auch in den nächsten Jahrhunderten bei uns noch eine vernünftige Existenzgrundlage haben müssen – und daran sollten und können wir alle mitarbeiten“, sagt etwa Landrat Holger Heymann, der einen engen Draht zu den Landwirten hält.
Als ehemaliger Landtagsabgeordneter weiß er aber auch, dass viele Veränderungen auf die Landwirte zukommen, weil sich Gesetze auf vielen Ebenen ändern und dem Natur- und Tierschutz eine zunehmend wichtigere Rolle zukommt.
Heymann bittet die Bevölkerung im Kreisgebiet auf, sich intensiv an den Diskussionsabenden zu beteiligen, „auch um deutlich zu machen, dass wir hinter einer Landwirtschaft stehen, die offensiv und kreativ mit den Herausforderungen umgeht und nicht den Kopf in den Sand steckt."

 
PM Nr. 26/2017 zum Thema Rettungsdienst/Schulen im Lk Wittmund - Freitag, 28. April 2017

Erste-Hilfe-Orientierung für Kinder – Grundschulen im Kreisgebiet nahmen Arbeitsbücher in Empfang

lkw Wittmund. In Kooperation mit dem Rettungsdienst des Kreises Wittmund übergab der K&L Verlag (Detmold) die Mal- und Arbeitsbücher „Erste Hilfe für Kinder“ dieser Tage an die Grundschulen im Wittmunder Kreisgebiet. Diese Aktion hatte es erstmals in dieser Konstellation im vergangenen Jahr gegeben und wurde nun aufgrund der positiven Resonanz wiederholt.

Landrat Holger Heymann übernahm die Patenschaft für das Projekt. Gerade wurde das Buch „Erste Hilfe für Kinder“ in einer Auflage von 1.850 Stück versandt. Mehr als 130 Sponsoren aus dem Kreisgebiet unterstützen das Projekt.

Jährlich werden in Deutschland viele Tausend Kinder durch Unfälle verletzt. Neben Unfällen im Straßenverkehr zählen Verletzungen beim Spielen und Toben zu den Hauptursachen. Bei Notfällen kommt es dann darauf an, bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ zu beginnen. „Wenn Kinder einige einfache Verhaltensweisen lernen, werden sie diese Regeln in ihrem Alltag einsetzten und auch als Erwachsene entsprechend umsetzen“, erklärt dazu Landrat Holger Heymann. So entstand die Idee zu einem kindgerechten Mal- und Arbeitsbuch, das der K&L Verlag gemeinsam mit der Hamburger Feuerwehr und der Landesfeuerwehrschule Hamburg entwickelte. Es vermittelt Kindern der dritten oder vierten Klasse spielerisch die Fähigkeiten, bei Notfällen Erste Hilfe leisten zu können. 

Kindgerechte Inhalte, kindgerecht gezeichnet

Nach den Osterferien 2017 war es soweit: die Grundschulen im Kreis Wittmund konnten die Bücher in Empfang nehmen. Sie erzählen von dem Geschwisterpaar Mario und Olivia, die gemeinsam mit dem Dackel Waldi durch verschiedene Episoden führen. Auf 32 Seiten geben sie Tipps und Ratschläge zur Ersten Hilfe und stellen Aufgaben zur Überprüfung des Erlernten. Themen wie Verbrennungen, Hitzschlag, Zeckenbisse, Vergiftungen oder Schocks werden ausführlich behandelt. Die Kinder erhalten altersgerechtes Wissen, wie sie sich im Notfall verhalten und Hilfe herbeirufen können. Die auszumalenden Bilder vertiefen das Erlernte. Gleichzeitig können Pädagogen, Erzieher und Eltern die Abbildungen mit den Kindern besprechen und üben. Mehr als 130 Sponsoren haben das Projekt unterstützt und damit ermöglicht, das Mal- und Arbeitsbuch kostenlos für die Schulen in einer Auflage von 1.850 Stück herauszugeben. Dafür wurden sie auf einer „Dankeschön-Seite“ erwähnt. „Auf diese Weise möchten wir uns bei allen Unterstützern herzlich bedanken“, so Landrat Holger Heymann weiter.

 
PM Nr. 25/2017 zum Thema Rettungsdienst im Lk Wittmund - Mittwoch, 26. April 2017

Im Notfall wird jetzt vom Rettungsdienst bei Verletzten auch das Mittel der Hypnose eingesetzt – Personal hat neues Verfahren gelernt

lkw Wittmund. Am vergangenen Wochenende haben sich insgesamt 13 Mitarbeiter der Rettungsdienste promedica und des Rettungsdienstes Landkreis Wittmund sowie eine Ärztin auf das neue rettungsdienstliches Verfahren der therapeutischen Notfall-Hypnose schulen lassen. Die ersten Reaktionen waren bei den Teilnehmern dieser Schulung eher verhalten, ja zum Teil sogar skeptisch. Viele hatten bei diesem Begriff die scheinbar willenlosen Personen vor Augen, die in sogenannten Hypnose-Shows der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Die erfahrenen Rettungskräfte sollten im Rahmen der Schulung schnell eines Besseren belehrt werden.

 

In der Bergrettung etwa in Österreich wird diese spezielle Entspannungstechnik bereits seit dem Jahr 2011, in der Schweiz seit 2012 eingesetzt. Im Jahre 2016 haben in Bremen schließlich die ersten Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten eine Ausbildung in diesen Entspannungs- und Beruhigungstechniken erhalten. Bisher führen im Nordwesten unter anderem die in Bremen ansässigen Dozenten, die Notfallmedizinerin Annette Held und der Arzt  Thomas Kemmler-Kell, mit ihrem Unternehmen Notfall-Hypnose GbR  solche speziellen Schulungen durch. Für die Absolventen ist jeweils am Ende der zweitägigen Veranstaltungen auch ein schriftlicher Test abzulegen.

 

Bei der jetzt in Wittmund durchgeführten Schulung, bei der es sich um die erste Inhouse-Veranstaltung des noch jungen Unternehmens handelte, wurde die Anwendung spezieller Entspannungs- und Beruhigungstechniken, der sogenannten therapeutischen Hypnose (Form der Tiefenentspannung bei wachem Bewusstseinszustand), erlernt. Diese Techniken können zum Beispiel bei Rettungseinsätzen mit Atemstörungen von der Hyperventilation bis hin zu Asthmaanfällen, bei sehr starken Schmerzen, oder bei der technischen Rettung von eingeklemmten Personen etwa bei Verkehrsunfällen, zur Beruhigung und Stabilisierung des Patienten eingesetzt werden. Auch im Fall eines schweren Schocks oder bei Panikattacken wäre eine Anwendung denkbar.   

 

Thomas Kemmler-Kell erklärt den Therapie-Ansatz: „Man muss sich das bei der therapeutischen Hypnose wie einen Zustand zwischen Wachsein und Schlafen vorstellen. Es ist in etwa so wie kurz vor dem Einschlafen, es ist ein wohliger Zustand. Und die Patienten können sich dabei bewegen, sie sind ansprechbar.“ Die therapeutische Hypnose als Therapiemöglichkeit funktioniert nicht immer. Zum Beispiel dann nicht, wenn sich der Patient dagegen wehrt und sich nicht darauf  einlässt. Bei Sprachbarrieren oder psychiatrische Erkrankungen wie Psychosen werden sie nicht angewendet.

 

Die erlernten Techniken wurden von den Rettungskräften nicht nur in der Theorie, sondern auch praxisnah am eigenen Körper angewandt. So wissen die Mitarbeiter aus eigener Erfahrung, was und wie der Patient fühlt, wenn sie künftig auf den Straßen oder in den Haushalten im Wittmunder Kreisgebiet eine Entspannungs- bzw. Beruhigungstechnik anwenden.

 

 
PM Nr. 24/2017 zur Neuauflage des Sozialhandbuchs - Mittwoch, 26. April 2017

Projektarbeit: Azubi der Kreisverwaltung schreiben Organisationen und Vereine für Neuauflage des Handbuchs für Soziales, Familie und Gesundheit an

lkw Wittmund. Für die Kreis-Auszubildenden Hinrike Freese, Sophie Groninger und Jan Aumüller wird es jetzt ernst: im Zuge einer Projektarbeit schreiben sie in den kommenden Tagen viele Institutionen, Organisationen, Einrichtungen und Gruppen im Kreisgebiet an und bitten um deren Mithilfe. Es geht dabei um die Neuauflage des Handbuchs für Soziales, Familie und Gesundheit, das zuletzt im Juni 2009 in einer Auflage von 3000 Stück erschienen war.

 

Herausgegeben wird das bisher 165 Seiten starke Handbuch in der dann aktualisierten Fassung erneut von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Wittmund, Karin Garlichs, die auch die Projektleitung hat. Diese hebt hervor: „Es wird Zeit, dass dieses Buch neu aufgelegt wird. Vor allem Neubürger finden hier wertvolle Hinweise und Tipps für Angebote in ihrer Umgebung, wenn sie Fragen oder Probleme haben, die es zu lösen gilt“.

Ausbildungsleiterin Rita Harms-Telle ist dankbar, dass Garlichs die Neuauflage des Handbuchs im Rahmen einer Projektarbeit mit Auszubildenden der Kreisverwaltung realisieren will, können diese doch so selbstständig im Team ein Produkt von Anfang bis Ende bearbeiten, dabei ihr Organisationstalent und ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen und im Kontakt mit Bürgern, Behörden und Einrichtungen und Firmen etwas Eigenes auf die Beine stellen.

 

Im ersten Schritt werden jetzt alle bisher Beteiligten an diesem Jahrbuch erneut angeschrieben und gebeten, alle relevanten Informationen für den Ratgeber zu liefern. So geht es neben ein paar Sätzen zur Selbstdarstellung der jeweiligen Gruppen und Institutionen inhaltlich um die jeweiligen Ansprechpartner, Erreichbarkeiten und Logos. Die Aufnahme in das Handbuch ist wiederum kostenlos.

Alle Projektbeteiligten sind guter Dinge und gehen sogar davon aus, dass das Handbuch noch ein wenig umfangreicher ausfällt als vor rund acht Jahren.

Wenn alles fertig ist, soll das Handbuch auch wieder im Internet auf der Kreis-Seite zu finden sein.

Damit das Projekt zeitlich nicht aus dem Ruder läuft, gibt es auch einen Einsendeschluss für die Rückmeldungen: Bis zum 20. Mai sollten die Antworten der Kreisverwaltung wieder vorliegen.

 

Per E-Mail ist die Projektgruppe unter der Adresse HandbuchSoFaGe@lk.wittmund.de zu erreichen.

Fragen können jederzeit auch telefonisch unter den Nummern 04462-861916 (Herr Aumüller), 04462-861917 (Frau Freese), 04462-1918 (Frau Groninger) oder an Frau Garlichs (Tel.: 04462/861135) vom Projektteam gerichtet werden.                                                                                                                
PM Nr. 23/2017 zum Thema Bauen im Lk Wittmund - Mittwoch, 26. April 2017

Anforderungen an landwirtschaftliche Bauanträge sind hoch - Kreislandvolk und Baubehörde tauschten sich aus

lkw Wittmund. Es werden per Gesetz und mittels Verordnungen viele rechtliche Anforderungen an landwirtschaftliche Gebäude gestellt, die neu errichtet werden sollen. Entsprechend umfangreich ist auch ein Bauantrag. Grund genug für den Wittmunder Kreislandvolkverband, einmal bei der Wittmunder Kreisverwaltung näher nachzufragen. Kürzlich kam es daher zum Treffen - Bauern- und  Behördenvertreter setzten sich im Bauamt des Kreises zusammen an einen Tisch.  

Landwirte dürfen dort bauen, wo es für andere nicht möglich ist: im Außenbereich. Allerdings müssen vielfältige gesetzliche Anforderungen erfüllt werden. Dies sei vielen Landwirten bekannt, schlage sich allerdings in der Bearbeitungszeit nieder, so hob Kreislandvolkvorsitzender Manfred Tannen aus Bensersiel hervor. Gleichwohl hätten die Antragsteller das Interesse, Genehmigungen zeitnah zu bekommen, um in der Familie getroffene Entscheidungen in unternehmerisches Handeln umzusetzen.

 

Werner Hillie als Leiter des Bauamtes empfahl, bereits mit dem Bauantrag alle erforderlichen Unterlagen beim Landkreis vorzulegen. Das erspare unnötige Nachforderungen. Im Genehmigungsverfahren würde dann nicht nur das öffentliche Baurecht abgeprüft. Auch Aspekte des Landschaft- und Naturschutzes, des Wasser- und Grundwasserrechts, des Tierschutzes  oder straßenrechtliche Belange müssten beachtet und demzufolge geprüft werden. Aber auch Lärm- und Geruchsimmissionen, Abstandsregelungen oder schlichtweg die Statik des Gebäudes seien für die Baugenehmigung bedeutsam.

Breiten Raum nahmen die Anforderungen aus dem Düngerecht in dem zurückliegenden Gespräch ein. Bei den aktuellen und zukünftigen Bauvorhaben müsse der Nährstoff-Eintrag lückenlos nachgewiesen werden. Damit kämen zusätzliche Anforderungen auf die Landwirte zu. Manfred Tannen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gülle im Rahmen der Kreislaufwirtschaft ein wertvoller, betriebseigener Wirtschaftsdünger sei. Mit ihm müsse verantwortungsvoll umgegangen werden. Zudem hätten auch die Landwirte ein hohes Interesse daran, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zugleich qualitativ hochwertige Lebensmittel zu produzieren.

Um Fehler zu vermeiden, so empfahl Amtsleiter Werner Hillie, sollten Antragsteller lieber einmal zu viel als zu wenig beim Bauamt nachfragen. Beispielsweise könnten für Hobbylandwirte die begehrte Baugenehmigung häufig nicht erteilt werden, weil sie die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllten. Selbst eine Schutzhütte ohne Fundament sei unzulässig. Wer sie trotzdem ohne Baugenehmigung errichte, laufe Gefahr, sie wieder abreißen zu müssen.

 
PM Nr. 22/2017 - Donnerstag, 13. April 2017

Verzögerung bei der ersten Abbuchung der Abfallgebühren im Bereich der Stadt Wittmund

lkw Wittmund. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund weist darauf hin, dass sich die Abbuchung der zum 15. April 2017 fälligen Abfallgebühren für die Grundstücke im Bereich der Stadt Wittmund aus verwaltungstechnischen Gründen bis längstens 31. Mai 2017 verzögert. Es wird gebeten, von telefonischen Rückfragen abzusehen.

 

 
PM Nr. 21/2017 zum Thema Natur- und Artenschutz - Freitag, 7. April 2017

Amphibienwanderung zu den Laichgewässern im Kreisgebiet so gut wie beendet

lkw Wittmund. Jedes Jahr ziehen Kröten und Frösche aus ihren Winterquartieren zu ihren angestammten Laichgewässern – überall im Kreisgebiet. Dabei müssen sie oft viel befahrene Straßen und Wege überqueren – viele von Ihnen bleiben dabei auf der Strecke, weil sie überfahren werden. Wenn da nicht, wie im Wittmunder Ortsteils Eggelingen, einige freiwillige Helfer wären, die rechtzeitig Krötenzäune errichten, die Tiere einsammeln, über die Straße bringen und bei den Gewässern wieder aussetzen.

 

Unsere hiesigen Amphibien wie Kröten und Frösche verbringen die kalten Wintermonate stets an geschützten Stellen versteckt in Erdreich oder Laubhaufen. Mit Beginn der höheren Temperaturen im zeitigen Frühjahr aber verlassen sie ihre Winterverstecke und wandern in Scharen zu ihren angestammten Laichgewässern – das liegt in ihrer Natur.

Diese Seen oder Tümpel können in der direkten Nachbarschaft, aber durchaus auch mehrere hundert Meter bis sogar einige Kilometer entfernt liegen. Diese Frühjahrswanderung zu den Gewässern vollzieht sich manchmal über mehrere Wochen hinweg und in der Regel auch relativ unbemerkt, da die Tiere nur nachts bzw. nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs sind. Auffällig wird die Amphibienwanderung, wenn sie zu den Laichgewässern über Verkehrswege führt. Hier bleiben viele wandernde Amphibien im direkten Wortsinn „auf der Strecke“. Um das zu verhindern, engagieren sich etliche Naturschützer alljährlich, indem sie an gefährdeten Strecken Amphibienschutzzäune aufstellen und die sich dahinter sammelnden Kröten und Frösche regelmäßig absammeln und über die gefährlichen Wege- und Straßenabschnitte tragen. Dadurch können jährliche tausende Amphibien gerettet werden und im weiteren Lebenszyklus für Nachwuchs sorgen.

Leider nimmt die Zahl solch engagierter Naturschützer in den letzten Jahren eher ab, bedauert Regina Kuklok-Grimm von der unteren Naturschutzbehörde  bei der Wittmunder Kreisverwaltung. Nicht so aber in der kleinen Wittmunder Ortschaft Eggelingen. Hier ist es auf Initiative eines Eggelinger Amphibienfreundes in den letzten Jahren gelungen, eine Krötenschutzmaßnahme zu etablieren. Seit dem Jahr 2014  errichtet ein Team von Natur-Rangern der Sielmann-Stiftung beim Kreisnaturschutzhof unter Anleitung von Matthias Knief in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde einen Amphibienschutzzaun. Die wandernden Frösche und Kröten werden dort von den Eggelingern Gerd Siebolds und Tosca Snijdelaar  regelmäßig eingesammelt und über den gefährlichen Straßenabschnitt zum Gewässer getragen.

Seit Beginn der Aktion konnten somit schon mehrere Hundert Kröten und Frösche sicher zu ihrem Laichgewässer eskortiert werden. Allein in diesem Jahr waren es rund 250 Tiere, wie die beiden berichteten. In diesem Jahr kann nach den Beobachtungen von Gerd Siebolds sogar von einem deutlichen Anwachsen der Amphibienpopulation in den Gewässern vor Ort ausgegangen werden.

Als es den Schutzzaun noch nicht gab, zeigte dort ein Amphibienfreund so viel Eigenengagement, dass er nachts mit Taschenlampe und Eimer bewaffnet die Kröten direkt von der Straße sammelte und so vor nächtlich fahrenden Milchtankwagen und anderen Fahrzeugen in Sicherheit brachte.

 
PM Nr. 20/2017 zum Thema Müllabfuhr im Lk Wittmund - Donnerstag, 30. März 2017

Jetzt klappt’s auch mit dem Müllmann – Landkreis Wittmund führt die kostenlose Müll-App ein 

lkw Wittmund. Die Abfall-Entsorgung in Landkreis Wittmund ist bis ins Detail ausgeklügelt - für jede Abfallsorte gibt es eigene Abfallbehälter oder -säcke und bisweilen auch einen eigenen Abfuhrtag. Da kann man schon mal durcheinander kommen oder einen der Abholtermine aus den Augen verlieren. Zwar gibt es jährlich vom Landkreis für alle Haushalte einen eigenen Abfallkalender, der über alle Termine genau Auskunft gibt, aber diesen hat man nicht immer parat - schon gar nicht, wenn man unterwegs ist und Nachbarn, Familienmitglieder oder den Hausmeister bitten möchte, die eigene Tonne mit hinaus vor die Türe zu stellen.

Die Suche nach dem jeweiligen Termin hat nun ein Ende, zumindest dann, wenn man über ein Smartphone verfügt: Der Landkreis Wittmund bietet seinen Bürgern nämlich jetzt ab sofort eine mobile Abfall-App an, die sich jeder kostenlos auf sein Smart-Phone laden kann.

Diese App, Kurzform von „application software“ (übersetzt: Anwendungs-Software),  ist ein wahres Wunderwerk. Denn sie erinnert nicht nur zuverlässig an die ausgewählten Termine der einzelnen Abfallarten, sondern sie zeigt auch die Altglas-Standorte, die Ausgabestellen von Müllsäcken, den Sitz der Kreisverwaltung oder vom Abfallzweckverband mit den jeweiligen Öffnungszeiten an.

Auch kann die Abfallwirtschaft via App Informationen über eventuelle Verzögerungen oder Verschiebungen der Abfuhr z.B. wegen Problemen mit der Witterung oder aufgrund von Fahrzeugausfällen zusätzlich per Push-Nachricht direkt an die betroffenen Bürger im Landkreis Wittmund übermitteln.

Die App ist für alle kostenfrei  und anonym nutzbar. Es müssen weder Name, Telefonnummer noch Email-Adresse angegeben werden – lediglich die Informationen zur Stadt/Gemeinde werden benötigt. Des Weiteren handelt es sich bei der App um ein einfaches Programm, d.h. einmal eingerichtet, muss kein weiterer Pflegeaufwand mehr betrieben werden. Diese Abfall-App ist zudem für alle gängigen Betriebssysteme, wie IOS, Android und Windows-Phone verfügbar. Über die jeweiligen Software-Stores kann die Abfall-App auf der Internetseite https://www.mymuell.de/download.html  heruntergeladen werden - oder man kann den dortigen QR-Code scannen und loslegen.

Diese Informationen finden Sie auch auf den Seiten der Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund unter www.abfallwirtschaft.wittmund.de

Wichtiger Hinweis: Bitte die App in die Ausnahme von Akku-Spar-Apps (z.b. Samsung Smart Manager) oder Taskkiller-Apps aufnehmen. Nur dann kann die App pünktlich an die Abholung erinnern. Der Samsung Smart-Manager verhindert beispielsweise, dass die eingestellten Erinnerungen dauerhaft funktionieren. Bitte deaktivieren Sie deshalb die App-Optimierung für diese App unter Einstellungen - Akku - App-Optimierung - Detail - MyMüll.de. (Danach MyMüll.de bitte einmal starten) (Quelle: Junker Mobile Mind).

 

 
PM Nr. 19/2017 zum Thema Regeln für ein gelungenes Osterfeuer - Donnerstag, 23. März 2017

Ein paar Tipps, damit das Brauchtumsfeuer harmonisch abläuft – und nicht zur illegalen Müllverbrennung missbraucht wird

lkw Wittmund. Es ist mal wieder so weit, die Vorbereitungen für die Osterfeuer-Feierlichkeiten laufen vielerorts auf Hochtouren. Leider werden aber nicht nur trockene Äste, Zweige und kräftige Holzscheite zusammengetragen, um das jahrhundertealte Brauchtum zu pflegen – dagegen spräche nichts. Leider ist seitens der Behörden immer wieder festzustellen, dass das Osterfeuer missbraucht wird, um übers Jahr angefallenen Haus- und Sperrmüll auf diese Weise kostengünstig zu entsorgen. Daher der Hinweis: Die untere Abfallbehörde des Landkreises Wittmund und auch die Polizeiinspektion Wittmund werden verstärkt Kontrollen von Osterfeuern, auch am Ostersamstag und Ostersonntag, durchführen, um dem Missbrauch Riegel vorzuschieben. Wer Abfälle jeglicher Art in seinem Osterfeuer verbrennt oder verbrennen will, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.

Daher hier ein paar Tipps für ein legales Osterfeuer: Geeignetes Material sind trockener Baum- und Strauchschnitt, trockenes Stroh sowie unbehandeltes, abgelagertes Stammholz.

Zum Anzünden des Osterfeuers sollte nur Stroh oder Heu verwendet werden. Das Anzünden mit Benzin oder Altöl ist nicht nur gefährlich und verboten, sondern im höchsten Maße auch umweltschädlich, da Benzin- und Ölreste im Boden versickern und dabei das Grundwasser verseuchen können.

Um viel Ärger zu vermeiden, sollten Veranstalter und Grundstückseigentümer auch die nachfolgenden Regeln unbedingt beachten:

  • Bitte setzen Sie sich vorab mit dem Ordnungsamt ihrer jeweiligen Gemeinde in Verbindung, ob Sie das Osterfeuer anmelden müssen.

  • Ein Brauchtumsfeuer zeichnet sich dadurch aus, dass die Veranstaltung öffentlich und für jedermann zugänglich ist.

  • Das Feuer muss innerhalb weniger Stunden (i.d.R. von Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht) vollständig abgebrannt sein. Ein mehrere Tage dahinschwelendes Feuer ist mit dem Brauchtum nicht vereinbar.

  • Das Material darf erst innerhalb von 14 Tagen vor der Veranstaltung zusammengetragen werden, damit möglichst weitgehend verhindert wird, dass Tiere in dem Material Unterschlupf suchen. Wenn schon weit vorher Material fürs Osterfeuer am Brennplatz gesammelt wird, gehen die Behörden davon aus, dass sich hier Einwohner vor allem von Abfällen trennen wollen.

  • Das Material darf erst an dem Tag, an dem das Feuer angezündet werden soll, auf die Feuerstelle gelegt werden. Dieses Umsetzen dient dazu, dass ungeeignete Stoffe aussortiert werden können und Tiere, die dort Unterschlupf gesucht haben, noch flüchten können.

  • Das Brauchtumsfeuer ist ständig unter Aufsicht zu halten. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.

  • Das Feuer darf überhaupt nicht abgebrannt werden

    • in Schutzzonen, deren Schutzzweck hiermit nicht vereinbar ist (z.B. Nationalpark, Natur-schutzgebiet etc., so weit nicht die Schutzgebiets- oder Nationalparkverordnung Ausnahmen vorsieht und diese vorher erteilt werden),

    • im Bereich von Naturdenkmalen und geschützten Landschaftsteilen

    • auf Flächen besonders geschützter Biotope

    • auf moorigem Untergrund, weil dann die Gefahr der Entstehung eines Moorbrandes besteht,

    • innerhalb der nachfolgend genannten Sicherheitsabstände zu baulichen Anlagen, Wäldern, Mooren, Heiden, Zelt und Campingplätzen, öffentlichen Verkehrsflächen, Energieversorgungsanlagen; (sind bei Bedarf von der Gemeinde im Benehmen mit dem Brandschutzprüfer festzulegen)

    • ohne Berücksichtigung der örtlichen Gefahrenlagen und unter Beachtung einer mengenmäßigen Begrenzung des brennbaren Materials auf max. 150 m³ Brandgut besteht für die Umgebung i.d.R. keine besondere Brandgefahr, wenn zu aus nicht brennbaren Baustoffen errichteten Gebäuden mit harter Bedachung mindestens 50 Meter, zu Gebäuden aus brennbaren Baustoffen und /oder weicher Bedachung 100 Meter, in allen anderen genannten Fällen 100 Meter als Sicherheitsabstand eingehalten werden,

    • unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles bei lang anhaltender trockener Witterung oder bei starkem Wind (deutliche Bewegung armstarker Äste).

      Weitere Informationen zum richtigen Abbrennen des Osterfeuers erhalten Sie beim Landkreis Wittmund unter der Telefonnummer 04462/861230 oder im Internet unter www.abfallwirtschaft.wittmund.de.

 
Aufruf der Gleichstellungsbeauftragten - Donnerstag, 23. März 2017

Landkreis Wittmund ruft zur Teilnahme am diesjährigen Girls'Day / Zukunftstag am 27.04.2017 auf

lkw Wittmund. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wittmund, Karin Garlichs, weist darauf hin, dass auch in diesem Jahr wieder der Girls'Day im Landkreis Wittmund stattfindet. In Niedersachsen gibt es allerdings nicht nur den Girls'Day, sondern parallel auch den „Zukunftstag für Jungen“ oder Boys'Day.

Auch dieses Jahr sollen sich Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse im Landkreis Wittmund auf den Weg machen und sich auf die Suche nach möglichen Betrieben, Unternehmen und Behörden begeben. Diese sollen ihnen die Möglichkeit geben, für einen Tag in deren Arbeitswelt hinein zu schnuppern. Auch die Mädchen sollen so zu handwerklichen Berufen und  technischen Studiengängen ermutigt werden. Angesichts des dortigen  Fachkräftemangels ist es besonders wichtig, die jungen Menschen für diese Berufszweige zu interessieren.

Durch die Teilnahme am Girls'Day erobern sich immer mehr junge Frauen einen technischen Studiengang oder einen  Ausbildungsplatz . Auch in vielen Ausbildungsberufen in der Metall- und Elektrobranche gibt es einen positiven Trend. Aber auch den Jungen soll an diesem Tag die Möglichkeit gegeben werden, einmal für sie nicht ganz so alltägliche Berufe kennenzulernen. Hier kommen besonders die sozialen Berufe wie die des Erziehers, Altenpflegers usw. in Frage. Aber auch Berufe wie zum Beispiel der des  Tierarztes oder des Grundschullehrers bräuchten männliche Verstärkung. Die Eltern, rät Garlichs, sollten ihre Kinder nach Möglichkeit bei der Wahl des in Frage kommenden Platzes unterstützen.

Auch der Landkreis Wittmund öffnet am Zukunftstag wieder seine Türen und empfängt nach vorheriger Anmeldung  Kinder, um ihnen Einblicke in die Kreisverwaltung zu verschaffen - und sie später vielleicht einmal als zukünftige Kollegen wiederzusehen.

Alle Betriebe, Unternehmen und Behörden im Kreisgebiet werden gebeten, sich ebenfalls für diesen Tag zu öffnen. 
PM Nr. 18/2017 zum Thema Breitbandausbau im Lk Wittmund - Mittwoch, 22. März 2017

Förderbescheid des Bundes in Berlin entgegengenommen

lkw Wittmund/Berlin. Wittmunds Landrat Holger Heymann hat am Dienstagabend in Berlin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus den Händen von Staatssekretär Enak Ferlemann den Förderbescheid für den Ausbau des Breitbandnetzes im Kreisgebiet persönlich entgegengenommen. Der Bund fördert den Netzausbau mit knapp drei Millionen Euro. Heymann freute sich über die Zusage des Bundes. Er hoffe, dass jetzt zügig die weiteren Schritte gemacht werden könnten, so der Landrat, der auf einen Baubeginn noch in der zweiten Jahreshälfte setzt.

Das BMVI hat die  vorläufige Bewilligung des Zuschusses über genau 2.986.221 Euro (max. Fördersatz von 50 %)  antrags­gemäß ohne Kürzungen erteilt. Der vorläufige Finanzierungsplan für das Gesamtprojekt mit 47 Ausbaugebieten sowie 3 Gewerbegebieten enthält Eigenmittel in Höhe von 872.728 Euro, die der Kreis und die kreiseigenen Kommunen in ihren Haushalten bereitstellen. Nachdem das Land Niedersachsen auch bereits eine Förderung von 2,11 Millionen Euro in Aussicht stellte (der Kreis berichtete), wartet die Kreisverwaltung jetzt auch hier auf den positiven Förderbescheid aus Hannover.

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PM Nr. 17/2017 zum Thema Straßenunterhaltungsarbeiten im Lk Wittmund - Mittwoch, 22. März 2017

Ab Monat April wechselnde Mehr-Tages-Baustellen auf den Kreisstraßen im Kreisgebiet

lkw Wittmund. Auch in diesem Jahr werden im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung diverse Profilierungsarbeiten auf verschiedenen  Kreisstraßen im Bereich des Landkreises Wittmund ausgeführt. Auf 21 Straßen im Kreisgebiet werden genau 147 kleine und größere Abschnitte erneuert. Autofahrer müssen auf den jeweiligen Streckenabschnitten mit Beeinträchtigungen rechnen und Geduld aufbringen. Darauf weist die Kreisverwaltung vorsorglich hin. Es gibt aber auch Ausweichstrecken.

Für die Durchführung der Arbeiten müssen die jeweiligen Streckenabschnitte der Kreisstraßen für zwei bis drei Tage zum Teil gesperrt werden. Es werden entsprechende Umleitungsbeschilderungen für die Dauer der Arbeiten auf diesen Teilabschnitten eingerichtet.

Den Auftrag für das Reparaturpaket hat die Firma Strabag erhalten. Die Baukolonnen der Firma werden mit den Arbeiten Anfang des Monats April beginnen. Der Landkreis Wittmund wendet dafür rund 650.000 Euro auf.

Genaue Angaben dazu, wann welche Streckenabschnitte im Rahmen dieser Mehr-Tages-Baustellen bearbeitet werden, können leider nicht gemacht werden, da es jeweils durch die dann herrschende Witterung noch zu zeitlichen Verschiebungen bei der Durchführung der Arbeiten kommen kann.

Bei den vorgesehenen Profilierungsarbeiten werden die oberen vier bis sechs Zentimeter der jeweils schadhaften Deckschichten abgefräst und erneuert. Durch diese Reparaturmaßnahmen werden Risse in den Fahrbahnen, durch Druck entstandene Spurrinnen, Setzungen am Fahrbahnrand und kaputte Deckschichten beseitigt. Ja nach Mangel werden die Arbeiten nicht in voller Fahrbahnbreite, sondern genau angepasst an die Ausdehnung der schadhaften Flächen ausgeführt.

 
Nr. 16/2017 zum Wallhecken-Schutz im Landkreis Wittmund - Dienstag, 21. März 2017

Appell des Kreises: Schutz der Wallhecken auch bei der Nutzung von Flächen immer im Auge behalten

lkw Wittmund. Wenn „im Märzen der Bauer“, so eine Zeile aus  einem bekannten Volkslied, seinen Pflug aus dem Winterquartier holt und mit der Bearbeitung der Felder beginnt und sich die Tiere in den Stallanlagen der Bauernhöfe wieder auf das frische Gras der Weiden freuen, dann ist der Frühling da. Vertreter heimischer Tierarten halten ebenfalls vorsichtig die Nase in den Wind und schnuppern die erste Frühlingsluft. Sehr wichtige Rückzugsorte für Fauna und Flora sind die hiesigen Wallhecken, darauf weist der Landkreis hin. Sie gilt es zu schützen und zu pflegen: sie haben das unverwechselbare Landschaftsbild der ostfriesischen Geest geprägt.

Wallhecken stehen bereits seit dem Jahr 1935 unter dem Schutz des Gesetzes. Damals regelte dies die „Verordnung zur Erhaltung der Wallhecken“ auf der Grundlage des Reichsnaturschutzgesetzes. Seit 2010 ist der Wallheckenschutz in § 22 des „Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz“ geregelt. Wälle, die als Einfriedung dienen oder dienten, dürfen nicht beseitigt werden. Außerdem sind alle Handlungen, die das Wachstum der Bäume und Sträucher darauf beeinträchtigen, verboten.

 

In den letzten Jahren ist der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Wittmund allerdings aufgefallen, dass auf einigen landwirtschaftlich genutzten Flächen bei der Flächenbearbeitung mit Maschinen kein ausreichender Abstand zu den Wallhecken eingehalten wird. Die Folgen sind fatal: Böschungen, an deren Wallkörper radikal herangepflügt worden ist, verlieren ihre Standfestigkeit und brechen ein. Und auch die Wallhecke darauf einschließlich ihrer wertvollen Gehölzbestände wird nachhaltig geschädigt. Eine weitere Gefährdung der Wallhecken geht von einer unzureichenden Einzäunung auf beweideten Flächen aus. Eine sogenannte „viehkehrende“ Einzäunung ist auf jeder Weidefläche erforderlich, egal ob Kühe, Rinder oder Pferde gehalten werden. Bei einer ordnungsgemäßen Einzäunung stehen die Pfähle in einem Abstand von ca. 25 Zentimetern vor dem Wallfuß und der Wallkörper wird mit mindestens zwei Drähten gesichert. So wird eine Schädigung durch die stets hungrigen Weidetiere wirksam verhindert.

 

Vorbeugen ist übrigens besser als heulen: Die Schädigung einer Wallhecke kann seitens der Behörde als Verstoß gegen das Naturschutzgesetz mit einem Ordnungsgeld geahndet werden. Außerdem kann die Naturschutzbehörde die Wiederherstellung der geschädigten Wallabschnitte fordern. Durch den vorausschauenden Schutz der Wallhecken werden allerdings nicht nur Konflikte mit den Regelungen des Naturschutzgesetzes vermieden, „sondern es wird auch ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, das Wallheckennetz als kulturhistorisch bedeutsames Landschaftselement und als wichtigen Lebensraum für viele heimische Tier- und Pflanzenarten für die nächsten Generationen zu erhalten“, so der Appell des Kreises. Für alle weitere Fragen zu diesem Thema steht die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund während der Bürozeiten gerne zur Verfügung (Telefon 04462/ 86-1255, -1253 sowie -1273).

Fotos zum Thema (Fotovermerk: Fotos Kreisverwaltung Wittmund)

Vorbildliche Einzäunung

Vorbildlicher Abstand

 

 
PM Nr. 15/2017 zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe durch den La - Dienstag, 21. März 2017

Ehrenamtliche bekommen auch im Jahr 2017 auf Antrag ihre Tätigkeit für Flüchtlinge honoriert

lkw Wittmund. Der Landkreis Wittmund unterstützt auch in diesem Jahr erneut ehrenamtliche Tätigkeiten im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe. Für das Jahr 2017 stehen hierfür insgesamt rund 7.100 Euro an Landesmitteln zur Verfügung. Darauf macht die Wittmunder  Kreisverwaltung jetzt aufmerksam. Anträge können gestellt werden.

Durch die finanzielle Förderung ist die Unterstützung insbesondere der Ehrenamtlichen, die nicht als Integrationslotsen weitergebildet und vom Landkreis zur Hilfe beauftragt und tätig wurden, möglich. Projekte wie zum Beispiel der Aufbau von Integrations-Cafés, Tagesfahrten ins Aus- oder Einwandererhaus nach Bremerhaven, eine Nordseetour oder auch der Aufbau eines Fahrdienstes können aus diesem Fördertopf unterstützt werden.

Und so geht es: Alle ehrenamtlich Tätigen, Bürgerinnen und Bürger, können diesbezüglich einen Antrag bei der Kreisverwaltung stellen und auf diese Weise Kosten in Höhe von maximal bis zu 300 Euro geltend machen. Weitere Informationen und die notwendigen Formulare erhalten Sie bei Frau Elli Weiser, Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, Schloßstraße 11, 26409 Wittmund, Telefon: 04462-86-1063 (Mo-Do 10 – 12 Uhr).

Ehrenamtliche aus der Gemeinde Friedeburg sowie aus der Samtgemeinde Holtriem müssen sich allerdings, weil dort eigene Budgets verwaltet werden, direkt an ihre Ansprechpartner in den jeweiligen Rathäusern wenden.

 

 
PM Nr. 14/2017 zum Thema kommende Strauchabfuhr im - Freitag, 17. März 2017

Baum- und Strauchschnittabfuhr startet in der kommenden Woche

lkw Wittmund.  Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund  weist alle Bewohner im Kreisgebiet darauf hin, dass auch in diesem Frühjahr wieder – und zwar ab kommender Woche – die Abfuhr des Baum- und Strauchschnitts durchgeführt wird. Diese bei der Ertüchtigung der Gärten anfallenden Reste werden diesmal in der Zeit vom 20. bis 31. März per Straßensammlung abgefahren. Die genauen Termine sind dem Abfuhrplan zu entnehmen oder im Internet auf der Seite www.abfallwirtschaft.wittmund.de im Einzelnen für das ganze Kreisgebiet nachzulesen.

Die Abfallwirtschaft bittet die Bevölkerung darum, im Sinne eines reibungslosen Ablaufs, den Baum- und Strauchschnitt am Tag der Abholung bis um 6 Uhr morgens sichtbar an den Straßenrand zu legen.

Ferner sind folgende Hinweise bei der Baum- und Strauchabfuhr unbedingt zu beachten, um Missverständnisse und Ärger zu vermeiden:

  • Der gebündelte, nicht verpackte Baum- und Strauchschnitt muss gut sichtbar so an den Straßenrand gelegt werden, dass dadurch niemand gefährdet, behindert oder belästigt wird.

  • Es dürfen keine Säcke verwendet werden.

  • Die Äste müssen mit einem Band aus verrottbarem Material zusammengebunden werden, wobei die Bündel jeweils nicht schwerer als 35 Kilogramm sein dürfen. Sie sollten auch eine Länge von 1,50 Metern nicht überschreiten.

  • Baumwurzeln mit einem Durchmesser von mehr als 25 Zentimetern sowie Äste und Stämme mit einer Dicke von mehr als 15 Zentimetern Durchmesser werden ebenfalls nicht mitgenommen. 

  • Auch wichtig zu wissen: Gras, Moos, Laub und sonstige Gartenabfälle gehören nicht zum Baum- und Strauchschnitt und werden somit auch nicht mitgenommen.
    Da es nicht verhindert werden kann, dass nach der Abfuhr Kleinteile des Materials zurückbleiben, werden die Haus- und Gartenbesitzer höflichst gebeten, die Straßen und Gehwege anschließend wieder zu reinigen.

Sollten noch Fragen zur Baum- und Strauchschnittabfuhr auftauchen oder werden sonstige Informationen zur Abfallentsorgung benötigt, steht die Abfallberatung des Landkreises Wittmund unter der Telefonnummer 04462/861230 gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

 

 
PM Nr. 13/2017 zum Thema Baurecht - Donnerstag, 16. März 2017

Landkreis bekommt Recht – Verwaltungsgericht bestätigte Nutzungsuntersagung auf Langeoog

Kreis hatte dort illegal ausgebaute Ferienwohnungen stillgelegt

lkw Wittmund/Langeoog.  Alle Ferienwohnungen müssen baurechtlich genehmigt sein. Sind sie es nicht, läuft der Vermieter Gefahr, dass die Bauaufsicht die Nutzung der Immobilie untersagt. In einem aktuellen Fall auf Langeoog, der bundesweit Schlagzeilen gemacht hatte, hat das Verwaltungsgericht Oldenburg diese Rechtsauffassung des Landkreises Wittmund als Bauaufsichtsbehörde nunmehr bestätigt. Die Klage wurde daraufhin von der Gegenseite zurückgezogen.  

Hintergrund des vorliegenden Rechtsstreites war, dass ein vorhandenes Gebäude umfangreich umgebaut worden war und darin zahlreiche Ferienwohnungen geschaffen wurden. Zwar wurde das Gebäude äußerlich nicht verändert, für die Veränderungen innerhalb des Hauses aber waren auch keine Genehmigungen beantragt worden. Sogar der Spitzboden wurde seinerzeit umgebaut, um ihn gewerblich zu nutzen. Als die Bauaufsicht des Landkreises dieses feststellte, untersagte sie die weitere Nutzung der Immobilie auf der Insel.  

Von den Eigentümern wurde daraufhin Klage beim Verwaltungsgericht in Oldenburg eingereicht. Sie gingen von einer zulässigen Nutzung aus. Dem widersprachen jetzt jedoch die Richter. Das Gericht stellte fest, dass es für die Ferienwohnungen keine Baugenehmigung gegeben habe. Diese sei jedoch erforderlich, in diesem Fall aber nicht erteilt worden. Bereits die „formelle Illegalität“ sei ausreichend, um die Nutzung der jeweiligen Räume zu untersagen. Somit sei das Vorgehen des Landkreises rechtens, so hieß es aus dem Munde der Richter. 

Vor dem Hintergrund dieses aktuellen Falles weist die Kreisverwaltung deshalb nochmals eindringlich darauf hin, dass eine geänderte Nutzung auf jeden Fall vorab baurechtlich genehmigt werden muss. Das gelte selbst dann, wenn innerhalb von Häusern oder Wohnungen gar keine Wände verändert würden. So sei es beispielsweise auch, wenn bislang zu Wohnzwecken bestimmte Räume zukünftig gewerblich genutzt werden sollten. Die Schaffung von Ferienwohnungen müsse genehmigt werden. Um künftig hier Streit und Komplikationen zu vermeiden, bietet der Kreis im Vorfeld seine Hilfe an. Nähere Auskünfte können von Bauherren bei derartigen Vorhaben beim Servicebüro in der Bauabteilung der Kreisverwaltung unter 04462/861272 eingeholt werden.

 

 
PM Nr. 12/2017 zum Thema "Frühjahrsputz" - Dienstag, 7. März 2017

Vorbereitungen zur Frühjahrsputz-Aktion am 24. und 25. März 2017 laufen – Anmeldungen ab sofort möglich

 

lkw Wittmund. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund erinnert daran, dass die diesjährige Frühjahrsputzaktion im Kreisgebiet am 24. (Freitag) und 25. März (Sonnabend) durchgeführt wird. Die Städte und Gemeinden bitten deshalb alle Schulen, Vereine, Verbände und Privatpersonen, die sich an dieser Putzaktion beteiligen wollen, sich bis zum 10. März anzumelden, damit die Koordination im Detail vorgeplant werden kann. Für die Sammlung werden den Aktiven - wie gewohnt – die benötigten Abfallsäcke in gewünschter Anzahl seitens der Behörden zur Verfügung gestellt.

Die Eigensicherung insbesondere durch das Tragen von Handschuhen muss von jedem der Teilnehmer eigenverantwortlich beachtet werden, darauf wird an dieser Stelle hingewiesen.

Folgende Ansprechpartner bei der Stadt Wittmund und den Gemeinden im Landkreis Wittmund nehmen die Anmeldungen für den Frühjahrsputz entgegen:

Stadt Wittmund - Frau Kerls 04462/931-123; Samtgemeinde Esens - Frau Emken 04971/206-42; Samtgemeinde Holtriem - Herr Janssen 04975/9193-17; Gemeinde Friedeburg Herr - Renken 04465/806-59.

Allen Müllsammlern, die erneut mithelfen wollen, die Straßen, Plätze, Gräben und Wege in ihrer Umgebung und die freie Landschaft sauber zu halten, gilt seitens der Organisatoren beim Landkreis Wittmund und den Kommunen schon jetzt ein großes Dankeschön.

Weiterführende Informationen zur Abfallwirtschaft und zur Entsorgung von Abfällen erhalten Sie beim Landkreis Wittmund unter der Telefonnummer 04462/86-1230 oder im Internet unter www.abfallwirtschaft.wittmund.de.

 
PM Nr. 11/2017 zum Thema Windkraft im Kreisgebiet - Mittwoch, 1. März 2017

Verwaltungsgericht: Kein Baustopp für Windpark Utarp-Ost

 

lkw Wittmund. Nachbarn des Windparks Utarp-Ost sind vor Gericht mit ihrem Versuch gescheitert, den Bau des Windparks Utarp-Ost aufzuhalten. Das teilt die Wittmunder  Kreisverwaltung mit.

Die Bürger hatten in der Aufbauphase Widerspruch und Klage gegen den im Frühjahr 2016 erteilten Genehmigungsbescheid des Landkreises Wittmund für diesen Windpark erhoben. Aufgrund der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs hätten die Arbeiten im Windpark Utarp-Ost eingestellt werden müssen.

Der Landkreis gab dem Antrag der Betreibergesellschaft statt, durch Anordnung der sofortigen Vollziehung des Genehmigungsbescheides den Weiterbau der Windkraftanlagen (WEA) zu ermöglichen. Hiergegen richteten sich die klagenden Nachbarn und beantragten beim Verwaltungsgericht Oldenburg, die aufschiebende Wirkung ihrer Klage wiederherzustellen, um einen Baustopp zu erreichen.

Die Oldenburger Verwaltungsrichter haben diesen Antrag nun abgewiesen, weil sie ihn für unzulässig halten. Die klagenden Nachbarn wohnen mehr als einen Kilometern vom betreffenden Windpark entfernt. Bei einer solchen Entfernung seien optisch bedrückende Wirkungen nicht mehr anzunehmen, so die Argumentation des Gerichts. Weiterhin lägen die Wohnhäuser außerhalb des Einwirkungsbereichs der von den WEA ausgehenden Geräuschen. Von Schattenwurf durch die umstrittenen WEA seien sie auch nicht betroffen, weil der Schatten der WEA nicht bis zu ihren Grundstücken reichen werde.

Ebensowenig konnten die Nachbarn einen Baustopp dadurch erwirken, dass sie sich auf Verstöße gegen Vorschriften, die bei der Frage der Umweltverträglichkeit zu beachten sind, berufen können. Eine Klagemöglichkeit auf diesem Wege setzt voraus, dass sie zumindest eine theoretische eigene Betroffenheit darlegen können. Weil sie von den strittigen Anlagen nach Überzeugung des Gerichts jedoch nicht betroffen sind, ist ihnen diese Möglichkeit verwehrt.

Auch wenn der Bau und der Betrieb der Anlagen nun weitergehen kann, ist das Verfahren hiermit jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen, weil es sich hier nur um ein sogenanntes vorläufiges Rechtsschutzverfahren handelte. Das Hauptsacheverfahren, also die eigentliche Klage gegen den Windpark, ist formal damit aber noch nicht beendet.

Allerdings hat sich das Gericht, obwohl es sich nur um ein vorläufiges Rechtsschutzverfahren handelt, sehr ausgiebig mit der vielfach infrage gestellten Anwendung der Technischen Anleitung-Lärm (TA-Lärm) und der Infraschall-Thematik auseinandergesetzt. Es hat sich letztlich den zahlreichen Entscheidungen bundesweit anderer Gerichte angeschlossen, die die TA-Lärm einschließlich. bestimmter Normen und Leitlinien auch für Windenergieanlagen als anwendbar ansehen. Auch bei der Frage, wie schädlich Infraschall ist, hat es sich der ständigen Rechtsprechung angeschlossen. Unter Berufung auf Untersuchungen des Landesumweltamtes Baden-Württemberg läge von Windenergieanlagen ausgehender Infraschall bereits, bei wesentlich geringeren Abständen zu Wohnhäusern als im Fall der klagenden Nachbarn des Windparks Utarp-Ost, unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Dies führe nach dem bisherigen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht zu Gesundheitsgefahren.

Östlich der Kreisstraße 4 (Utarp-Roggenstede) stehen jetzt die drei Anlagen des Typs E-115 (Hersteller Enercon) und haben inzwischen den Betrieb aufgenommen. 
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