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PM Nr. 111/2020 zum Thema Schülerverkehr - Mittwoch, 21. Oktober 2020

Start nach den Herbstferien: Busunternehmen richtet drei Verstärkerbusse für Schüler ein

Fahrzeitenänderungen im Bereich Eggelingen und Ardorf/Collrunge

lkw Wittmund. Im Rahmen einer Eilentscheidung hat der Landkreis Wittmund jetzt auf Elternbeschwerden reagiert. Nach den Herbstferien wird die Hermann Edzards GmbH (Esens) im Landkreis drei Verstärkerbusse einsetzen. Fahren werden diese, nach einer vorherigen Bedarfsanalyse, auf diesen Linien:

* Zur Realschule Dornum aus Utarp-Westerholt: morgens sowie nach der 6. Unterrichtsstunde am Nachmittag
* Morgendliche Anfahrt Uppum-Holtgast-Esens: Trennung der Schülerströme zur Grundschule Holtgast und den weiterführenden Schulen in Esens
* Friedeburg – Wiesmoor: morgens

Für den Landkreis Wittmund entstehen durch das zusätzliche Busangebot Zusatzkosten in Höhe von insgesamt rund 38.000 Euro, die bereitgestellt werden.  

Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 gab es im Hinblick auf die bestehenden behördlichen Vorgaben zur Corona-Pandemie  vermehrt Beschwerden von Eltern über angeblich zu volle Busse, insbesondere in den morgendlichen Beförderungsspitzen. Anfang September fand hierzu ein Gespräch zwischen Vertretern des Landkreises, dem Kreiselternrat und den Verkehrsunternehmen statt. Als Fazit wurden die Verkehrsunternehmen aufgefordert, eine Bedarfsanalyse für den Einsatz von gezielten Verstärkerbussen durchzuführen. Die Zählergebnisse liegen vor. Sie wurden von der Fachabteilung zusammen mit der  Hermann Edzards GmbH ausgewertet.

Auf einigen Relationen hatte die Hermann Edzards GmbH bereits kurzfristig reagieren können und die Fahrzeugkapazitäten erhöht. In diesen Fällen erreichten die Fachabteilung auch keine weiteren Beschwerden mehr. Durch die genannten Maßnahmen entstehen dem Landkreis keine Kosten.

Die Verstärkerfahrten sollten zunächst für die Zeit der geltenden Corona-Hygienevorgaben, längstens aber bis zu den Osterferien 2021, eingerichtet werden. Die Hermann Edzards GmbH stellt die Fahrzeuge dafür aus dem eigenen Fuhrpark.

Mit den Verkehrsunternehmen wurden außerdem weitere Szenarien für gestaffelte Unterrichtsbeginn- und -endzeiten erörtert. Ergebnis war, dass zusätzliche flächendeckende An- und Abfahrten durchführbar sind. Damit kann den Schulen eine Entzerrung angeboten werden. Die Nutzung dieser Alternative ist von der innerschulischen Organisation abhängig und bedarf, sollte die Entwicklung der Pandemie derartige Anpassungen erfordern, vorab einer Abstimmung mit den Schulleitungen.
 
Bauarbeiten K21 /
Änderungen der Linien 344 sowie 334
Aufgrund von Bauarbeiten und der Vollsperrung der K 21 zwischen Wittmund und Eggelingen (Landkreis informierte) verändern sich die Fahrtzeiten in Richtung Wittmund.  
Der durch den Landkreis WTM organisierte Zubringer zum Linienbus nach Esens verkehrt ab dem 26.10.2020 bereits um 6:35 Uhr ab Eggelingen. Die Abfahrtszeiten der Rückfahrten ab Wittmund verändern sich nicht, jedoch verlängern sich die Fahrtzeiten bis Eggelingen entsprechend.
   
Die Hermann Edzards GmbH teilt mit, dass sich aufgrund der Sperrung auch die Fahrzeiten der Linie 344 ändern. Die neuen Abfahrtszeiten ab Toquard sind um 7:02 Uhr und 7:47 Uhr, ab Eggelingen um 7:04 Uhr und 7:49 Uhr. Am Mittag verkehrt der Bus vom Kindergarten/Grundschule 5 Minuten früher (Kaserne 12:16 Uhr, Schulzentrum 12:25 Uhr, Goethestr. 12:27 Uhr).
Der Ersatzfahrplan der Linie 344 kann auf www.edzards-reisen.de eingesehen werden. Weitere Auskünfte erteilt die Hermann Edzards GmbH unter 04971/9258-0.

Ebenfalls wurden auf der Linie 334 (Ardorf – Friedeburg) die Fahrzeiten geringfügig angepasst. Die neuen Fahrzeiten sind: Heglitz 6:53 Uhr, Ardorf 6:56 Uhr, Borgholt 6:57 Uhr, Collrunge, Trafo 6:58 Uhr, Collrunge, Abzw. 6:59 Uhr und Schultenhausen 7:03 Uhr. Ab Wiesedermeer bleiben die Fahrzeiten unverändert. Bitte beachten Sie auch die Fahrplanaushänge an den Haltestellen, bittet die Kreisverwaltung.

 

PM Nr. 110/2020 zum Thema Abfallwirtschaft - Mittwoch, 21. Oktober 2020

Gebündelter Baum- und Strauchschnitt wird wieder zum Nulltarif abgefahren

Eine Alternative zum verspäteten Osterfeuer

lkw Wittmund. In der Zeit vom 2. bis zum 13. November wird im Wittmunder Kreisgebiet wieder der Baum- und Strauchschnitt kostenlos von den vom Landkreis eingesetzten Sammelfahrzeugen mitgenommen. Darauf macht die Abfallwirtschaft bei der Kreisverwaltung aufmerksam. Die jeweiligen Abfuhrtermine können die Kreisbewohner dem gültigen Abfuhrplan 2020 entnehmen, bzw. sie stehen auch im Internet unter www.abfallwirtschaft.wittmund.de verzeichnet.

Der Fachbereich Umwelt beim Landkreis Wittmund weist zudem auf die generelle Problematik des Verbrennens pflanzlicher Abfälle hin. So verbrenne nasses oder zu frisches Holz nur unvollkommen und belaste die Luft durch starke Rußbildung, aber auch durch die Emission von Kohlenmonoxid, -dioxid und anderen Kohlenwasserstoffen. Hinzu komme eine Gefährdung von kleinen Säugetieren und Amphibien, die das bereits zu Ostern aufgeschichtete Brauchtumsfeuer als Versteckmöglichkeit nutzten. Den Angaben des Landkreises zufolge ist eine Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt durch die kostenlose Strauchschnittabfuhr die bessere Lösung.

Privathaushalte haben somit, neben der Bereitstellung zur Sonderabfuhr, außerdem die Möglichkeit, Ast- und Strauchwerk bis zu einer Menge von 2 cbm kostenlos an der Deponie in Wiefels für die Kompostierung abzuliefern.

Auch kann zerkleinertes Ast- und Strauchwerk über die Biotonne oder über die zusätzlichen Biomüllsäcke einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden.
Die Abfallberatung weist die Bürger weiter darauf hin, dass der Strauchschnitt mit einem verrottbaren Bindfaden (bitte zum Zusammenbinden keinen Draht und  kein Kunststoff verwenden) gebündelt sein muss. Diese einzelnen Bündel dürfen nicht mehr als 35 Kilogramm wiegen und sollten eine Länge von 2 Metern nicht überschreiten, da sie von Mitarbeitern per Hand aufgenommen werden müssen. Der Durchmesser der Äste darf ebenfalls nicht größer als 15 Zentimeter sein.
Gartenabfälle wie Gras, Moos, Laub und Heckenschnitt (in Säcken) werden bei der Baum- und Strauchschnittabfuhr nicht eingesammelt. Der Baum- und Strauchschnitt sollte zudem am jeweiligen Abfuhrtag bereits morgens um 6 Uhr am Straßenrand bereitliegen.

Da es nicht verhindert werden kann, dass nach der Abfuhr durch die beauftragten Unternehmen Kleinteile des Materials an Ort und Stelle zurückbleiben, werden die Gartenbesitzer gebeten, die Straßen und Gehwege anschließend wieder zu reinigen.
Weitere Informationen zu diesem und allen anderen Themen der Abfallwirtschaft erhalten Sie beim Landkreis Wittmund unter den Telefonnummern 04462/86-1230 bzw. -1252 oder im Internet unter www.abfallwirtschaft.wittmund.de .

 

PM Nr. 109/2020 zum Thema Infrastruktur - Dienstag, 20. Oktober 2020

Der Ausbau der Kreisstraße 4 verzögert sich weiter wg. des schwierigen Untergrundes

Die Vollsperrung wird bis Ende November verlängert

lkw Wittmund.  Die Fahrbahn der Kreisstraße 4 im Bereich Utarp bis zur Kreisgrenze (Richtung Roggenstede) wird derzeit umfassend erneuert, der Ausbau kommt allerdings wegen des schwierigen Untergrundes – hier muss unvorhergesehen in größerem Umfang nasse Erde ausgetauscht werden – nicht wie geplant voran. Darauf weist die Wittmunder Kreisverwaltung noch einmal hin. Denn im Zuge der Bauarbeiten wird die Vollsperrung der Fahrbahn bis Ende November verlängert. Die Probleme treten im weiteren Vollausbau im Bereich der "freien Strecke" bis zur Kreisgrenze (LK Aurich) auf. Die vor den Herbstferien getroffenen Regelungen für die Schülerbeförderung und den Linienverkehr gelten bis Ende November weiter. Damit ist die Schülerbeförderung nach den auslaufenden Herbstferien weiterhin gewährleistet. Aufgrund der Bauarbeiten kann es jedoch auf allen Linien zu leichten Verspätungen kommen, darauf weist der Landkreis hin.

 

PM Nr. 108/2020 zum Thema Abfallwirtschaft; hier: Service-Hinweis - Dienstag, 20. Oktober 2020

Müllabfuhr: Leerung der Saisontonnen läuft Ende Oktober diesen Jahres aus

lkw Wittmund. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund weist darauf hin, dass die angemeldeten Saisontonnen für den Rest- bzw. den Bioabfall noch bis Ende des Monats Oktober an den jeweiligen Abfuhrterminen zur Leerung bereitgestellt werden können. Mit Ablauf des Monats Oktober endet die Saison und die Leerung läuft aus. Ab dem 1. April des kommenden Jahres können diese Tonnen dann wieder genutzt werden, heißt es aus der Kreisbehörde. Weitere Fragen dazu sowie zu allen anderen Themen der Abfallwirtschaft werden während der Bürozeiten der Kreisverwaltung unter Telefon 04462/86-1230 bzw. dem Anschluss -1252 beantwortet.

 

 

PM Nr. 107/2020 zum Thema laufende Corona-Pandemie - Dienstag, 20. Oktober 2020

Alters- und Ehejubiläen: Liebgewonnen Tradition wird zunächst eingestellt

lkw Wittmund. Die  kreisangehörigen Gemeinden und der Landkreis Wittmund selbst haben sich darauf verständigt, die Besuche ihrer Vertreter bei den zahlreichen Ehe- und Altersjubiläen im Kreisgebiet mit sofortiger Wirkung wieder einzustellen. Diese Einschränkung hatte es bereits im Frühjahr bei Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gegeben. Die Samtgemeinde Holtriem wägt derzeit das weitere Vorgehen noch ab.

„Die Gesundheit aller geht vor. Verzichtbare Risiken wollen wir auf absehbare Zeit nicht eingehen“, wirbt Landrat Holger Heymann um Verständnis. So wie er denken auch viele andere Bürgermeister und Verwaltungschefs im Kreisgebiet. Heymann betont: „Ich schätze die uns allen liebgewonnene Tradition der Besuche bei runden Geburtstagen und Ehejubiläen, wo man den Bürgern sehr nah sein kann. Aber ich sehe auch, dass man sich bei diesen Anlässen kaum aus dem Weg gehen kann. Ich gehe auch davon aus, dass auch unsere – meist älteren – Jubilare Verständnis haben, wenn der Landrat und der Bürgermeister, die Bürgermeisterin in diesen Zeiten nicht zu ihnen ins Haus kommen“.

 

PM Nr. 98/2020 zum Nachholtermin für die Osterfeuer im Landkreis am 24.10. - Dienstag, 20. Oktober 2020

Kreisweiter Termin für Brauchtumsfeuer ist an viele Regeln geknüpft

lkw Wittmund. Die Kreisverwaltung Wittmund erinnert daran, dass am Sonnabend (24. Oktober) der Nachholtermin für das „ausgefallene“ Osterfeuer ist. Darauf hatten  sich der Landkreis und die Kommunen verständigt. Ausnahmsweise dürfen im Zeitkorridor zwischen 10 und 17 Uhr im Kreisgebiet Traditionsfeuer abgebrannt werden. Zum Schutz von Tieren sind Brennhaufen erst kurz vor dem Anzünden aufzusetzen. Neue Haufen dürfen dafür nicht gebildet werden, ebenso wenig darf zusätzliches Brennmaterial angeliefert werden, auch wenn es geeignet wäre. Auf die Festlegung des Termins im Spätherbst hatten sich die Handelnden mit den Vertretern der Landwirtschaft seinerzeit im Frühjahr 2020 geeinigt, als man sich mit den Auswirkungen der Coronavirus-Infektion konfrontiert sah und die damals geltenden Landesverordnungen keinen Spielraum für Treffen an Traditionsfeuern ließen.

Für die Landwirte ist der Termin optimal, da dann die Ernte überwiegend eingefahren sein wird. Nach wie vor gilt die derzeitige Landesverordnung in Niedersachsen: Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit dürfen nicht mehr als 10 Personen umfassen. Hiervon gibt es nur wenige Ausnahmen, z.B. bei Angehörigen aus einem oder einem weiteren Haushalt, dann können sich auch mehr Personen treffen. Diese Regelung empfiehlt der Landkreis ausdrücklich auch für die Feuer in diesem Jahr und weist darauf hin.

Anmeldungen für die Feuer im Landkreis Wittmund nehmen die Samtgemeinden Holtriem und Esens sowie die Gemeinde Langeoog entgegen. Keine Anmeldepflicht besteht jeweils in der Stadt Wittmund und in der Gemeinde Friedeburg. In der Gemeinde Spiekeroog findet dieses Jahr gar kein nachgeholtes „Osterfeuer“ statt.

Das Abbrennen der Brauchtumsfeuer im Landkreis Wittmund ist an Regeln geknüpft, die zu beachten sind: So sind nur Feuer zulässig, die der Brauchtumspflege dienen. Das umsichtige Abbrennen schließt die sorgfältige Standortwahl ein. Die Nachbarschaft oder die Allgemeinheit darf durch das Abbrennen nicht gefährdet oder erheblich belästigt werden. Belange des Tierschutzes und des Naturschutzes sind ebenfalls zu berücksichtigen. Wallhecken, geschützte Biotope (z. B. Röhrichte, Uferbereiche) dürfen weder durch das Feuer selbst, noch durch die Veranstaltung beeinträchtigt werden. Ferner dürfen Brauchtumsfeuer im Bereich von Naturdenkmälern und geschützten Landschaftsteilen und auf moorigem Untergrund nicht angezündet werden.
Es wird ferner darauf hingewiesen, dass nur trockene Pflanzenreste sowie Baum- und Strauchschnitt als Brauchtumsfeuer verbrannt werden dürfen. Altholz wie Türen, Schränke usw., Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch andere Abfälle sind als Brennmaterial strikt verboten. Die untere Abfallbehörde des Landkreises Wittmund und auch die Polizeiinspektion Wittmund werden deshalb Kontrollen, sowohl im Vorfeld als auch danach, durchführen.
Zum Schutz von Tieren sind Brennhaufen erst kurz vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten. Es besteht die Gefahr, dass Vögel, Igel und andere Kleintiere, die aufgeschichtetes Brennmaterial als Versteck nutzen, nicht mehr rechtzeitig fliehen können, verbrennen oder Brandverletzungen erleiden. Auch im Herbst bieten entsprechende Haufwerke ideale Bedingungen als Habitat für viele Lebewesen.
Die Kreisverwaltung gibt einige Sicherheitshinweise: Halten Sie wegen Rauch und Hitze ausreichende Sicherheitsabstände ein (z. B. mindestens 100 Meter von Wohngebäuden, mindestens 50 Meter von öffentlichen Verkehrsflächen etc.) wobei die Windrichtung stets zu berücksichtigen ist. Vorsicht beim Anzünden. Brandbeschleuniger sind nicht zulässig. Zum Entzünden eignet sich trockenes Stroh oder Reisig. Brauchtumsfeuer dürfen bei starker Trockenheit oder starkem Wind nicht entzündet werden. Entsprechende Trockenheit kann durchaus auch im Herbst herrschen. Starke Trockenheit liegt ab Waldbrandgefahrenstufe 4 vor (amtliche Informationen sind unter www.dwd.de/waldbrand erhältlich). Starker Wind liegt bei deutlicher Bewegung von armstarken Ästen an Bäumen vor. Halten Sie eine ausreichende Zufahrt für die Feuerwehr und Rettungsdienste frei (d. h. einen Fahrweg von mind. 3,50 m Breite). Sollte Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren.
Das Brauchtumsfeuer muss grundsätzlich von Erwachsenen beaufsichtigt werden. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie auf kleine Kinder auf. Sie unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr. Werden Personen belästigt oder Unregelmäßigkeiten bei der Beschaffenheit des Brauchtumsfeuers festgestellt, muss der Verantwortliche nicht nur mit einem Feuerverbot, sondern zudem mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Für den Fall, dass angemeldete Brauchtumsfeuer wegen schlechter Witterungsverhältnisse nicht abgebrannt werden können, ist es nicht möglich, diese nachzuholen. Dann sind die Entsorgungsmöglichkeiten für Grünabfälle zu nutzen.

 

 

PM Nr. 106/2020 zum Thema Landwirtschaft im Landkreis Wittmund - Donnerstag, 15. Oktober 2020

Landwirte: Müssen uns keine Sorgen machen, aber wir müssen uns kümmern

lkw Wittmund. Die liebevoll gebundene große Erntekrone, in Handarbeit gefertigt von Mitgliedern des Landwirtschaftlichen Zweigvereins Horsten, verströmt seit gestern (13.10.) im Wittmunder Kreishaus den Duft nach frisch geerntetem Getreide. Kreisbedienstete und Besucher werden so daran erinnert, dass die Landwirtschaft als Wirtschaftszweig unverzichtbar zum Landkreis dazu gehört. Nach der Tradition folgte, wie seit Jahren üblich, ein interner Austausch in die Wittmunder „Residenz“. Der historische Saal im Kreishaus ist derzeit tabu für größere Versammlungen, auch vor der Tradition macht das drohende Coronavirus keinen Halt.
Kreislandvolk-Vorsitzender Günter Lüken als Gastgeber begrüßte Landrat Holger Heymann und einige seiner Mitarbeiter in der Landwirte-Runde. Mit dem Landvolkvorstand sowie Vertretern der Zweigvereine des LHV Wittmund und dem Kreislandfrauen-Vorstand wurden aktuelle Themen beleuchtet. Lüken lobte das Miteinander von Landwirten und Kreisverwaltung und erklärte zur Lage: „Wir müssen uns keine Sorgen machen, aber wir müssen uns kümmern“. Die Bauern wirtschafteten in der Kulturlandschaft, daher funktioniere der Arten- und Naturschutz im Landkreis nur mit den Landwirten, nicht gegen sie.

Imke Janssen, Vorsitzende der Landfrauen, appellierte an die Anwesenden, die Verbraucher weiter konsequent über den Wert der überwiegend von Bauern produzierten Lebensmittel aufzuklären sowie über die Art, wie man wirtschafte. Sie warb für die Petition zur Aufnahme des Schulfachs Alltagsökonomie in die Lehrpläne des Landes.
Landrat Holger Heymann erneuerte das Gesprächsangebot der Verwaltung an die Landwirte. Man halte den „direkten Draht“ trotz Coronavirus und nutze die dem Kreis zur Verfügung stehenden „Stellschrauben“, um das gute Miteinander bei der Bewältigung der Probleme und drängenden Fragen aufrecht zu erhalten.
LHV-Präsident Manfred Tannen erklärte, die goldgelben Ähren der Erntekrone deuteten auf ein gutes Erntejahr im Harlingerland hin. Die Grundfuttersituation in Deutschland habe sich gegenüber den  letzten beiden Jahren deutlich verbessert. Ostfriesland sei in Niedersachsen ohnehin eine „Gunstregion“, wenn man an die Niederschläge denke. Er erkenne trotz stockender Lieferketten auf den Sorgen-Märkten, etwa bei den Schweinen,  und trotz der angespannten Liquidität in manchen Betrieben derzeit positive Tendenzen.
Weitere Ausführungen gab es von Ordnungsamtsleiter Uwe Hinrichs, der kurz auf die wichtige Arbeit des nicht-öffentlich tagenden Grundstücksverkehrsausschusses blickte. Finn Ahrens (Untere Naturschutzbehörde) machte Ausführungen zum Management von Kompensationsflächen. Er warb für das Wallheckenpflegeprogramm Ostfriesland, machte auch auf Zuschussmöglichkeiten aufmerksam. Dr. Norbert Heising, der Geschäftsführer des Zweckverbands Veterinäramt JadeWeser, ging auf die aktuelle Situation bei der Afrikanischen  Schweinepest (ASP) ein und beleuchtete kurz Themen wie die Weideschlachtung und die Lebendvieh-Exporte. Sich verändernde Rahmenbedingungen aus dem Baurecht sprach Dirk Gronewold aus dem Bauamt des Landkreises an. Er riet, bei landwirtschaftlichen Vorhaben frühzeitig die Baubehörde des Landkreises zwecks Beratung einzuschalten.

 

PM Nr. 105/2020 zum Thema Infrastrukturmaßnahmen im Landkreis Wittmund - Donnerstag, 15. Oktober 2020

Kreisstraße 21 wegen Brückenneubau für vier Monate voll gesperrt

Marode Brücke über die Hundshammsleide wird durch Neubau ersetzt – Fertigstellung für den Monat März 2021 vorgesehen

lkw Wittmund. Auf der Kreisstraße 21 in Eggelingen (Wittmund) ist ab dem nächsten Montag, 19. Oktober, für Verkehrsteilnehmer mit ersten Behinderungen zu rechnen. Ursache sind die beginnenden Bauarbeiten für den Brückenneubau über die Hundshammsleide in Eggelingen. Dies teilen die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich und der Landkreis Wittmund mit. Für die Durchführung der Bauarbeiten ist eine auf rund vier Monate ausgelegte Vollsperrung der K21 im Baustellenbereich erforderlich. Der Fuß- und Radweg bleibt während der Bauzeit befahrbar bzw. begehbar.
Das vorhandene Brückenbauwerk weist erhebliche Mängel auf, deren Sanierung unwirtschaftlich wäre und einen Ersatzneubau erforderlich gemacht hat. Die neue Brücke ist technisch betrachtet als Einfeld-Bauwerk vorgesehen. Um die Bauzeit zu verkürzen, ist nach dem Abbruch der alten Brücke für den Überbau der neuen der Einbau von Halbfertigteilen mit Ortbetonergänzung vorgesehen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Anfang des Monats März 2021  andauern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind allerdings möglich, darauf weisen die Behörden hin.
Den Auftrag für die rund 730.000 Euro teure Maßnahme hat das Unternehmen Hofschröer (Lingen) bekommen. Gefördert wird der Brückenneubau durch Landesmittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz in Höhe von 438.000 Euro. Der Landkreis Wittmund stellt Eigenmittel in der Höhe von 292.000 Euro bereit. Die Arbeiten erfolgen unter der Vollsperrung der Kreisstraße 21 mit weiträumigen Umleitungsempfehlungen für den Durchgangsverkehr in dem Gebiet.

 

PM Nr. 104/2020 zum Thema Märkte - Donnerstag, 15. Oktober 2020

Absage des Carolinensieler Wintermarktes wird von Organisatoren bedauert

Kreisverwaltung betont: Organisatoren von Märkten müssen Hygienekonzept beim Gesundheitsamt vorlegen und Zulassung beantragen

lkw Wittmund. Am vergangenen Donnerstag (8. Oktober) haben sich Landrat Holger Heymann sowie Kreis-Vertreter aus den Gesundheits- und  Ordnungsämtern mit dem Vorstand des Vereins ClinerWind e.V. getroffen, um über die Organisation des geplanten Carolinensieler Wintermarktes zu sprechen. Im Vorfeld hatte der Verein dem Landkreis ein umfangreiches Hygienekonzept vorgelegt. „Der Verein hatte sich viele Gedanken gemacht und dabei große Mühe gegeben“, lobt Landrat Heymann. Das Konzept sei gut durchdacht gewesen. Jedoch sei es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten am Hafen nicht möglich, den Zutritt potentieller Besucher und damit auch eine Begrenzung der Besucher auf dem Markt einwandfrei zu steuern. „Daher wurde gemeinsam entschieden, dass der Wintermarkt in diesem Jahr unter den notwendigen Bedingungen nicht stattfinden kann. Die Verantwortung für den Verein wäre zu groß“, unterstreicht Vorsitzender Simon Lübben die Bemühungen, die Absage zu verhindern. Aber man habe Verständnis für die Behörden, die sich bemühten, in der andauernden Corona-Pandemie ein Mindestmaß von menschlichem Miteinander möglich zu machen.

Auch mit dem Blick auf andere geplante Märkte erklärt die Wittmunder Kreisverwaltung daher: Möchte jemand in diesem Jahr einen Markt veranstalten, muss er ein Hygienekonzept beim Landkreis Wittmund einreichen und hiermit die Zulassung des Marktes beantragen.
Das Gesundheitsamt des Landkreises appelliert auch an alle anderen potentiellen Winter- und Weihnachtsmarkt-Organisatoren, dass in diesem Jahr auf die klassische Ansammlung von Bratwurst- und Glühweinbuden verzichtet werden sollte. Das gemütliche Beisammensein meist auf engem Raum, genau das sei leider zum Wohle und Schutz aller in diesem Jahr nicht möglich.

 

PM Nr. 103/2020 zum Thema laufende Coronakrise / hier: Empfehlungen - Donnerstag, 15. Oktober 2020

Klare Regeln aus dem Krisenstab für Planungen zum Martinilaufen

lkw Wittmund. Die kommunalen Spitzen und der Corona-Krisenstab (SAE) beim Landkreis Wittmund haben sich auf klare Regeln für das in Ostfriesland so beliebte Martinilaufen geeinigt. Das sind die abgestimmten Empfehlungen der hiesigen Behörden im Detail:
- Die Martinisänger können wie gewohnt von Haus zu Haus ziehen
- Singen Kinder aus mehreren Haushalten gemeinsam, sind die geltenden Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln einzuhalten
o Höchstens 2 Hausstände oder höchstens 10 Personen gemeinsam
o Der geforderte Abstand zwischen den Singenden und den Zuhörern muss jederzeit eingehalten werden
- Es wird empfohlen, dass die Martinisänger vor der Haustür in ausreichend Abstand singen und nicht im Haus
- Werden die Martinisänger dann noch hineingebeten, sollten von allen die Masken getragen werden
- Bei Besuchen von Einzelhandelsgeschäften sind die dort geltenden Regeln zu beachten, also immer Abstand und Schutzmasken für die Martinisänger
- Kindergärten und Schulen können ein gemeinsames Singen unter den im Kindergarten oder in der Schule sonst auch einzuhaltenden Regeln stattfinden lassen
- Vereine und sonstige Organisationen können Gruppenaktionen nur dann veranstalten, wenn die Gruppe unter den sonst zu beachtenden Regeln in der Vereinsstätte zusammenkommt

 

PM Nr. 102/2020 zum Thema Windkraft - Donnerstag, 15. Oktober 2020

Norderland bietet für Anlage Reduzierung bei störenden Mitwindsituationen an

Einwendungen im laufenden Genehmigungsverfahren wurden bei Behördentermin dargestellt und erörtert

lkw Wittmund. Mit Landrat Holger Heymann als Sitzungsleiter hat am vergangenen Donnerstagabend (8.10.20) in der Aula der Oberschule Westerholt der vorgeschriebene Erörterungstermin im Genehmigungsverfahren zur Erweiterung des Nachtbetriebs  von vier Windenergieanlagen im Windpark Südmoor, Samtgemeinde Holtriem (Gemarkung Neuschoo), stattgefunden. Beantragt hatte die Ausweitung des Anlagenbetriebs der seit 2017 laufenden Anlagen die Firma Windpark Norderland GmbH & Co. KG Blomberg/Neuschoo I. An dem Abend waren zehn Einwender persönlich anwesend. Mit ihnen wurden die schriftlich vorliegenden Einwände – insgesamt rund 25 - umfassend erörtert. Dabei waren auch zwei Vertreter der Firma Norderland sowie ein Vertreter des beauftragten Gutachterbüros IEL GmbH (Aurich) zu den Schallprognosen.
In einem nächsten Schritt wird die Kreisverwaltung  nach Erstellung des Protokolls zum Erörterungstermin die Einwendungen rechtlich bewerten und auf dieser Grundlage eine Entscheidung treffen. Diese wird im Amtsblatt für den Landkreis Wittmund bekannt gemacht.

Die Norderland-Firmenvertreter hatten an dem Abend ihren vorliegenden Antrag erweitert um die Aussage, eine der vier Anlagen (N1) bei besonderen Mitwind-Situationen freiwillig zu drosseln, um für Anwohner störenden Lärm zu reduzieren.
Auf einen weiteren Erörterungstermin am Mittwoch, 11.11.2020, um 16 Uhr ebenfalls in der Aula der Oberschule Westerholt wird  noch einmal gesondert hingewiesen. An diesem Termin wird der Antrag der Firma Windpark Norderland GmbH & Co. KG Ochtersum I-III für die Leistungserhöhung des Nachtbetriebes von zehn Windenergieanlagen im Windpark Ochtersum, Samtgemeinde Holtriem (Gemarkung West- und Ostochtersum) mit den Einwendern erörtert.

 

 

PM Nr. 100/2020 zum Thema Angebot „Elterntied“ - Donnerstag, 8. Oktober 2020

Eltern-Infoabend in Holtgast: Bewegung und Spielen sind wichtig für das Lernverhalten von Kindern

lkw Wittmund. Das Familien- und Kinderservicebüro des Landkreises Wittmund veranstaltet unter dem Namen „Elterntied“ einen Informationsabend für Eltern und Interessierte am 3. November 2020 um 19:30 Uhr in der „Haltestelle“ in Holtgast (Norder Landstraße 35, 26427 Holtgast). Der Abend findet in lockerer Atmosphäre, ganz unter dem Motto „Spiel, Spielen, bewegen, konzentrieren..“ statt. Die Ergotherapeutin Juliane Janssen referiert dann zum Thema Spiel, Spielen, Bewegen und Konzentrieren. Es werden Themen behandelt wie: Bewegung und Spielen ist wichtig für gutes, freies Lernen; Spiele für Kinder von ca. 4 bis 10 Jahren; kleine Anreize für Eltern: Alltagstaugliche Unterstützung, Hilfe für bessere Konzentration etc..
Aufgrund der aktuell andauernden Coronavirus-Pandemie muss die Teilnehmerzahl bei der Veranstaltung auf 25 Personen begrenzt werden. Teilnehmer sollten daran denken, ihren Mundschutz mitzubringen und zu tragen. Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Diese nimmt das Familien- und Kinderservicebüro ab sofort bis zum Freitag, 27.10.2020, unter der Telefonnummer 04462/861365 oder per Mail servicebuero@lk.wittmund.de an. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Unter dem Namen „Elterntied“ finden regelmäßig Veranstaltungen für Eltern und Interessierte stattfinden. Informationen entnehmen sie den Zeitungen und der Internetseite des Landkreises Wittmund. Bei Fragen ist das Familien- und Kinderservicebüro erreichbar.

 

PM Nr. 99/2020 zum Thema Sport-Angebot „Integration läuft“ - Mittwoch, 7. Oktober 2020

Abschluss der diesjährigen interkulturellen Woche im Landkreis Wittmund: Mehr als 300 Anmeldungen haben die Organisatorinnen positiv überrascht

lkw Wittmund. Am kommenden Wochenende (10./11. Oktober) bildet die Aktion „Integration läuft“ den Abschluss der diesjährigen Interkulturellen Woche im Landkreis. Über 300 Personen haben sich für diese Laufaktion angemeldet, sehr zur Freude der beiden Organisatorinnen Jenny Hähnel (KSB) und Nadja Pfister (Landkreis). Beide wurden positiv überrascht von der großen Resonanz und dem Interesse an der Aktion. Es liegen Anmeldungen aus dem gesamten Kreisgebiet, aber auch aus den Nachbarkreisen Friesland und Aurich vor. Es sind diesmal sogar Läufer aus einem anderen Bundesland dabei. 90 Prozent der Teilnehmenden werden jedoch tatsächlich in Wittmund, Friedeburg, Esens und auch weiteren nahegelegenen Ortschaften starten, fast überall kann man den Läufern und Walkern an diesem Wochenende begegnen.
Von den lokalen Einrichtungen im Kreisgebiet nimmt unter anderem die Werkstatt für behinderte Menschen Aurich-Wittmund gGmbH teil. Einige der WfbM- Läufer treffen sich am kommenden Sonntag (11.10.) um 10 Uhr in Burhafe um ab dort mit Abstand zusammen zu laufen.

Die Aktion „Integration läuft“ ist gemeinsam vom KreisSportBund Wittmund e.V. und der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Wittmund organisiert worden.

 

PM Nr. 97/2020 zum Thema Corona-Pandemie - Dienstag, 6. Oktober 2020

Landkreis und Polizei kündigen gemeinsame Corona-Kontrollen im ÖPNV an

lkw Wittmund/Esens. In Absprache mit dem Krisenstab des Landkreises Wittmund werden Mitarbeiter des Kreis-Ordnungsamtes gemeinsam mit Beamten des Wittmunder Polizeikommissariates sowie der Polizeistation Esens demnächst häufiger an Bushaltestellen im Kreisgebiet präsent sein, um auf das korrekte Verhalten zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie zu achten. Auslöser hierfür sind Beschwerden über einen zu laxen Umgang mit den geltenden Regeln, denen die Behörden nachgehen werden.
Im ersten Schritt werden diese Streifen zunächst auf beobachtete Verstöße aufmerksam machen und darauf dringen, die geltenden
A-H-A-Regeln (Abstand – Hygiene - Tragen von Mund-Nase-Bedeckung) tunlichst einzuhalten. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sollen bei Verstößen auch weitere Schritte unternommen werden. Das würde bedeuten, dass dann auch Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden, am Ende stünden dann gegebenenfalls – je nach Schwere des Verstoßes – Verwarn- oder auch Bußgelder. Darauf weisen die Wittmunder Kreisverwaltung und die Polizei hin.
Außerdem sind die beauftragten Busunternehmen von der Kreisverwaltung gebeten worden, zusätzliche Info-Poster zum Thema Corona an den Haltestellen/Busbahnhöfen im Kreisgebiet auszuhängen.

 

 

 

 

PM Nr. 96/2020 Sportstättenausbauprogramm des Landkreises - Dienstag, 29. September 2020

Sanierung des Wittmunder Stadions befindet sich auf der Zielgeraden

lkw Wittmund. Die Sanierung des Wittmunder Stadions befindet sich derzeit auf der Zielgeraden. Das teilt die Kreisverwaltung in Wittmund aktuell zum Baufortschritt mit. In rund einem Monat sollen die letzten Bauarbeiter abziehen, dann folgen die letzten Abnahmen.
Inzwischen sind auf der Sportplatzfläche die Tartan-Arbeiten abgeschlossen, ebenso die Linierungsarbeiten auf der Laufbahn, auf dem Multifunktionsfeld, beim Speerwurf und bei der Kugelstoßanlage. Die Spielfläche für den Fußball ist inzwischen eingesät worden und wächst der Jahreszeit entsprechend bereits an. Sie soll im nächsten Jahr für die Kicker spielbereit sein. Derzeit werden die letzten Pflasterflächen im Stadion hergestellt. Außerdem wird die Wallanlage für die endgültige Raseneinsaat vorbereitet.

Insgesamt dürfte die Sportplatzfläche mit der Rundlaufbahn und den Wallflächen  in etwa fünf bis sechs Wochen komplett fertiggestellt sein. Inzwischen sind auch die Hauptarbeiten am Aufenthalts- und Umkleidegebäude abgeschlossen, die Gebäudehülle ist geschlossen. Die Elektroarbeiten für die Inbetriebnahme sind abschließend vorbereitet. Das gilt auch für die Heizungs- und Sanitäranlagen, die für die Inbetriebnahme vorbereitet sind - die Heizung läuft. Die Fliesenarbeiten sind erledigt, ebenso der Trockenbau im Gebäude, wo gerade die Malerarbeiten angelaufen sind. Im Anschluss werden dort dann noch die Innentüren und Sanitärtrennwände eingebaut. Auch der Einbau einer Kleinküche im Schulungsraum steht unmittelbar bevor.

Die Vergabe der Inneneinrichtung für die Umkleidekabinen wird derzeit ausgewertet und die Vergabe an die Bieter vorbereitet. Insgesamt dürfte das Gebäude in seiner Gesamtheit in sechs bis sieben Wochen bezugsfertig sein. Im Anschluss erfolgen noch die Endabnahmen und die Abrechnung mit dem Fördergeber. Das Budget der Baumaßnahme liegt bei ca. 2,2 Millionen Euro, bei einer Förderung durch den Bund in der Höhe von 675.000 Euro. Fördergeber ist das beauftragte Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung  im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

 

 


 

 

 

PM 95/2020 zur Windkraft im Landkreis Wittmund / zwei Veranstaltungen - Dienstag, 29. September 2020

Zwei Erörterungstermine zum Nachtbetrieb mehrerer Windenergieanlagen

lkw Wittmund. Auf zwei in Kürze stattfindende Erörterungstermine  des Landkreises Wittmund weist die Kreisverwaltung hin. Es geht um zwei Erörterungsverfahren zu zwei Windparks im Kreisgebiet (Gemeinde Holtriem). Am Donnerstag, 8.10.2020, um 16 Uhr wird in der Aula der Oberschule Westerholt der Antrag der Firma Windpark Norderland GmbH & Co. KG Blomberg/Neuschoo I für die Änderung des Nachtbetriebes von vier Windenergieanlagen im Windpark Südmoor, Samtgemeinde Holtriem, Gemarkung Neuschoo mit den Einwendern erörtert. Die Bekanntmachung über den Erörterungstermin wird auch in der am 30.09.2020 erscheinenden nächsten Ausgabe des Amtsblattes für den Landkreis Wittmund veröffentlicht. Daneben erfolgt zeitnah auch eine Veröffentlichung über die Internet-Seite des Landkreises Wittmund www.landkreis-wittmund.de (Bekanntmachungen).
Aufgrund der Corona-Pandemie ist für die Teilnahme am Erörterungstermin eine Anmeldung per Email am die Adresse bauamt@lk.wittmund.de oder telefonisch (Durchwahl 04462- 861291) erforderlich.

Auf einen weiteren Erörterungstermin am Mittwoch, 11.11.2020, um 16 Uhr ebenfalls in der Aula der Oberschule Westerholt wird bereits jetzt, kurz vorher aber noch einmal gesondert hingewiesen. An diesem Termin wird der Antrag der Firma Windpark Norderland GmbH & Co. KG Ochtersum I-III für die Leistungserhöhung des Nachtbetriebes von zehn Windenergieanlagen im Windpark Ochtersum, Samtgemeinde Holtriem, Gemarkung West- und Ostochtersum mit den Einwendern erörtert.

Die Bekanntmachung hierzu wird in der am 30.10.2020 erscheinenden Ausgabe des Amtsblattes für den Landkreis Wittmund veröffentlicht. Auch hier erfolgt parallel zeitnah eine Veröffentlichung auf der Internet-Seite des Landkreises Wittmund, www.landkreis-wittmund.de (Bekanntmachungen). Eine Anmeldung zu diesem Termin ist ab dem 30.10.2020 möglich.

 

PM Nr. 94/2020 zur aktuellen Coronavirus-Pandemie - Dienstag, 29. September 2020

Appell aus dem Krisenstab des Kreises: Nur nicht leichtsinnig werden

lkw Wittmund. Mit Sorge betrachten der Corona-Krisenstab im Landkreis Wittmund und Landrat Holger Heymann die Entwicklung bei den aktuellen Corona-Infektionen allgemein und die ansteigenden Zahlen auch im Landkreis Wittmund. Daher der Appell
an die Bevölkerung, sich weiterhin strikt an die allgemeinen Vorgaben zur Kontaktbeschränkung zu halten. Insbesondere sollten im privaten Bereich derzeit Feiern, Feten und Zusammentreffen auf ein Mindestmaß und möglichst die eigenen Familien beschränkt bleiben. Landrat Heymann und das Gesundheitsamt empfehlen dabei Zurückhaltung und Maßhalten, weil derzeit die Analyse der Fallzahlen Hinweise liefert, dass positive Infektionen vor allem aus dem privaten Bereich stammen könnten.

Mit Blick etwa auf den relativ nahen Landkreis Cloppenburg, wo sich die Kreisspitze zu einschneidenden Maßnahmen und Regelungen bemüßigt sieht, heißt es in Wittmund: Beim Freizeitverhalten nicht fahrlässig die eigene Gesundheit und die anderer Kontaktpersonen aufs Spiel setzen, Zurückhaltung ist Trumpf, nicht leichtsinnig werden.

Polizei und Ordnungsbehörden wollen daher konsequent das Feiergeschehen im Landkreis Wittmund beobachten und gegebenenfalls einschreiten. Landrat Holger Heymann und Wittmunds Polizeichef Lars Zengler setzen auf die Einsichtsfähigkeit vor allem der jungen Leute: „Bitte haltet Euch zurück, denkt an die Eltern- und Großelterngeneration. Denkt an die Gesundheit anderer.“

 

PM 93/2020: Sportangebot bei Interkultureller Woche 2020 - Freitag, 25. September 2020

Mitlaufen, gesund bleiben und gemeinsam Zeichen der Toleranz setzen

Aufruf zum Mitmachen - Aktion „Integration läuft" im Sonderformat

lkw Wittmund. Am zweiten Oktober-Wochenende (10./11.10.20) ist es soweit: Dann lädt der KreisSportBund Wittmund in Kooperation mit dem Landkreis Wittmund alle Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen Lauf- und Walking-Aktion ein, um gemeinsam ein Zeichen für mehr Toleranz gegenüber anderen und gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Aufgrund der andauernden Covid-19-Pandemie findet die Aktion als Sonderformat diesmal im Rahmen eines „Virtual Run“ statt. Das heißt: Die Teilnehmenden können sich ihre Strecke sowie die Uhrzeit des Laufens dann selbst aussuchen. Drauf weisen die Wittmunder Kreisverwaltung und der KreisSportBund hin.

Frühaufsteher können somit beispielsweise um 8 Uhr morgens starten, anderen ist es vielleicht am Abend lieber. Je nach aktueller Vorgabe der dann geltenden Corona-Verordnung(en) ist es auch möglich, gemeinsam mit Freunden bzw. als Team zu laufen.
Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Menschen an diesem Wochenende für eine kleine (oder auch größere) Lauf-und Walkingstrecke zu motivieren. „Gemeinsam wollen wir uns für ein friedliches Miteinander stark machen und uns einmal mehr gegen Rassismus positionieren“, so heißt es bei den Organisatorinnen.

Bei der Anmeldung für die Aktion „Integration läuft“ erhält jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin ein kostenloses Startpaket, um sichtbar zu machen, wofür an diesem Tag die Turnschuhe geschnürt werden. Schnell sein lohnt sich: Denn die ersten 20 Anmeldungen erhalten noch die Möglichkeit, aus zwei tollen Artikeln auszuwählen. Wer den Veranstaltern im Nachgang ein Foto von sich und der Aktion für die Veröffentlichung übersendet, wird zusätzlich mit einem kleinen Dankeschön belohnt.

Alle Fakten zur Aktion im Überblick:

Veranstalter: KreisSportBund Wittmund e.V. und Koordinierungsstelle für  Migration und Teilhabe (Landkreis Wittmund). Unser niedersächsischer Projekt-Partner, der KSB Verden e.V., startet zeitgleich in diese Aktion.

Veranstaltungsort: Draußen an einem beliebigen Ort unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen. Aktionszeitraum: 10.10. und 11.10.2020

Anmeldungen und Fragen richten Sie bitte bis zum 01.10.2020 telefonisch oder per Mail an:
Jenny Hähnel (KreisSportBund Wittmund e.V.)
Email: sportreferentin-haehnel@ksb-friesland.de | Tel.: 04461-9183231 oder an
Nadja Pfister (Stelle für Migration und Teilhabe, Landkreis Wittmund)
Email: nadja.pfister@lk.wittmund.de

 

 

PM Nr. 92/2020 Info für Bauwillige - Freitag, 25. September 2020

Anhaltender Boom bei Bauanträgen führt zu längeren Bearbeitungszeiten

lkw Wittmund. Auf längere Bearbeitungszeiten müssen Bauherren sich derzeit bei Bauanträgen im Landkreis Wittmund einstellen. Bedingt durch eine Vielzahl an Anträgen dauert es derzeit länger bis zur Baugenehmigung. Hierauf weist das Bauamt der Kreisverwaltung in Wittmund aktuell hin. Der Bauboom sorge im Durchschnitt der letzten Jahre für 15 Prozent mehr Anträge, heißt es.
Nach wie vor gingen viele Anträge ein, so die Baubehörde. Auf Grund der Vielzahl könnten selbst recht einfache Bauvorhaben nicht zeitnah abgearbeitet werden. Ob bei einem Mehrfamilien-Wohnhaus oder nur bei einer Garage – bestimmte Prüfpunkte müssten bei allen Plänen systematisch abgearbeitet werden. Um allen Antragstellern gerecht zu werden, würde strikt nach Antragseingang abgearbeitet. Und in den allermeisten Fällen müssten zudem im Verfahren andere Ämter oder Behörden beteiligt werden, was das Verfahren aufwändiger mache.
Empfohlen wird daher zuallererst, bei einem Bauantrag sehr darauf zu achten, dass er auch vollständig ist. Denn auch alle für die Genehmigung erforderlichen Pläne und Nachweise sollten dabei sein. Ansonsten müsse vom Amt nachgefordert werden, was zu zusätzlichen Kosten führe. Vor allem aber würde es wertvolle Zeit kosten. Letztlich müssten sich die Antragsteller dennoch darauf einstellen, mindestens ein Vierteljahr auf die gewünschte Genehmigung warten zu müssen. Bei größeren Vorhaben gebe es einen höheren Prüf- und Abstimmungsaufwand, so dass es noch länger dauern könne.

 

 

PM Nr. 91/2020 Brauchtum Nachholtermin Osterfeuer - Mittwoch, 23. September 2020

Kreisweiter Termin für Brauchtumsfeuer nun nach Erntezeit am 24. Oktober

lkw Wittmund. Der Landkreis Wittmund und die Kommunen im Wittmunder Kreisgebiet haben sich auf Sonnabend, 24. Oktober, als den zentralen Nachholtermin für das diesjährige Osterfeuer verständigt. Ausnahmsweise dürfen im Zeitkorridor zwischen 10 und 17 Uhr dann überall im Kreisgebiet die aufgeschichteten Reisighaufen als Traditionsfeuer abgebrannt werden. Auf die Festlegung des Termins im Spätherbst hatten sich die Handelnden mit den Vertretern der Landwirtschaft seinerzeit im Frühjahr geeinigt, als man sich mit den Auswirkungen der Coronavirus-Infektion konfrontiert sah und die damals geltenden Landesverordnungen keinen Spielraum für Treffen an Osterfeuern ließen.

Landrat Holger Heymann ist froh, dass die Osterfeuer in diesem Jahr überhaupt durchgeführt werden können. „Für die Landwirte ist der Termin optimal, da dann die Ernte überwiegend eingefahren sein wird.“ Sie seien ein wichtiger Faktor bei der Pflege der weitgehend von Wallhecken geprägten Landschaft im Landkreis Wittmund. Und so könne man auch den Erntedank als Brauchtum feiern.  Zustimmung herrscht bei LHV-Präsident Manfred Tannen und dem Kreisvorsitzenden Günter Lüken: „Wir sind dankbar, dass wir den Termin gemeinsam abstimmen konnten und somit auf die Belange der Landwirtschaft Rücksicht genommen wird.“ Das zeichne das Miteinander im Landkreis Wittmund aus.

Nach wie vor gilt aber die derzeitige Landesverordnung in Niedersachsen: Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit dürfen nicht mehr als 10 Personen umfassen. Hiervon gibt es nur wenige Ausnahmen, z.B. bei Angehörigen aus einem oder einem weiteren Haushalt, dann können sich auch mehr Personen treffen. Diese Regelung gilt auch für die Osterfeuer in diesem Jahr. Darauf weist der Landkreis ausdrücklich hin.

Anmeldungen für die Osterfeuer im Landkreis Wittmund nehmen die Samtgemeinden Holtriem und Esens sowie die Gemeinde Langeoog entgegen. Keine Anmeldepflicht besteht jeweils in der Stadt Wittmund und in der Gemeinde Friedeburg. In der Gemeinde Spiekeroog findet dieses Jahr gar kein Osterfeuer statt.

Weitere Hinweise und Tipps zum Abbrennen der Osterfeuer im Landkreis Wittmund, die zu beachten sind, kommen auch aus den anderen beteiligten Fachämtern der Kreisverwaltung: So sind nur Feuer zulässig, die der Brauchtumspflege dienen“, so der Hinweis der Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund. Das umsichtige und verantwortungsbewusste Abbrennen eines Brauchtumsfeuers schließt auch die sorgfältige Standortwahl ein. Die Nachbarschaft oder die Allgemeinheit darf durch das Abbrennen nicht gefährdet oder erheblich belästigt werden. Belange des Tierschutzes und des Naturschutzes sind zu berücksichtigen.
Wallhecken, geschützte Biotope wie Röhrichte und Uferbereiche dürfen weder durch das Brauchtumsfeuer selbst, noch durch die Veranstaltung beeinträchtigte werden. Ferner dürfen Brauchtumsfeuer im Bereich von Naturdenkmälern und geschützten Landschaftsteilen und auf moorigem Untergrund nicht angezündet werden.
Die Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass nur trockene Pflanzenreste sowie Baum- und Strauchschnitt als Brauchtumsfeuer verbrannt werden dürfen. Altholz wie Türen, Schränke usw., Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch andere Abfälle sind als Brennmaterial strikt verboten. Die untere Abfallbehörde des Landkreises Wittmund und auch die Polizeiinspektion Wittmund werden deshalb Kontrollen, sowohl im Vorfeld als auch danach, durchführen. Zum Schutz von Tieren sind Brennhaufen erst kurz vor dem Anzünden aufzusetzen oder noch einmal umzuschichten. Es besteht die Gefahr, dass Vögel, Igel und andere Kleintiere, die das aufgeschichtete Brennmaterial als Versteck nutzen, nicht mehr rechtzeitig fliehen können, verbrennen oder Brandverletzungen erleiden. Auch im Herbst bieten entsprechende Haufwerke ideale Bedingungen als Habitat für viele Lebewesen.
Die Umweltbehörde gibt weiterhin folgende Sicherheitshinweise: Halten Sie wegen Rauch und Hitze sowie zur eigenen Sicherheit ausreichende Sicherheitsabstände (z. B. mindestens 100 Meter von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden, mind. 50 Meter von öffentlichen Verkehrsflächen etc.) wobei die Windrichtung stets zu berücksichtigen ist. Vorsicht beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko und sind nicht zulässig! Zum Entzünden eignet sich bestens trockenes Stroh oder Reisig. Brauchtumsfeuer dürfen bei starker Trockenheit oder starkem Wind nicht entzündet werden. Entsprechende Trockenheit kann durchaus auch im Herbst herrschen. Starke Trockenheit liegt ab Waldbrandgefahrenstufe 4 vor (amtliche Informationen sind unter www.dwd.de/waldbrand erhältlich). Starker Wind liegt bei deutlicher Bewegung von armstarken Ästen an Bäumen vor. Halten Sie eine ausreichende Zufahrt für die Feuerwehr und Rettungsdienste frei (d. h. einen Fahrweg von mind. 3,50 m Breite). Sollte Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren.
Das Brauchtumsfeuer (offenes Feuer) muss grundsätzlich auch von erwachsenen Personen beaufsichtigt werden. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie auf kleine Kinder auf. Sie unterliegen schnell der Faszination des Feuers und unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr. Werden Personen belästigt oder Unregelmäßigkeiten bei der Beschaffenheit des Brauchtumsfeuers festgestellt, muss der Verantwortliche nicht nur mit einem Feuerverbot, sondern zudem mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Für den Fall, dass angemeldete Brauchtumsfeuer wegen schlechter Witterungsverhältnisse nicht abgebrannt werden können, ist es nicht möglich, dieses nachzuholen. In diesem Fall sind die allgemeinen Entsorgungsmöglichkeiten für Grünabfälle zu nutzen.

Im Landkreis Aurich haben sich die Beteiligten dieser Tage auf den gleichen Termin, den Sonnabend 24. Oktober 2020 für das Abbrennen der Brauchtumsfeuer geeinigt.
 

 

 

 

PM Nr. 90/2020 zum Thema Bundesweiter Warntag am 10.9.20 - Mittwoch, 26. August 2020

Bundesweiter Probealarm sensibilisiert für Wege der Bevölkerungswarnung

lkw Wittmund. Am 10. September 2020 findet der erste bundesweite Warntag seit der deutschen Wiedervereinigung statt. Dazu werden in ganz Deutschland Warn-Apps auf Smartphones piepen, Sirenen heulen, Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen. Der Landkreis Wittmund setzt dabei auf die bewährte Smartphone-App Katwarn, worüber der Alarm dann im Kreisgebiet ausgelöst wird, und zwar um 11 Uhr. Genau 20 Minuten wird diese Probealarm-Warnung akut bleiben.

Auf der Website www.bundesweiter-warntag.de gibt es weitere Informationen über den Warntag, der ab diesem Jahr dann jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfindenden wird. Die Internetseite erklärt auch genauestens, in welchen Fällen und auf welchen Wegen die Bevölkerung in Deutschland gewarnt wird. Eine Länderkarte ermöglicht mit einem Klick den Überblick über Regelungen zur Warnung in den einzelnen Bundesländern. Das integrierte Service-Portal auf der Website mit Informationsmaterial soll zudem die Kommunen dabei unterstützen, vor Ort über den Warntag und allgemein über das Thema zu informieren.

Auf Grundlage eines Beschlusses der Innenministerkonferenz wird der bundesweite Warntag ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. An dem gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern soll zum einen die technische Infrastruktur der Warnung in ganz Deutschland mittels einer Probewarnung getestet werden. Zum anderen wird der Warntag von einer an die Bevölkerung gerichteten Öffentlichkeitsarbeit flankiert. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken.

Die Wichtigkeit und Aktualität des Themas Warnung zeigt sich auch durch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in diesem Jahr. Zur Warnung und Information der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen die verfügbaren Kommunikationskanäle. So werden beispielsweise über das vom BBK betriebene Modulare Warnsystem und die Warn-App NINA Warnungen und Informationen der zuständigen Behörden, wie der Gesundheitsministerien des Bundes und der Länder, bereitgestellt. Bund und Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit kommunalen Vertretern gemeinsam vor. Zuständig sind auf Bundesebene das BBK, auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen in der Regel die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.

Die Probewarnung wird am Warntag um 11 Uhr von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter Einbindung aller angeschlossenen Warnmittel durchgeführt. Sie wird an alle Warnmultiplikatoren geschickt, die am Modularen Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen sind (z. B. App-Server, Rundfunksender). Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung wiederum in ihren Systemen bzw. Programmen an Endgeräte wie Radios und Warn-Apps. Die Entwarnung wird vom BBK über MoWaS um 11:20 Uhr vorgenommen.

Der Landkreis Wittmund selbst setzt neben den vorhandenen Strukturen von Bund und Ländern auf die App KATWARN, welche seit zehn Jahren hier in Betrieb ist. Jeder kann sich die App kostenlos herunterladen und bleibt so informiert – im Landkreis Wittmund sogar nicht nur über Gefahrenlagen, sondern auch über aktuelle Schulausfälle. Neben dem Landkreis Wittmund als Katastrophenschutzbehörde können bei uns auch direkt von der Kooperativen Regionalleitstelle Ostfriesland Meldungen über KATWARN verschickt werden. Da KATWARN außerdem mit dem Modularen Warnsystem des Bundes verknüpft ist, erhalten alle Nutzer im Landkreis Wittmund automatisch die Warnmeldung am 10.09.2020 direkt durch den Bund. Diese vielfältige Nutzung gewährleistet immer eine schnellstmögliche Warnung ohne lange bürokratische Wege.

 

PM Nr. 89/2020 zum Thema der andauernden Corona-Pandemie - Mittwoch, 26. August 2020

Kontrollen bei Märkten, Veranstaltungen, auf Fähren und in der Gastronomie

Geltende Corona-Regeln werden ständig auf Einhaltung überprüft

lkw Wittmund. Der Corona-Krisenstab bei der Kreisverwaltung Wittmund ist weiterhin eng an den drängenden Themen im Zuge der laufenden Corona-Pandemie dran. Zwar sind die Stabsmitglieder zum Tagesgeschäft zurückgekehrt (wie berichtet), aber sie arbeiten – allen voran das Gesundheitsamt -  weiterhin an der Eindämmung der Pandemie und tauschen sich täglich dazu aus, um die Lage für das Kreisgebiet adäquat zu bewerten. Konsequent wird anlassbezogen und nach Hinweisen aus der Bevölkerung reagiert und kontrolliert, zum Teil im engen Schulterschluss mit der hiesigen Polizei.

So wurde in der vergangenen Woche auf dem Markt in Neuharlingersiel durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes überprüft, ob die Marktbesucher sich an die Hygieneregeln halten. Dies gilt auch für die Inselfähren, die weiterhin stichpunktartig und nach Hinweisen überprüft wurden und werden. Und das gilt auch für kulturelle Veranstaltungen, die dem Landkreis angezeigt werden, sowie für die Gastronomie, wo immer einmal Hinweise auf Fehlverhalten beim Bürgertelefon oder beim Krisenstab direkt eingehen. Grundsätzlich wird allen Hinweisen nachgegangen, bei „Wiederholungstätern“ drohen Ordnungswidrigkeitsverfahren und empfindliche Bußgelder, darauf weist der Landkreis Wittmund noch einmal hin.

Unterm Strich allerdings macht der Krisenstab der Wittmunder Bevölkerung, aber auch den Feriengästen ein Kompliment, denn das

 Gros der Menschen halte sich an die Corona-Regeln. Das spiegelt sich auch in den immer noch relativ niedrigen Infektionszahlen wider. Wie der Landkreis weiter mitteilt, hat man sich auch im Hinblick auf den Schulstart am morgigen Donnerstag und auf mögliche Ereignisse in Zusammenhang mit der Rückkehr von Urlaubsreisenden vorbereitet. Insbesondere das Gesundheitsamt sieht sich gut aufgestellt, neue Infektionsketten zu verfolgen und bei Bedarf selbst Testungen auch in größerem Umfang durchzuführen.

 

PM Nr. 88/2020 zum Thema Investitionen im Kreisgebiet - Mittwoch, 26. August 2020

Fahrzeuge, Geräte und Materialien wettergeschützt untergestellt

lkw Wittmund. Bei den Berufsbildenden Schulen in Wittmund hat die Kreisverwaltung inzwischen eine neue überdachte Logistikfläche in Betrieb genommen. Zwischen den beiden Bauhallen für die Maurer, Straßenbauer und Tischler bei der Schule spannt sich nunmehr über einer Fläche von rund 250 Quadratmetern eine moderne und bis zu 3,80 Meter hohe massive Stahlkonstruktion, unter der barrierefrei Fahrzeuge, Geräte und Materialien wettergeschützt untergestellt werden können. Dafür wurde eigens eine 250 Quadratmeter große Bodenfläche neu gepflastert. Die Planungs- und Baukosten für die neue Anlage belaufen sich auf insgesamt rund 100.000 Euro – das Gros mit rund 50.000 Euro entfiel auf den Bau der massiven Stahlskelettkonstruktion. Der neue Unterstand ersetzt einen maroden Holzunterstand, der auch wesentlich kleiner war und zudem längst nicht so funktional und gut erreichbar war. BBS-Verwaltungsleiter Andree Janßen ist sehr glücklich über die lohnende Investition der Kreisverwaltung, die das Engagement für die Berufsbildenden Schulen unterstreiche.

 

PM Nr. 87/2020 zum Thema Jugend und Familie - Mittwoch, 26. August 2020

Neustart für Elternangebot in Wittmund

lkw Wittmund. Nach der Zwangspause wegen der andauernden Corona-Pandemie öffnet das „Café Kinderwagen“ des Familien- und Kinderservicebüros der Kreisverwaltung jetzt wieder seine Türen, und zwar an einem neuen Ort: Ab dem 1. September 2020  finden die Treffen wie gewohnt dienstags von 9 bis 10:30 Uhr  im DRK-Treff am Sonneneck, Karl-Bösch-Platz 4, in Wittmund statt. Der Treffpunkt war unlängst von der „Residenz“ am Markt zum Karl-Bösch-Platz umgezogen.

Im "Café Kinderwa(a)gen" haben Eltern mit Kindern bis zu einem Jahr die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern, der Familienhebamme Karen Kölpin und Brunhilde Zymny-Bochmann, einer Erzieherin und Fachkraft der Frühen Hilfen, vertrauensvoll auszutauschen. Gemeinsam können Eltern dort bei einer Tasse Kaffee Fragen stellen, andere Eltern kennenlernen, ihr Babys wiegen lassen oder einfach einmal rauskommen aus dem Alltag und einige schöne Stunden genießen.
Das „Café Kinderwa(a)gen“ ist kostenfrei und unverbindlich, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Team des „Café Kinderwa(a)gen“ bittet aber alle Teilnehmer darum, Ihre Masken mitzubringen und zudem auf die allgemein geltenden Corona-Hygienemaßnahmen zu achten. Wer weitere Informationen benötigt oder Fragen hat, kann sich an das Familien- und Kinderservicebüro und dort an Linda Julius-Janssen, Telefon 04462/861365, oder per E-Mail unter servicebuero@lk.wittmund.de an den Landkreis wenden.

 

PM Nr. 86/2020 Rechtsprechung/Entscheidung Bausache Esens - Mittwoch, 26. August 2020

Verwaltungsgericht weist Eilantrag von Klägern gegen begonnenen Edeka-Neubau in Esens zurück

Landkreis erklärt: Es kann weitergebaut werden

lkw Wittmund. Kein Baustopp für den Edeka-Markt in Esens (ehemals Boni): Einen Eilantrag zweier Nachbarn hat das Verwaltungsgericht in Oldenburg per Beschluss abgelehnt. Damit kann der begonnene Neubau fortgesetzt werden. Das teilt die Kreisverwaltung Wittmund aktuell mit.

Wie der Landkreis Wittmund dazu weiter ausführt, wurde der beantragte Neubau des Edeka-Marktes in Esens Ende Mai durch seine Baubehörde genehmigt. Hiergegen wandten sich zwei Nachbarn mit einem sogenannten Eilantrag beim Verwaltungsgericht in Oldenburg. Sie sahen den entsprechenden Bebauungsplan der Stadt Esens als unwirksam an. Vor allem würden ihre Rechte durch den neuen vergrößerten Einkaufsmarkt verletzt, argumentierten die Anwohner. Sie befürchteten insbesondere negative Auswirkungen auf ihre private Wohnsituation.

Vom Verwaltungsgericht wurde dieser rechtlichen Einschätzung der beiden Antragsteller nicht gefolgt. Vielmehr sah es keine „drittschützenden bauplanungs- oder bauordnungsrechtliche Vorschriften durch die Baugenehmigung verletzt“ und wies daher die gestellten Anträge als unbegründet zurück. Die Nachbarn müssten gegen sich gelten lassen, so die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Oldenburg, dass sich dort bereits seit mehreren Jahrzehnten ein Einkaufsmarkt befinden würde. Hierdurch sei bereits eine „prägende Wirkung für das Gebiet“ gegeben. Auch unter Berücksichtigung des zukünftig zu erwartenden Lärms sei der neue Edeka-Markt nicht rücksichtslos. Mittels eines Lärmgutachtens war nachgewiesen worden, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Lärmwerte eingehalten würden. Hiervon hatte die Bauaufsicht des Landkreises ganz wesentlich die beantragte Baugenehmigung durch den Bauherrn abhängig gemacht.

In der Konsequenz hat das Oldenburger Gericht damit die Baugenehmigung als rechtmäßig bewertet. Für Edeka folgt daraus, dass am neuen Esenser Einkaufsmarkt wie geplant weitergebaut werden darf.

 

PM Nr. 85/2020 zur Fahrbahnerneuerung K4 Utarp-Roggenstede - Mittwoch, 26. August 2020

Fahrbahnerneuerung auf der K 4 kommt voran

lkw Wittmund. Die Fahrbahn der Kreisstraße 4 im Bereich Utarp bis zur Kreisgrenze (Richtung Roggenstede) wird derzeit erneuert, der Ausbau kommt voran. Hierfür ist auch eine Vollsperrung der Fahrbahn erforderlich. Der erste Abschnitt in der Ortsdurchfahrt Utarp wird voraussichtlich am Ende dieser Woche (bis 28. August) fertiggestellt sein. Danach erfolgen dort nur noch die Restarbeiten, die unter halbseitiger Sperrung der Straße erfolgen können. Ab der kommenden Woche wird der weitere Vollausbau im Bereich der "freien Strecke" bis zur Kreisgrenze (LK Aurich) durchgeführt. Die Buslinien und Haltestellen werden planmäßig bedient. Auch die Schülerbeförderung ist weiterhin gewährleistet. Aufgrund der Bauarbeiten kann es jedoch auf allen Linien zu leichten Verspätungen kommen, darauf weist die Kreisverwaltung Wittmund hin.

 

PM Nr. 84/20 zum Schulstart / Änderungen Schülerbeförderung - Montag, 24. August 2020

Landkreis: Änderungen bei der Schülerbeförderung zum Schulstart beachten

lkw Wittmund. Zum Beginn des neuen Schuljahres am kommenden Donnerstag (27.8.20) sind einige Änderungen in der Schülerbeförderung im Landkreis Wittmund zu beachten. Darauf weist die Wittmunder Kreisverwaltung aktuell hin, bevor die Schule nun wieder losgeht. So wurden unter anderem die Einzelbeförderungen umgestellt, einige Schulbuslinien optimiert.

Alle Schülerbeförderungen, die nicht im planmäßigen Linienverkehr der Schulbusse erfolgen (z.B. Taxifahrten), werden für alle Schulen von Haltestellen oder zentralen Sammelpunkten aus durchgeführt. Das ist neu. Diese Einstiegsstellen wurden so ausgewählt, dass sie nah an den Wohnorten der jeweiligen Schülerinnen und Schüler  liegen. Die Erziehungsberechtigten wurden von der Fachabteilung der Behörde zuvor umfassend über die Abfahrtszeiten und die vorgesehenen Haltestellen/Sammelpunkte informiert. Ausnahmen bilden nur besondere Beförderungen von mobilitätseingeschränkten Schülerinnen und Schülern, Beförderungen zu Förderschulen  oder die Fälle, wo eine Abholung an der Haustür aufgrund ärztlicher Vorgaben erfolgen muss.

Weiterhin sind durch die Übernahme der Busverkehre der Firma Janssen-Reisen durch die Hermann Edzards GmbH einzelne Busverbindungen optimiert worden. Insbesondere wurden einige, bislang durch Taxiverkehre organisierte Zubringerfahrten, in den Linienverkehr aufgenommen.  Zum Beispiel wurde die Anbindung  von Leerhafe zum Schulstandort Esens in den Linienverkehr integriert. Ein Umstieg in Wittmund ist jedoch weiter erforderlich. Für Schülerinnen und Schüler zur Schule Altes Amt Friedeburg aus dem Bereich Ardorf/Collrunge/Müggenkrug verkehrt  dann neu ein planmäßiger Linienbus ab Heglitz. In Friedeburg wird die neu errichtete Haltestelle ZOB/Schulzentrum planmäßig in Betrieb genommen. Alle Umsteigevorgänge finden dann dort statt. 
Die Informationen und Fahrpläne zu allen Buslinien gibt es für alle Busnutzer bei den jeweiligen Busunternehmen (auch online) oder unter www.fahrplaner.de .

Der Landkreis weist außerdem darauf hin, dass in der Schülerbeförderung auch weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung besteht. Dies gilt in allen Bussen und den beauftragten Taxen. Die Kreisverwaltung appelliert an alle Nutzer, unbedingt Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. 

Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet auf der Seite der Kreisverwaltung; eine Email können Sie bei Bedarf auch an den Landkreis Wittmund, Amt für zentrale Dienste und Finanzen, Abteilung ÖPNV/Schülerbeförderung, unter der Adresse schuelerbefoerderung@lk.wittmund.de senden.

 

PM Nr. 83/2020 zum Thema Infrastruktur - Dienstag, 18. August 2020

Blackout-Szenario: Kreisbehörde bereitet sich auf den Ernstfall vor

lkw Wittmund. Premiere im Kreisgebiet: Vor kurzem hat die Kreisverwaltung Wittmund bei einem gemeinsamen Termin mit Landrat Holger Heymann und Vertretern des Ordnungsamtes die neu installierte Notstrom-Einspeisevorrichtung beim Autohaus Janssen in Esens inspiziert. Hier sollen Rettungskräfte bei einem flächendeckenden Stromausfall ihre Fahrzeuge sicher betanken können, um einsatzfähig zu bleiben.

Die Vorbereitung auf derartige Szenarien laufen vor dem Hintergrund, dass ein möglicher flächendeckender Stromausfall schnell zum Katastrophenfall werden kann, wenn er über mehrere Tage andauert und ein großflächiges Gebiet betreffen sollte. „In einem solchen Fall ist es wichtig, dass alle Einsatzkräfte aus dem Regelbetrieb, wie Feuerwehr und Rettungsdienst, aber auch die dann unterstützenden Katastrophenschutzeinheiten weiterhin einsatzfähig bleiben um im Ernstfall auch Leben retten zu können“, sagt die zuständige Sachbearbeiterin beim Landkreis, Bianca Bremer.

Im Rahmen des vorbeugenden Katastrophenschutzes hatte der Wittmunder Kreistag bereits vor einigen Jahren den Beschluss gefasst, einige Tankstellen im Landkreis Wittmund mit einer Notstrom-Einspeisevorrichtung auszustatten. Es ist erklärtes Ziel, dass es in naher Zukunft in jeder Festlandsgemeinde im Kreisgebiet auf jeden Fall eine Tankstelle gibt, an welcher Einsatzkräfte auch während eines Stromausfalls tanken können. Dafür wendet der Kreis eigene Finanzmittel auf. Denn der Landkreis schließt hierfür mit der jeweiligen Tankstelle eigens eine Gestattungsvereinbarung ab. Die Kosten für den Einbau der Einspeisevorrichtung trägt der Landkreis. Dafür verpflichtet sich die Tankstelle dazu im Bedarfsfall und bei einem flächendeckenden Stromausfall die Tankstelle nur noch für Einsatzkräfte und weitere vom Landkreis beauftragte Fahrzeuge zu betreiben.

Das Vorhaben musste aufgrund eines Personalwechsels jedoch zeitweise zurückgestellt werden. Im weiteren Verlauf wurden dann inzwischen alle Tankstellen im Landkreis angeschrieben und um Rückmeldung zur aktuellen Versorgung mit Notstrom gebeten. Ebenso wurde die Bereitschaft zum Abschluss einer Vereinbarung mit dem Landkreis Wittmund zur Nachrüstung einer solchen Notstrom-Einspeisemöglichkeit erfragt. Ergebnis dieser Umfrage: Zwei Tankstellen im Kreisgebiet haben bereits eine Notstrom-Vorrichtung, ein weiteres Unternehmen kann zudem einsatzfähige Tanklastzüge organisieren. Das Positive: Weitere Tankstellen sind interessiert am Abschluss einer Vereinbarung mit dem Landkreis. Nachdem dann erste konkrete Gespräche mit den Tankstellen geführt und strategisch gut gelegene Standorte ermittelt wurden, blieb die Suche nach geeigneten Elektroinstallationsbetrieben zur Einrichtung der Einspeisepunkte zunächst lange erfolglos.

Im Rahmen des eigenen Umbaus des Betriebes konnte jedoch Ole Janssen von der Autohaus Johannes Janssen GmbH & Co. KG in Esens einen Betrieb für die Einrüstung finden. Der Um- und Einbau ist nun abgeschlossen. In Zukunft kann die Tankstelle also mit einem entsprechenden Notstromaggregat der Feuerwehr auch bei Stromausfall betrieben werden. In Planung ist inzwischen sogar die Beschaffung eines eigenen Notstromgerätes für die Tankstelle, damit es bei der Netzintegration im Ernstfall nicht zu Problemen kommt. Die Umbaukosten liegen bisher bei exakt  9.382,15 Euro - Auftragnehmer war hier die Firma Otte Sicherheits- und Elektrotechnik GmbH aus Wilhelmshaven. Im nächsten Jahr soll die nächste Tankstelle mit einer Vorrichtung durch den Kreis ausgerüstet werden. Landrat Holger Heymann bedankte sich bei der Esenser Unternehmerfamilie für deren Engagement: „Hoffentlich folgen noch weitere diesem Beispiel und bauen mit uns dieses flächendeckende Netz auf“, so der Landrat.

 

PM Nr. 82/2020 zum Thema Jugend und Familie - Donnerstag, 6. August 2020

Neuer Kurs: Start für eine neue berufliche Perspektive in der Kindertagespflege

lkw Wittmund. Im September dieses Jahres startet ein neuer Kurs des Landkreises Wittmund zur Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen an der Volkshochschule Friesland-Wittmund gGmbH.  Er richtet sich an alle, die sich für die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson (Tagesmutter, -vater) interessieren. Der Qualifizierungskurs umfasst 160 Unterrichtsstunden und beinhaltet Themen aus dem Bereich der Kindertagespflege, wie beispielsweise Entwicklung und Betreuung von Kindern, Rechts- und Versicherungsfragen, Gesundheit und Ernährung. 
Kindertagespflege ist eine familiennahe Form der Kinderbetreuung, bei der die individuellen Bedürfnisse der Kinder und der Familien besonders berücksichtigt werden können. Die Kindertagespflege ist für Kinder im Alter von 0-3 Jahren eine zur Kindertagesstätte gleichrangige Betreuungsform. 
Im Rahmen der Kindertagespflege können, neben den eigenen, bis zu fünf fremde Kinder gleichzeitig im Alter von 0 bis 13 Jahren ganztags oder für einen Teil des Tages betreut werden. Ab dem dritten Lebensjahr des Kindes ermöglicht die Kindertagespflege die Betreuung als Ergänzung zur Institution Kindertagesstätte oder zur Schule. Für diejenigen, die Freude am Umgang mit Kindern haben und die Entwicklung von Kindern begleiten möchten, ist die Kindertagespflege möglicherweise eine neue berufliche Perspektive. Wer Kinder außerhalb der Kindeswohnung mehr als 15 Stunden wöchentlich und insgesamt länger als drei Monate gegen Entgelt betreuen möchte, braucht für die Betreuung der Kinder eine Pflegeerlaubnis. Diese Erlaubnis muss, wenn die Kindertagespflegeperson im Landkreis Wittmund lebt, beim Familien- und Kinderservicebüro der Kreisverwaltung beantragt werden. Die Pflegeerlaubnis wird erteilt, wenn die Person für die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson geeignet ist. Dies ist Grundlage für die Teilnahme am Kurs. In ihrer Tätigkeit erhalten die Kindertagespflegepersonen fachliche Betreuung und Unterstützung vom Familien- und Kinderservicebüro. Hier werden den Tagesmüttern- und Vätern regelmäßige Arbeits- und Vernetzungstreffen sowie Weiterbildungen und Fachberatung angeboten.
Ein Einstieg in den neuen Qualifizierungskurs ist noch möglich. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Familien- und Kinderservicebüro bei Frau Sonja Faßbender, Telefon 04462/861362, oder auch gern per E-Mail unter servicebuero@lk.wittmund.de .

 

PM Nr. 81/2020 zur laufenden Corona-Pandemie - Donnerstag, 6. August 2020

Jeder Einreisende aus dem Ausland hat Anspruch auf kostenlosen Corona-Test

Jeweiliger Hausarzt ist der Ansprechpartner

lkw Wittmund. Jeder, der aus dem Ausland einreist, hat innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise den Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Test. Darauf weist das Wittmunder Gesundheitsamt aus gegebenem Anlass hin. Getestet wird zum Teil auf Flughäfen und an manchen Grenzübergängen. Ansonsten ist der jeweilige Hausarzt der Ansprechpartner für Auslandsurlauber. Der Hausarzt führt entweder selber diesen Test durch oder er vermittelt einen Termin an einem regionalen Testzentrum – hier etwa Georgsheil (Gemeinde Südbrookmerland).
Das Gesundheitsamt ist nicht zuständig für diese Testungen von Reiserückkehrern, und es vermittelt auch keine Termine für Tests, darauf weist die Behörde weiter ausdrücklich hin.
Wer also aus einem Risikogebiet (die Länderliste ist tagesaktuell auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de nachzulesen) einreist, der hat sich gemäß geltender Bundesverordnung in häusliche Quarantäne zu begeben und das zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Es sei denn, er kann ein ärztliches Zeugnis vorlegen, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-Cov-2 hindeuten. Das Zeugnis muss sich also auf ein negatives Testergebnis beziehen, und der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Wieder-Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden sein.

 

PM Nr. 80/2020 zur Infrastruktur im Landkreis Wittmund - Donnerstag, 6. August 2020

Ausbau K50: Vollsperrung in der Ortsdurchfahrt Upschört

Verkehr in Richtung Reepsholt wird umgeleitet

lkw Wittmund. Die Wittmunder Kreisverwaltung wird in diesem Sommer eine weitere Baumaßnahme durchführen – Start ist in der kommenden Woche. Es geht dabei um die Sanierung des Radweges an der Kreisstraße 50, von der L 34 kommend in Richtung nach Reepsholt. Die unter diesem Radweg verlaufende Entwässerungsleitung ist im Bereich der Ortschaft Upschört schadhaft. Aufgrund dieser Schäden hat es an einigen Stellen auf rund 600 Metern Länge Setzungen des oberirdischen Radweges gegeben, die im Rahmen der jetzt anstehenden Baumaßnahme mit beseitigt werden.

Die Arbeiten werden in der Zeit vom 10. August bis 16. Oktober 2020 an dem Radweg entlang der Upschörter Straße von Haus-Nr. 25 bis Haus-Nr. 53 unter Vollsperrung der Straße durchgeführt, die für den Durchgangsverkehr dann nicht mehr zu passieren ist. Lediglich die Anlieger, Krankenwagen, Feuerwehr und Busse können an der Baustelle in der Zeit mit Einschränkungen vorbeifahren. Für den Durchgangsverkehr werden Umleitungsstrecken ausgeschildert.

Der Auftrag für die Arbeiten wurde inzwischen an die Firma WB Wittmunder Bau vergeben. Die Anlieger des genannten Straßenabschnitts der K50 erhalten vor Baubeginn einen Handzettel der Baufirma, in dem der geplante Bauablauf und wichtige Ansprechpartner für die Bauphase aufgeführt werden. Der Landkreis Wittmund bringt für die Baumaßnahme rd. 200.000 Euro aus eigenen Haushaltsmitteln auf.

 

PM Nr. 79/2020 zum Thema Bürgerhaushalt beim Landkreis - Donnerstag, 6. August 2020

Bisher haben sieben Vorschläge die Kreisverwaltung erreicht

lkw Wittmund. Der vierte Bürgerhaushalt in Folge – das Instrument direkter Bürgerbeteiligung wurde 2017 beim Landkreis Wittmund eingeführt - ist zum 1. Juni des laufenden Jahres als Online-Modul  an den Start gegangen. Bislang gab es sieben Vorschläge, die die Kreisverwaltung auf diesem Weg erreicht haben. Inhaltlich ging es um Bürgervorschläge zu den Themen Straßenverkehr (Wittmund), um Kulturförderung (Esens), die Außendarstellung des historischen Kreishauses, die Änderung von Postleitzahlen (beides Wittmund), den Ausbau des Radwegenetzes, um die Wittmunder KGS und einen Vorschlag zur Verteilung von Wildblumensaat. Bis Ende des Monats August ist die Teilnahme noch möglich, dann schließt sich das Zeitfenster wieder.  Darauf weist die Kreisbehörde hin.

Von den sieben Vorschlägen aus der Einwohnerschaft wurden drei Vorschläge (Vorschläge Nr. 2, 3 und 5) angenommen. Das bedeutet, dass die jeweiligen Fachämter hierfür eigene Sitzungsvorlagen erstellen, damit im Haushaltsausschuss am 22.09.20 über diese Vorschläge politisch endgültig entschieden werden kann. Denn das letzte Wort haben immer die Kreispolitiker, wenn es um Steuermittel geht, das verlangt das Gesetz.

Bei weiteren zwei der genannten sieben Vorschläge ist der Kreis originär nicht zuständig (Vorschläge Nr. 4 und 6); bei Vorschlag Nummer eins ist nur eine teilweise Zuständigkeit des Kreises gegeben. Über Vorschlag Nr. 7 wird nicht im Haushaltsausschuss beraten, weil bereits kostenfreies Regio-Saatgut bei der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven beantragt werden kann. Dieser Vorschlag wurde daher weder abgelehnt noch angenommen.

Alle aktuellen Vorschläge sind über das Internet auf der Plattform https://buergerhaushalt.landkreis-wittmund.de/ eingestellt und für jedermann einsehbar, auch für die vorhergegangenen Jahre. Für Landrat Holger Heymann ein wichtiges Instrument politischer Beteiligung, dass er nicht missen möchte. Er bittet um rege Beteiligung.

 

PM Nr. 78/2020 zum Thema „Wohin mit dem Bodenaushub" - Freitag, 31. Juli 2020

Böden und Landschaft geschützt: Frühe Beratung  erspart viel Behörden-Ärger

Klare Regeln für die Lagerung und das Aufbringen von Bodenaushub

lkw Wittmund. Nicht selten fällt bei privaten oder gewerblichen Baumaßnahmen eine Menge Bodenaushub, meist so genannter Mutterboden, an. Der ist meist übrig, stört und soll abtransportiert werden. Gerade in ländlichen Gebieten wie dem Landkreis Wittmund wird er dann auch gern zum Aufbringen auf landwirtschaftliche Flächen genutzt. So können die bei der Acker- oder Wiesenbewirtschaftung störenden Unebenheiten, Senken oder Grüppen, verfüllt und  auf das anstehende Flächenniveau gebracht werden. Damit hier kein Ärger auf die Beteiligten zukommt, der Kreis verweist aus aktuellem Anlass auf einen Fall in der Samtgemeinde Esens, sind bereits im Vorfeld geplanter Erdarbeiten eine Reihe fachlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen zum Schutz von Böden und Landschaft unbedingt zu beachten. Darauf weist die untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung (Bauamt) in Wittmund hin.

Denn eine Grundvoraussetzung für eine Maßnahme-Genehmigung ist, dass die Ertragsfähigkeit des Standortes mit der Aufbringung des Bodens verbessert, gesichert oder wiederhergestellt wird. Ist allerdings kein landwirtschaftlicher und/oder ökologischer Nutzen erkennbar, kann dies von der zuständigen Abfallbehörde gar als unzulässige Abfallbeseitigung, und damit als Ordnungswidrigkeit oder Straftat geahndet werden. In der Regel ist dann sogar auch ein aufwändiges und mitunter teures Entfernen des zuvor auf die Fläche gebrachten Materials erforderlich. „Das muss nicht sein“, warnt die Kreisbehörde und erläutert die vorliegende Sachlage.

Damit der bestehende, vor Ort gewachsene Boden bei dem Eingriff nicht nachteilig verändert wird, muss der verwendete Aushub den physikalischen Eigenschaften des vorhandenen Bodens entsprechen. So will es das Gesetz. Hier gilt der Grundsatz „Gleiches zu Gleichem“. Ausschlaggebend ist dabei die Hauptbodengruppe. So darf zum Beispiel für die Verbesserung von Tonböden auch nur tonhaltiges Substrat verwendet werden.

Der „Einbau“ des Bodenaushubs ist zudem auch an technische Anforderungen gebunden. Dazu gehört, dass der anstehende Boden, bedingt durch die Art und Weise des Aufbringens, nicht durch eine unzulässige Verdichtung geschädigt werden darf. Außerdem ist auch die Mächtigkeit des geplanten Bodenauftrags an bestimmte Parameter gebunden. Nach dem Einplanieren aufgefüllter Flächen wird von den Fachstellen eine ganzjährige Begrünung zur Stabilisierung des Bodengefüges empfohlen. Bei der Berechnung des zukünftigen Düngebedarfs auf diesen Flächen ist auch die Freisetzung von Stickstoff aus dem aufgebrachten Material zu berücksichtigen.

Zum Aufbringen darf weiterhin auch nur fremdstofffreier Boden verwendet werden. Weder bodenfremde mineralische Bestandteile wie Beton, Ziegel oder Keramik noch Störstoffe wie Holz, Glas, Kunststoff oder Metall (wie dies etwa bei Abbrucharbeiten entstehen könnte) dürfen darin enthalten sein. Außerdem ist sicherzustellen, dass das neue Material frei von chemischen Verunreinigungen ist. Hierzu sollte die Herkunft des Bodens bekannt sein und die Schadlosigkeit sicherheitshalber durch eine öffentlich bestellte und anerkannte Institution bestätigt werden. Es empfiehlt sich daher eine vertragliche Absicherung gegenüber dem Lieferanten und Bauausführenden. Ein Auftrag von Bodenmaterial ist in der Regel genehmigungspflichtig. Dies betrifft auch die Anlage einer Bodendeponie als vorübergehendes „Vorratslager“ (Feldmiete etc.).

Baurechtlich genehmigungsfrei sind im Außenbereich Bodenaufträge mit einer Fläche unter 300 Quadratmetern und mit einer Höhe von maximal drei Metern, das stellt die Behörde grundsätzlich fest. Allerdings können in diesen Fällen andere rechtliche Rahmenbedingungen dennoch zu einer behördlichen Genehmigungspflicht führen. Auch durch das geltende Wasser- oder Naturschutzrecht kann ein Bodenauftrag versagt werden. So ist es zum Beispiel generell verboten, bestehende Feuchtbiotope wie Teiche oder Tümpel zu verfüllen, oder gar Boden auf Flächen mit einem gesetzlich geschützten Biotop oder innerhalb eines Schutzgebietes (wie es ausgewiesene Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete sind) einzubauen.

Daher rät die Kreisverwaltung Wittmund gleich bei der Planung von Maßnahmen mit Böden zum Telefonhörer zu greifen und sowohl das Bauamt sowie die unteren Wasser- und Naturschutzbehörden des Landkreises zu konsultieren, damit hier nichts schieflaufen kann. Rechtsverstöße müssen nämlich verfolgt und geahndet werden. Sie ziehen in der Regel auch Bußgelder und/oder sogar Strafverfahren nach sich, je nach Art und Dimension.

Ein dringender Appell auch an alle Landwirte: Bei der Aufbringung auf landwirtschaftliche Flächen sollte zudem auch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen als landwirtschaftliche Fachbehörde vor Ort eingebunden werden. Hierbei ist nämlich zusätzlich zu bedenken, dass auch eine Zwischenlagerung von Bodenmaterial auf landwirtschaftlichen Flächen förderrechtlich relevant sein kann, weil hier möglicherweise eine Förderung leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird.

Fazit: Es geht um die erwähnten Schutzgüter Boden und Wasser (Grundwasser- und Oberflächengewässer), aber auch um Biotope, Arten und Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren sowie das Landschaftsbild allgemein. Die frühzeitige Beteiligung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie der genannten Stellen der Wittmunder Kreisverwaltung vermeidet einen unnötigen und häufig kostenintensiven Aufwand zur Entfernung des Materials oder zur Schadensbehebung.

Die Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung in Wittmund sind (Vorwahl 04462-):
Bauamt: Servicebüro (861272)
Untere Bodenschutzbehörde: Herbert Dannemann (861230)
Untere Naturschutzbehörde: Finn Ahrens (861255), Hinrich Frerichs (861253), Sira Ihler (861254)

 

PM Nr. 75/2020 zu Untersuchungen des Gesundheitsamtes - Donnerstag, 30. Juli 2020

Einschulungsuntersuchungen  in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen

lkw Wittmund.  Die andauernde Corona-Pandemie hat in diesem Jahr in nahezu allen Lebensbereichen zu Veränderungen geführt. Auch die Schuleingangsuntersuchungen, die jedes Jahr regelmäßig im Dezember des Vorjahres für den nächsten Einschulungsjahrgang beginnen, waren davon betroffen. Bis zum 13.03.2020 wurden durch die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes Wittmund bereits 320 der 587 im Sommer 2020 schulpflichtig werdenden Kinder untersucht, so die Kreisverwaltung. Aufgrund des „Lock-Down“ pausierten dann die Einschulungsuntersuchungen. Ab dem 27.04.2020 - und damit bereits vor Wiedereröffnung der Schulen und der Regelbetreuung in den Kindertagesstätten - wurden 83 der verbleibenden 267 Kinder untersucht.

Dabei wurde von den Schulleitungen zuvor eine Auswahl der zu untersuchenden Kinder getroffen: nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten und – mit deren Zustimmung – nach Einschätzung der betreuenden Kindertagesstätten. So erfolgte in all den Fällen eine Beratung zur Schulfähigkeit, in denen sie erwünscht oder pädagogisch ratsam war. 
Normalerweise umfasst die vom Land Niedersachsen vorgesehene Einschulungsuntersuchung neben der Beurteilung der Schulfähigkeit auch ein umfassendes Gesundheitsscreening mit Hörtest, Sehtest und weiteren Untersuchungen. Ein gutes Sehen und Hören stellt nämlich eine elementare Voraussetzung für ein gutes schulisches Lernen dar. Das Gesundheitsamt Wittmund möchte daher den Hörtest sowie den Sehtest für alle 267 nicht oder nur teilweise untersuchten Kinder nachholen. Hierfür werden die Mitarbeiterinnen ab Mitte September in die Grundschulen des Landkreises Wittmund fahren und im Rahmen des Schulvormittags eine kindgerechte Überprüfung durchführen. Sollten sich Auffälligkeiten ergeben, werden die Erziehungsberechtigten schriftlich informiert.

 

PM Nr. 77/2020 zum Thema Abfallwirtschaft im Landkreis Wittmund - Mittwoch, 29. Juli 2020

Appell an Haushalte: Kunststoffe gehören gar nicht in die Biotonne

lkw Wittmund. Aus gegebenem Anlass – es werden immer wieder Fehlwürfe festgestellt - weist die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund darauf hin, dass Verpackungen und Müllbeutel aus Kunststoff nicht in die Biotonne gelangen dürfen. Denn die störenden Plastikfetzen finden sich später im fertigen Kompost, dem Endprodukt der Biomüllverwertung, wieder und mindern dessen Qualität erheblich. Darauf macht die Kreisverwaltung aufmerksam – und bietet gleich eine Lösungsvariante an: Bioabfälle können am besten aus den Müllbeuteln heraus in die Biotonne geschüttet werden, und die verschmutzten Müllbeutel sind anschließend legal über die graue Tonne zu entsorgen. So bleibt das Bio-Vorsortiergefäß, dass vielfach in Haushalten eingesetzt wird, weiterhin sauber und der Inhalt der Biotonnen bleibt trotzdem frei von Kunststoffen.
Selbst so genannte kompostierbare oder biologisch abbaubare Müllbeutel aus Kunststoff oder sogar Maisstärke sind nach Auskunft der Abfallberatung keine Alternative, die Verwendung finden sollte. Denn auch diese Beutel zersetzen sich im Kompostwerk in Wiefels, wo der Wittmunder Bioabfall landet, so langsam, dass auch hier die verbleibenden Reste die Kompostqualität beeinträchtigen. Deshalb gehören „biologisch abbaubare“ Müllbeutel nach der Entleerung nur in die Restmülltonne.
Völlig problemlos für den späteren Kompost sind hingegen lediglich handelsübliche Bioabfallsäcke aus Papier, oder auch Zeitungspapiere, in die Bioabfälle eingewickelt werden können. Denn kleinere Papiermengen werden bei der Kompostierung ausreichend zersetzt und stören den biologischen Abbau nicht.
Weitere Informationen zu diesem und allen anderen Themen rund um die Müllabfuhr und die Abfallentsorgung erhalten Sie bei der Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund unter den Telefonnummern 04462/861230 bzw. -1252 oder im Internet unter www.abfallwirtschaft.wittmund.de .

 

PM Nr. 76/2020 zum Thema Verkehrsinfrastruktur im Landkreis - Mittwoch, 29. Juli 2020

Mit Vollsperrung K 4 in Holtriem ab kommender Woche zu rechnen

Der Verkehr zwischen Utarp und Roggenstede wird umgeleitet

lkw Wittmund. Auf der Kreisstraße 4 zwischen der K 53 (Linienweg, Neuschoo) und der Kreisgrenze Aurich (K 244 Richtung Roggenstede) ist ab dem Montag der kommenden Woche (3. August) mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Darauf weist die Wittmunder Kreisverwaltung Anwohner und sonstige Verkehrsteilnehmer hin. Grund ist die Erneuerung der Fahrbahn auf dem genannten Straßenabschnitt mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern. Die Straße wird während der Arbeiten voll gesperrt. Der Verkehr zwischen Utarp und Roggenstede wird für die Dauer der Bauarbeiten umgeleitet, Umleitungsstrecken werden ausgeschildert.

Bei der K 4 handelt es sich um eine bereits vorhandene alte Klinkerfahrbahn, die in späterer Zeit einmal verbreitert und mit einer Bitumen-Fahrbahn überbaut worden ist. Im Laufe der Jahre haben sich durch die Verkehrsbelastungen zahlreiche Unebenheiten, Rissbildungen und Flickstellen im Straßenkörper ergeben. Es ist daher geplant, die vorhandene Fahrbahn einschließlich des Unterbaus komplett auszubauen und durch einen neuen und verstärkten Straßenaufbau, der höheren Belastungen standhält, zu ersetzen. Die geplante Grunderneuerung erfolgt unter Beibehaltung der vorhandenen Fahrbahnbreite.

Der Auftrag für den 1,971 Kilometer langen 1. Bauabschnitt wurde an die Firma Hermann Jansen (Aschendorf) vergeben. Das beauftragte Unternehmen plant ab dem nächsten Montag (3. August) zunächst die Baustelle vor Ort umfassend einzurichten. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen dann ab dem 10. August in Utarp im Kreuzungsbereich der L 6 (Esenser Straße) und enden dann im Verlauf der Maßnahme an der Kreisgrenze zu Aurich (in Richtung Roggenstede). Die Grunderneuerung der Fahrbahn erfolgt unter Vollsperrung der Straße für den Durchgangsverkehr und mit teilweisen Sperrungen für die Anlieger.

Die Anlieger erhalten vor Baubeginn einen Handzettel der Baufirma, in dem der geplante Bauablauf und wichtige Ansprechpartner für die Bauphase aufgeführt werden. Die Arbeiten in diesem Bauabschnitt erfolgen in zwei Teilabschnitten. Der eine umfasst die Ortsdurchfahrt von Utarp, der andere die freie Strecke bis zur Kreisgrenze Aurich. Das Ende der Bauarbeiten im Bereich der Ortsdurchfahrt ist für Ende des Monats August 2020 geplant. Es sind Umleitungsstrecken in östlicher Richtung über die L 6 Richtung Holtgast  / K 1 Richtung Fulkum und in westlicher Richtung über die L 6 Richtung Westerholt / L 7 Richtung Dornum /K 210 Richtung Fulkum ausgeschildert.

Im Jahr 2021 ist  ein zweiter Bauabschnitt der Ausbaumaßnahme K 4 von der K 53 (Linienweg, Neuschoo) bis zur L 6 in Utarp  mit einer Länge von 3,380 Kilometer geplant. Die Gesamtlänge beider Bauabschnitte misst genau 5,351 Kilometer. Für die gesamte Baumaßnahme sind Kosten in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro eingeplant. Das Land hat aus Mitteln zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden (NGVFG) einen Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro bewilligt. Der Landkreis Wittmund bringt für die Baumaßnahme 1,2 Millionen Euro aus eigenen Haushaltsmitteln auf.

Die Kreisverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner wegen etwaiger Behinderungen oder Erschwernisse während der Bauphasen um Verständnis.

 
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