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PM Nr. 52/2017 - Montag, 17. Juli 2017

Dipl.-Ing. Jürgen Hoffmann jetzt im Ruhestand

lkw Wittmund. Seinen letzten Arbeitstag in der Kreisverwaltung hatte jetzt der Leiter der Stabstelle Regionalplanung Dipl.-Ing. Jürgen Hoffmann (Jever).

 

Im Beisein seiner engsten Mitarbeiter wurde er durch Landrat Holger Heymann in einer Feierstunde verabschiedet. Der Landrat würdigte die langjährige Tätigkeit von Herrn Hoffmann, der seit Oktober 1980 beim Landkreis Wittmund als Bauingenieur für Aufgaben der Regional- und Bauleitplanung beschäftigt war, und überreichte ihm als Dank und Anerkennung eine Urkunde und einen Präsentkorb.

 

Die stellv. Personalratsvorsitzende Nina Ottersberg dankte im Namen der Kolleginnen und Kollegen für die stets gute Zusammenarbeit und wünschte ihm ebenfalls alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand.

 
PM Nr. 53/2017 die Abfallwirtschaft des Landkreises informiert - Montag, 17. Juli 2017

Neuer Standort Altglascontainer in Wittmund, Esenser Straße

lkw Wittmund. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund weist darauf hin, dass die Altglascontainer, die bisher auf dem Parkplatz des Combi-Verbrauchermarktes an der Esenser Straße in Wittmund standen, im Laufe dieser Woche in den Wendekreis der benachbarten Industriestraße umgesetzt werden.

 
PM Nr. 51/2017 die Abfallwirtschaft des Landkreises informiert - Donnerstag, 13. Juli 2017

Altglascontainerplätze in Carolinensiel

lkw Wittmund. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund weist darauf hin, dass innerhalb der Ortschaft Carolinensiel am 14.07.2017 die Altglassammelcontainer vom Parkplatz des Edeka-Marktes Scheidemann in den Wendekreis des Lotsenwegs umgesetzt werden. Bei den beiden anderen Altglascontainerstellplätzen in Carolinensiel (Caspersweg, Jugendherberge und Nordseestraße, Kurzentrum) ändert sich nichts.

 
PM Nr.50/2017 zum Thema Jobcenter/Arbeitsmarkt - Donnerstag, 6. Juli 2017

Jobcenter Wittmund ist besonders erfolgreich bei der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt

lkw Wittmund. Seit dem 1. Januar 2012 wird das Jobcenter Wittmund in der alleinigen Verantwortung des Landkreises Wittmund geführt.  Und die seitdem erzielten Arbeitsergebnisse des Jobcenters sind „mehr als vorzeigbar“, so lautet ein aktuelles Fazit der Behördenleitung. So liegt zum Beispiel die Arbeitslosenquote im Bereich des SGB II (Sozialgesetzbuch II) mit dem Ergebnis von aktuell 2,9 Prozent deutlich unter der Quote von 3,7 Prozent der kommunalen Jobcenter insgesamt. Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass das Jobcenter in Wittmund besonders erfolgreich ist bei der Integration von Langzeitbeziehern von Arbeitslosengeld 2.

Die aktuelle Statistik weist hier für Wittmund eine Integrationsquote von knapp 22 Prozent aus. Das ist aktuell das beste Ergebnis unter den insgesamt 45 Jobcentern in Niedersachsen. Vergleicht man den Januar 2012 mit dem Januar 2017, so ist in diesen fünf Jahren die Anzahl der Langzeitbezieher (Arbeitslosengeld 2) in absoluten Zahlen von 1826 auf 1485 Personen, somit um 18,7 Prozent gesunken.  Die Zahl der vom Jobcenter betreuten Arbeitslosen sank im gleichen Zeitraum von 1263 auf 981 Personen, prozentual also um 22,3 Prozent.

Nach noch vorläufiger Berechnung für den abgelaufenen Monat Juni 2017 liegt die Zahl der Arbeitslosen im SGB II-Bereich  mit 835 Personen sogar noch deutlich niedriger und damit auf einem neuen Wittmunder Niedrig-Rekordwert. Als das „Geheimnis dieses Erfolges“ werden von der Kreisverwaltung und der Jobcenter-Leitung neben einem günstigen Arbeitsmarkt in einem guten konjunkturellen Umfeld die gute Vernetzung des Jobcenters mit anderen unterstützenden Institutionen und Behörden angesehen. Aber auch der eigene, gut funktionierende Arbeitgeberservice sowie das sehr engagierte Mitarbeiterteam im Jobcenter werden als Erfolgsfaktoren angeführt.

 

 
PM Nr. 49/2017 zum Thema neues, offenes Angebot des Familien- und Kinderservicebüros des Landkreises - Donnerstag, 6. Juli 2017

Fester Termin einmal pro Woche: Das „Café Kinderwagen“ startet am 1. August in Wittmund durch

 

lkw Wittmund. Das Familien- und Kinderservicebüro des Landkreises Wittmund eröffnet zum 1. August 2017 das „Café Kinderwagen“ als neues, offenes Angebot in Wittmund. Alle werdenden Eltern sowie alle Eltern mit Kindern im Alter bis zu einem Jahr sind dort herzlich willkommen. Für die wichtigen Themen wie Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Ernährung, Gesundheit und  Erziehung stehen Ihnen dann sowohl eine Hebamme und auch eine Erzieherin mit Rat und Tat zur Seite.

Der Besuch ist kostenfrei und unverbindlich, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Einfach vorbeikommen zum Plaudern bei Kaffee oder Tee, um beispielsweise andere Mütter und Väter zu treffen oder zur Beratung, zur eigenen Information und zum Austausch. Darüber hinaus können die mitgebrachten Babys dort von der anwesenden Hebamme regelmäßig gewogen werden. Die Eltern haben so die Möglichkeit anhand einer ausgehändigten Wiegekarte den Entwicklungsstand des Kindes besser einzuschätzen und zu kontrollieren.

Jeden Dienstag von 9.30 bis 11 Uhr (ausgenommen in den Ferien)  gibt es dieses neue Angebot im Treff am Sonneneck, Am Markt 13, in Wittmund dann ab dem 1. August.

Flyer 

 
PM Nr. 48/2017 in eigener Sache: Erfolgreiche Mitarbeiter beim Lk Wittmund - Donnerstag, 6. Juli 2017

Alle bleiben an Bord: Erfolgreicher Ausbildungsjahrgang und drei frisch gekörte Verwaltungsfachwirte

lkw Wittmund. Mehrfacher Grund zur Freude bei der Wittmunder Kreisverwaltung: Nach ihrem dreijährigen Vorbereitungsdienst haben die beim Landkreis Wittmund ausgebildeten Kreisinspekttor-Anwärterinnen Nina Ihben und Daniela Janssen (beide Aurich) ihr Studium an der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen, Hannover, beendet und jeweils ihre Bachelor-Prüfung im Studiengang der Verwaltungsbetriebswirtschaft erfolgreich abgelegt. Ihnen wurde der akademische Grad Bachelor of Arts (B.A.) verliehen.

Nach ihrer dreijährigen Ausbildung in der Kreisverwaltung haben Joana Hehenberger (Marx-Strudden) und Sven Gerdes (Jever) vor dem Prüfungsausschuss des Niedersächsischen Studieninstituts für kommunale Verwaltung Hannover in Aurich die Abschlussprüfung für den Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte(r) erfolgreich abgelegt.

Fabian Stegemann (Carolinensiel) bestand vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer in Emden die Abschlussprüfung zum Informatikkaufmann. Alle genannten Nachwuchskräfte werden weiterhin in der Kreisverwaltung tätig sein.

Freude auch bei drei weiteren Mitarbeitern des Kreises: Nach ihrem zweijährigen nebendienstlichen Lehrgangsbesuch am Niedersächsischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Oldenburg haben die beim Landkreis Wittmund tätigen Verwaltungsfachangestellten Rebecca Onken (Burhafe), Stefan Einnolf (Esens) und Stefan Janssen (Stedesdorf) die Angestelltenprüfung II erfolgreich abgelegt und sind jetzt berechtigt, die Bezeichnung "Verwaltungsfachwirtin" bzw. "Verwaltungsfachwirt" zu führen.

Foto

 
PM Nr. 47/2017 zum Thema ehrenamtliches Engagement - Donnerstag, 6. Juli 2017

 Kreisjugendfeuerwehrwart Manfred Tannen vom Landkreis ausgezeichnet

lkw Wittmund. 25 Jahre hat Manfred Tannen aus Ochtersum (Samtgemeinde Holtriem) das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwarts nun bereits inne, für ihn sei die Arbeit mit den jungen Leuten eine Art Leidenschaft, sagte er. Gern blickte der bei VW in Emden Beschäftigte, der vielen Kreisbewohnern auch als engagierter Diskjockey bekannt ist, auf diese Zeitspanne zurück. Landrat Holger Heymann nahm das Jubiläum zum Anlass, um die Verdienste von Tannen in der Nachwuchsarbeit der Kreis-Wittmunder Feuerwehren zu loben und Tannen, der jüngst von Regierungsbrandmeister Ernst Hemmen das Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes erhielt, mit einer Urkunde des Kreises zu ehren.

Bei einer kleinen Feierstunde am Montag Nachmittag im Kreishaus waren einige langjährige Weggefährten Tannens dabei, wie etwa der Ochtersumer Ortsbrandmeister Dieter Dirks (Tannen ist derzeit zudem sein Stellvertreter) sowie Samtgemeindebürgermeister a. D. Gerhard Dirks, aber auch Vize-Kreisbrandmeister Erwin Reiners und Tannens zwei Stellvertreter als Kreisjugendfeuerwehrwarte, Oliver Hemken und Marcel Onken.

Tannen ist der vierte Kreisjugendfeuerwehrwart überhaupt und am längsten im Dienst in dieser Funktion. Er ist der  Initiator vieler Jugendzeltlager und hat, wie Landrat Heymann positiv hervorhob, viel für die Nachwuchsarbeit im Kreisfeuerwehrverband getan, die inzwischen über drei Kinder- und 18 Jugendfeuerwehren mit insgesamt rund 320 Mitgliedern (Stand: Jahresende 2016) verfügen. Das sei bei 24 Feuerwehren im Kreis Wittmund ein sehr guter Schnitt, so der Landrat.

Tannen regte in seiner Dankesrede an, die Feuerwehren sollten sich stärker der Themen Inklusion und Integration widmen, bei den Feuerwehren sei schließlich jeder willkommen. Um die Nachwuchsarbeit in den nächsten Jahren auf einem konstant guten Kurs zu halten, solle man auch das Ausbildungskonzept flexibilisieren und dabei stärker auf überregionale Zusammenarbeit setzen. Tannen sagte rückblickend: „Ich erlebe meist eine sehr respektvolle Jugend“. Im mache die Arbeit mit seinen Stellvertretern Hemken und Onken noch immer sehr viel Spaß; Feuerwehr bedeute nun einmal „Teamwork“, so der Geehrte, der auch die Organisationen übergreifende Zusammenarbeit mit der DLRG und dem Deutschen Roten Kreuz lobte. Richtig sei es, so Tannen, die Nachwuchskräfte bereits über die Kindergruppen an die Arbeit und die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren heranzuführen. Damit könne man nicht früh genug beginnen. Das Foto zeigt Tannen und Landrat Holger Heymann.

                                                                                    

 
PM Nr. 46/2017 zum Thema neues Instrument direkter Bürgerbeteiligung im Lk Wittmund - Freitag, 30. Juni 2017

Online-Kanal für Vorschläge im Rahmen des Bürgerhaushalts wird freigeschaltet

lkw Wittmund. Als neues Instrument der direkten Bürgerbeteiligung im Landkreis Wittmund wird die Kreisverwaltung jetzt zum 1. Juli den Online-Kanal für Vorschläge im Rahmen des Bürgerhaushalts auf ihrer Internetseite freischalten. Im Zuge der Haushaltsberatungen für den Etat 2018 können sich Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet somit erstmals ab Sonnabend mit konkreten Vorschlägen am politischen Prozess zur Verwendung von Steuermitteln im Landkreis beteiligen.

Die Vorschläge werden dann, wenn sie originäre Kreisthemen betreffen und angenommen worden sind, von den zuständigen Ämtern bearbeitet und als Sitzungsvorlage in den politischen Gremien des Kreistages behandelt, die dann das letzte Wort haben.

„Ich freue mich, unseren Kreisbewohnern jetzt dieses neue Angebot machen zu können. Ich hoffe jetzt aber auch, dass Interessierte diesen Weg nehmen und die Chance ergreifen, sich konstruktiv an der Willensbildung zu beteiligen. Der Kreispolitik, die diesen Weg maßgeblich unterstützt, danke ich dafür, dass unsere Bürgerinnen und Bürger sich direkt einbringen und sich mehr in Entscheidungsprozesse einbinden können“, sagte Landrat Holger Heymann zu dem neuen Angebot, dass die Kreisverwaltung in den letzten Wochen erarbeitet hat.

Das eigens von einem Dienstleister für das neue Angebot programmierte moderne Online-Modul auf einer eigenen Internetseite (http://buergerhaushalt.landkreis-wittmund.de) wird künftig jährlich im Zuge der Haushaltsberatungen geschaltet. Es ist auch direkt über ein Klickfeld (Button) auf der Startseite der Landkreis-Internetseite www.landkreis-wittmund.de zu erreichen. Eine einfache Menüführung erleichtert es, direkt über ein paar auszufüllende Formularfelder den Vorschlag einzugeben und an die Kreisverwaltung zu schicken. Alle zugelassenen Vorschläge werden auf der Internetseite für jedermann sichtbar aufgeführt. Dort wird dann auch zu sehen sein, ob die Vorschläge angenommen werden.

Für die Beratungen zum Haushaltsplan 2018 wird diese Seite vom 01. Juli bis zum 30. September aktiviert. Zu beachten ist, dass in der Zeit nach dem 30. September die hausinternen Vorbereitungen zur Haushaltsplanung 2018 beginnen und alle Bürger-Vorschläge dann vorliegen müssen. Es ist außerdem wichtig, dass die geäußerten Vorschläge eigene Aufgaben des Landkreises betreffen und keine von Bund oder Land übertragenen oder Aufgaben, welche im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden im Kreisgebiet liegen.

Deshalb lohnt es sich, auch einen Blick in den aktuellen Kreishaushalt zu tun, der über einen Link auf der Seite Bürgerhaushalt einfach zu erreichen und als PDF einzusehen und zu durchsuchen ist.

 
PM Nr. 45/2017 zum Thema soziales Engagement im Lk Wittmund - Donnerstag, 29. Juni 2017

„Vielfalt verbindet“: Erstmals im Herbst interkulturelle Woche im Landkreis geplant

Aufruf zum Mitmachen – Programm in Vorbereitung

lkw Wittmund. Erstmals will in diesem Jahr auch der Landkreis Wittmund auf Initiative der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe (Kreisverwaltung) in der Kreisstadt eine interkulturelle Woche durchführen. Und er sucht noch weitere Aktive: Ein Organisationsteam, bestehend aus den Mitgliedern und Vertretern  der Diakonie, des Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt (Awo), dem Förderkreis für Flüchtlinge „Gemeinsam Hand in Hand“ und der Koordinierungsstelle des Landkreises plant  in diesem Zusammenhang bereits unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen und bereitet das Programm vor. 

Die interkulturelle Woche in Wittmund wird von 25. September  bis zum 30. September 2017 unter dem Motto "Vielfalt verbindet" durchgeführt. 

Alle Institutionen, Organisationen, Kirchen, Vereine und Initiativen sind eingeladen, sich mit einem Gottesdienst, einer Diskussionsveranstaltung, einem Tag der offenen Tür, einem kulturellen Beitrag oder mit einer anderen dem Leitziel verpflichteten Initiative an dieser Aktionswoche in Wittmund zu beteiligen und  diese gemeinsame Bewegung für ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft allgemein und im Landkreis Wittmund im Besonderen zu unterstützen.

Das Gesamtprogramm der 1. interkulturellen Woche im Landkreis wird dann Anfang September veröffentlicht. 

Wenn Sie bei der Aktionswoche mitwirken möchten, fordern Sie bitte bei der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe telefonisch unter 04462/861065 oder unter 04462/861063 oder per Email ein Anmeldeformular an und melden Sie dort Ihre Veranstaltungen  bis spätestens zum 4. August 2017 per Email  an nadja.pfister@lk.wittmund.de oder an elvira.weiser@lk.wittmund.de  an. 

Zum Hintergrund:

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der christlichen Kirchen, der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 immer Ende September statt. Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Integrationsbeiräte und -beauftragte, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützen und tragen diese Veranstaltung. Mit Festen, Podiumsdiskussionen, Gottesdiensten, kulturellen Ereignissen und interessanten Events setzen sich die Veranstalterinnen und Veranstalter der Interkulturellen Woche für ein friedliches und gerechtes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in unserer Gesellschaft und für einen Dialog auf Augenhöhe ein. Das vorrangige Ziel dabei ist, auf die Situation von Migrantinnen/Migranten und Flüchtlingen aufmerksam zu machen, andere dafür zu sensibilisieren und darüber zu informieren.

 
PM Nr. 44/2017 zur Straßenunterhaltung im Kreisgebiet - Montag, 26. Juni 2017

Sanierung der K16 zwischen Werdum und Burhafe beginnt in der kommenden Woche

lkw Wittmund. Autofahrer im nördlichen Landkreis Wittmund müssen sich ab der kommenden Woche auf eine größere Straßenbaustelle einstellen: Zum Wochenbeginn startet die beauftragte Firma Strabag mit der Sanierung der Kreisstraße 16 zwischen Werdum und Burhafe. Hier wird auf der ganzen Länge (ca. 7 Kilometer) die Fahrbahn abgefräst und dann erneuert. Die Straße bekommt im Zuge der Bauarbeiten, die rund 750.000 Euro kosten werden, eine komplett neue Deckschicht.

Einzig die Ortsdurchfahrt von Buttforde wird bei der Sanierung ausgespart. Mit einer Fertigstellung in den niedersächsischen Sommerferien wird gerechnet, Anfang August soll der Verkehr auf der K16 wieder störungsfrei laufen.

Die gesamte Maßnahme ist zeitlich und räumlich in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt umfasst den Straßenteil zwischen Werdum und Buttforde, der zweite die Strecke zwischen Burhafe und Buttforde. Ortskundige Autofahrer sollten den Bereich während der Bauarbeiten möglichst meiden. Umleitungsstrecken werden für die Zeit der Baumaßnahme ausgeschildert.

  

 
PM Nr. 43/2017 zum Thema Jugendschutz - Montag, 26. Juni 2017

Alkoholtestkäufe im Landkreis Wittmund

Nur drei Verstöße: Urteil im Ordnungsamt des Kreises fällt „erfreulich positiv“ aus

lkw Wittmund. Die Zahl der Verstöße bei Alkoholtestkäufen durch den Handel im Kreisgebiet ist nach Informationen des Ordnungsamtes der Wittmunder Kreisverwaltung weiter zurückgegangen. Für Landrat Holger Heymann eine sehr erfreuliche Entwicklung: „Auch wenn das nur eine Momentaufnahme sein kann, so hoffe ich doch, dass sich hier ein guter Trend ablesen lässt“. Das Urteil im Ordnungsamt über die Ergebnisse in diesem Jahr sei sehr positiv. Man werde hier aber weiter am Ball bleiben, ruhe sich nicht aus. „Der Jugendschutz muss eingehalten werden“, lautet nach wie vor die Devise bei der Polizei und dem Kreis Wittmund. 

Jugendliche Testkäufer waren im Zuge einer konzertierten Aktion von Polizei, Kreis und Präventionsrat in der vergangenen Woche (am 14. und 15. Juni 2017) verdeckt in verschiedenen Supermärkten und Discountern sowie bei Kiosken unterwegs und versuchten dort jeweils illegal alkoholische Getränke zu erwerben. Es gelang ihnen diesmal nur in drei Fällen (rund 7 Prozent der Testkäufe). Hier müssen die Betreiber nun mit Bußgeldern rechnen, die entsprechenden Verfahren wurden von der Ordnungsbehörde eingeleitet. Bei den insgesamt 43 Testkäufen in 35 Betrieben gab es in 40 Fällen diesmal keinerlei Beanstandungen, der beste Wert der letzten Jahre.

Im Einzelnen: Am 14. Juni gab es 21 Testkäufe in 16 Betrieben der Gemeinde Friedeburg und in der Stadt Wittmund. Hier gab es keinerlei  Beanstandungen. Am 15. Juni diesen Jahres waren die Testkäufer in den Samtgemeinden Holtriem und Esens unterwegs. Bei insgesamt 22 Testkäufen in 19 Betrieben gab es in drei Fällen ein Fehlverhalten, wo jetzt Inhabern und/der dem Personal Bußgelder drohen. 

Insgesamt handelte es sich bei den 35 angesteuerten Betrieben um 30 Supermärkte oder Discountermärkte (mit 2 Beanstandungen) sowie fünf Kioske/Getränkemärkte (ein Verfahren). Die drohenden Bußgelder liegen im Einzelfall zwischen 50 und 250 Euro, je nach Grad der Verantwortung. Im Wiederholungsfall verdoppelt sich diese Summe allerdings sofort, darauf weist das Ordnungsamt des Landkreises hin. 

Die Rechtslage im Jugendschutz ist völlig eindeutig: Bier und Wein dürfen erst von Jugendlichen ab 16 Jahren erworben werden, hochprozentige Alkoholika wie Spirituosen und Alkopops dürfen nicht an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden. 

Zahlen zu den Testkäufen aus den beiden Vorjahren zum Vergleich: 

Im Jahr 2015 gab es bei 46 Testkäufen in 36 Betrieben in 19 Fällen Beanstandungen und Bußgelder (41,30 Prozent); im Jahr 2016 fiel das Resultat besser aus: Bei 63 Testkäufen in 58 Betrieben kam es zu zehn Beanstandungen mit folgenden Bußgeldbescheiden (15,87 Prozent).

 
PM Nr. 42/2017 zum Freiwilligen Sozialen Jahr im Krankenhaus - Montag, 26. Juni 2017

Infotag im Krankenhaus: FSJler berichten ihren Nachfolgern von den Erfahrungen im Job

 

lkw Wittmund. „Hier ist an jedem Tag deine Eigeninitiative gefragt“, erklärt Tobias Freese und blickt wissend in die Runde – Hände in den Hosentaschen und Herumstehen seien nicht so gern gesehen. Gemeinsam mit Alina Kosihajda berichtet Freese, der nach dem Abitur studieren und Arzt werden will, von den Erfahrungen in der ablaufenden Zeit des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Wittmunder Krankenhaus. Zusammen mit sechs weiteren jungen Leuten haben die beiden vor einem guten Jahr angefangen und jetzt erstmals einen Infotag für angehende FSJler organisiert.

Dabei ist auch Eckhard Meier, stellvertretender Leiter des Pflegedienstes. Er erläutert auf Nachfrage im Detail die Dienstzeitmodelle, die auf die FSJler zukommen: Früh-, Spät- oder Zwischendienste, die neuen FSJler werden ab dem ersten Tag voll in das bestehende System integriert. Aber auch Wünsche, wo man eingesetzt werden möchte, werden im Vorfeld abgefragt.

„Der Umgangston hier bei uns ist eher kollegial und spaßig“, so charakterisiert Tobias Freese die gute Stimmung im Hause. Er habe es nicht bereut, sagt er, im Gegenteil, er habe viele wertvolle Einblicke in einen Krankenhausbetrieb bekommen. Das Wittmunder Krankenhaus ist bei seinen Patienten sehr beliebt. 

Bis zu acht junge Leute, junge Männer und Frauen, nehmen in jedem Jahr die Chance wahr, ihr FSJ im Krankenhaus in Wittmund zu machen. Sie können im Transportdienst, auf der Intensivstation, der zentralen Notaufnahme oder auf einer der normalen Pflegestationen arbeiten. Oder sie können auch mal bei den Operationen oder Untersuchungen zusehen - Eigeninitiative sei gefragt. Los geht es Anfang August.

Dass die Umstellung von der Schule zum FSJ nicht leicht ist, das wissen Freese und Kosihajda – und daher wollen sie ihren Nachfolgern den Start mit diesem Infotag erleichtern und die Hemmungen nehmen.

Nach einer Gesprächsrunde bei selbstgebackenem Kuchen startet die erste Führung durchs Haus, natürlich werden dabei weitere Fragen beantwortet. Und am Schluss gibt es sogar eine selbst erstellte Informationsbroschüre – derart vorbereitet sollen die neuen FSJler einen guten Start im Krankenhaus Wittmund haben.

 

 
PM Nr. 41/2017 zu "LandAufSchwung" im Kreisgebiet - Montag, 26. Juni 2017

Bundesmodellprojekt soll bis Ende 2019 verlängert werden – Zuschusstopf wird vom Bund weiter aufgefüllt

lkw Wittmund. Das  sehr gut angelaufene Bundesmodellprojekt „LandAufSchwung“ im Landkreis Wittmund wird um eineinhalb Jahre bis Ende 2019 verlängert. Damit verbunden ist auch eine namhafte Aufstockung der Fördermittel, wie der Bund der Kreisverwaltung in Aussicht gestellt hat. In der Kreispolitik wird die Verlängerung ausdrücklich begrüßt. Schwerpunkt der zusätzlichen Förderung soll das Thema soziale Dorfentwicklung sein. Der Landkreis wird dem Bund in Kürze in einem Schreiben mitteilen, dass man an der Programmverlängerung sehr stark interessiert ist.

Für den ursprünglich vorgesehenen Förderzeitraum waren Bundesmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro bereitgestellt worden. Inzwischen wurden im Landkreis Wittmund 22 Projekte aus dem Budget des Modellvorhabens „LandAufSchwung“ mit einem Volumen von rund einer Million Euro gefördert. Es liegen dazu inzwischen viele positive Zwischenergebnisse vor. Darüber hinaus hat eine Delegation des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den für das Projekt im Landkreis Verantwortlichen bei einem Besuch in Wittmund eine gute und außerordentlich engagierte Arbeit bescheinigt.

„Das ist eine einmalige Chance für uns“, erklärt Landrat Holger Heymann, der sich über diese positive Nachricht sehr gefreut hat, wie er sagt.

 
PM Nr. 40/2017 zum Thema Soziales im Lk Wittmund - Montag, 26. Juni 2017

Kostenlose und neutrale Beratung wird von Senioren gut angenommen

lkw Wittmund. Rund 20 Mitglieder des Landfrauenvereins Moorweg und Umgebung kamen, um sich fachlich gut informieren zu lassen – und sie gingen mit vielen interessanten Informationen: In der Mehrzweckhalle in Moorweg stellten Anne Schierenberg und Adele Varenhorst- Rupprecht vom Landkreis Wittmund die Aufgabenfülle und das Leistungspaket des Senioren- und PflegeStützpunktes vor.

Sie gingen auch kurz auf die Historie ein, denn das Seniorenservicebüro eröffnete bereits im Jahr 2008. Und drei Jahre später, im Jahr  2011, wurde dann auch der PflegeStützpunkt ins Leben gerufen. 2014 resultierte daraus der Senioren- und PflegeStützpunkt Niedersachsen im Landkreis Wittmund.

Die kostenlose und neutrale Beratung durch den Stützpunkt wird nach wie vor von vielen Betroffenen oder Angehörigen sehr gerne angenommen, wie die Referentinnen betonten.

Neben dem Thema Wohnberatung oder der Übersicht über die sozialen Leistungen war ein weiterer zentraler Diskussionspunkt die Information über die Leistungen der Pflegekasse. Seit dem Jahresbeginn 2017 bereits gilt nämlich das Pflegestärkungsgesetz II mit seinen Festlegungen. Häufig gestellte Fragen waren daher die nach der Beantragung des Pflegegrads, nach der Unterstützung beim Ausfüllen eines Antrags oder wie man als pflegender Angehörender reagieren soll, wenn der Pflegegrad- Antrag abgelehnt wird. Auch das Instrument der ehrenamtlichen Seniorenbegleiter wurde vorgestellt und erläutert.
Um all diese Themen ging es an dem Tag und es entwickelte sich ein reges Frage-und-Antwort-Spiel, bei dem die Moorweger Landfrauen rege mitdiskutierten. Auch dass regelmäßig Sprechstunden direkt dezentral in den Samtgemeinden Esens und Holtriem oder auch der Gemeinde Friedeburg angeboten werden, wurde von den Anwesenden als sehr positiv bewertet.

 
PM Nr. 39/2017 zu Flüchtlingsintegration im Landkreis Wittmund - Montag, 26. Juni 2017

Migranten werden bei Info-Veranstaltung auf Arabisch gezielt über deutsches Schulsystem informiert

 

lkw Wittmund. Die Eltern schulpflichtiger Kinder haben als Bildungspartner eine wichtige Rolle im Schulsystem des Landes Niedersachsen. Doch wie das Schulsystem in Deutschland jeweils organisiert ist, erschließt sich vielen Migranten auch auf den zweiten Blick nicht. Hier setzt eine Veranstaltung der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe bei der Kreisverwaltung mit gezielten Informationen auf Arabisch zum hiesigen Schulsystem an. Termin ist am Dienstag, 20. Juni, von 14 bis 16 Uhr im Centrum für Arbeit und Soziales, Dohuser Weg 34, 26405 Wittmund.

Was in punkto Bildungsweg für die Kinder beachtet werden sollte, welche Unterschiede es zum Schulsystem der Heimatländer besteht, oder ob das Kind einen Anspruch auf Unterricht in der Muttersprache hat, all das wird an diesem Tag ausgiebig besprochen und beleuchtet. Anwesend sein werden auch Aktive des Migranten Eltern Netzwerks sowie weitere Sprachmittler, um eine optimale Verständigung über das Thema zu erreichen.

Damit auch die Eltern von Kleinstkindern an der Veranstaltung teilnehmen können, bietet das Kinder- und Familienservicebüro an dem Nachmittag eine Kinderbetreuung an. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Infos bei Elli Weiser, Tel. 04462-861063. 
PM Nr. 38/2017 zum Thema Bundesmodellprojekt „LandAufSchwung“ im Lk Wittmund - Mittwoch, 31. Mai 2017

Einsendeschluss für alle Projektanträge im Zuge der fünften Fördertranche ist der 15. August

lkw Wittmund. Sommer-Endspurt für alle neuen Projektideen im Zuge von „LandAufSchwung“: Der Landkreis Wittmund und der Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e.V. weisen darauf hin, dass alle Projektideen, die noch in diesem Jahr im Zuge der fünften Fördertranche berücksichtigt werden sollen, bis zum 15. August antragsreif vorliegen müssen. Karin Garlichs (Kreisverwaltung) und Frank Happe, der Geschäftsführer des Wirtschafsförderkreises, appellieren daher an mögliche Antragsteller, sich umgehend die wichtigen Beratungstermine beim Wirtschaftsförderkreis in Wittmund zu sichern, damit in der Antragsphase formal auch nichts schiefgehen kann.

Problem in diesem Jahr ist, dass die Sommerferien mitten in der Zeit der Antragsphase liegen. „Wir wollen Interessierte frühzeitig genug darauf hinweisen, dass für die fünfte Tranche und gute Ideen im Sinne des Bundesmodellprojekts LandAufSchwung noch Gelder zur Verfügung stehen“, heißt es seitens der Projektverantwortlichen.

Für die in der Zukunft geplanten Fördertranchen fünf und sechs – das Programm läuft Mitte des kommenden Jahres aus – stehen noch Fördermittel in Höhe von ca. 480.000 Euro zur Verfügung. Das Entscheidungsgremium kommt wieder Anfang September zusammen, um sich die neuen Projekte anzusehen. Wer also noch gute Ideen im Sinne von „LandAufSchwung“ hat und bei der fünften Fördertranche dabei sein will, der kann seine Ideen und Projektskizzen mit dem Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e.V. besprechen. Dort läuft die Beratung durch Frank Happe und Mitarbeiter.

Zum Hintergrund: Das Entscheidungsgremium von „LandAufSchwung“, darin sitzen die Vertreter der relevanten gesellschaftlichen Gruppen und der Kommunen im Kreis, hat bei der Vergabe der Mittel das letzte Wort. Vorbereitet werden die Entscheidungen durch  die Entwicklungsagentur (Wirtschaftsförderkreis) und den Abwicklungspartner (Karin Garlichs, Kreisverwaltung). Beide Instanzen helfen auch bei der Antragsvorbereitung. Mehr dazu auch auf der Internetseite des Landkreises Wittmund, www.landkreis-wittmund.de, Stichwort „LandAufSchwung“. Dort sind alle wesentlichen Informationen um das Bundesmodellprogramm hinterlegt. Den Wirtschaftsförderkreis bekommen Sie unter der Telefonnummer 04462-5031 oder per E-Mail unter  info@wirtschaftsfoerderkreis.de.

 
PM Nr. 37/2017 zum Thema Naturschutz - Montag, 29. Mai 2017

Illegale Gartenabfälle in freier Natur sind mehr als nur ein Ärgernis

lkw Wittmund.  Die Gartensaison ist im vollen Gange, unüberseh- und unüberhörbar: Es wird allerorten gekärchert, gemäht, vertikutiert, geharkt, gejätet und umgepflanzt. Doch wohin mit den oft erheblichen Mengen anfallenden Grünabfalls? Schließlich will man es doch im eigenen Garten schön akkurat und ordentlich haben, also stört er hier. Nicht wenige Haus- und Gartenbesitzer nutzen daher dann nicht den eigenen Kompost oder die reguläre Biotonne für die Entsorgung, sondern kippen die Gartenreste lose oder gar verpackt in Säcken in die freie Landschaft. Schnell türmen sich dann an Wald- und Wegrändern, auf ungenutzten Grundstücken, sogar an Gewässerrändern und in Naturschutzgebieten enorme Mengen von Gartenabfällen auf.

Grün zu Grün, das passt schon, denken sich dabei viele Mitbürger ganz ungeniert - aber das Gegenteil ist der Fall: Natur und Landschaft nehmen bei diesem gedankenlosen Umgang Schaden. Zudem ist die Ablagerung von Gartenabfällen in der freien Landschaft illegal und damit beileibe kein Kavaliersdelikt. Es gibt nämlich im Grunde nur zwei Lösungswege: Gartenabfälle müssen im eigenen Garten kompostiert oder sie müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Dafür stehen auch etliche kommunale Entsorgungswege zur Verfügung: Die Biotonne und die Bioabfallsäcke, die regelmäßig angebotene Baum- und Strauchschnittabfuhr und die Selbstanlieferung an der Deponie.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Gartenabfälle in der Natur haben tiefgreifende Auswirkungen auf den Naturhaushalt. Dort, wo sie nämlich abgelagert werden, bringen sie das sensible Gleichgewicht in der Natur tüchtig durcheinander. Durch den punktuellen Stickstoffeintrag sterben dort lokale, standorttypische Pflanzengesellschaften ab und stickstoffliebende Pflanzen wie die Brennnesseln und die Brombeeren siedeln sich an. Dabei verdrängen sie in der Folge großräumig anspruchsvollere  Arten. Gärung und Fäulnisbildung (besonders bei abgelagertem Rasenschnitt)  gefährden zudem die Bäume und Sträucher, indem die darunter liegende Vegetation erstickt und das Bodenleben zerstört wird. Letztlich werden auch die Baumwurzeln beeinträchtigt.

Stickstoffhaltige Sickerwässer können zudem in den Boden eindringen und gelangen auf diesem Weg ins Grundwasser oder fließen über Böschungen und Gräben in die hiesigen Gewässer.

Gartenabfälle enthalten aber auch Wurzeln, Knollen und Samen von nichtheimischen, meist konkurrenzstarken Pflanzen, die sich dann ungezügelt in der Natur ausbreiten können. Sie verdrängen heimische Pflanzen und damit auch die daran angepasste heimische Tierwelt. Massive Probleme bereiten bereits die Herkulesstaude,  das Drüsige Springkraut und der Staudenknöterich. Alle drei sind ehemals verbreitete Gartenstauden. Im Wald und an Waldrändern breitet sich zunehmend die Gartenform der Goldnessel, der silberblättrige Goldnessel, aus. Das ist für Biologen immer ein Hinweis auf existierende wilde Abfallplätze.

Nach Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Wittmund ist es leider der mangelnde Respekt vor der Natur, der die   Menschen die Abfälle, die sie selbst im eigenen Garten nicht haben wollen, in Wald und Flur verteilen lässt. Und Nachahmer finden sich schnell, wie oft beobachtet wird: Sobald erste Abfälle irgendwo abgelagert werden, gibt es dort einen regelrechten Gartenabfall-Tourismus, in der Folge wird immer mehr  Biomüll dort abgeladen und es entstehen oftmals kleine Gartenabfalldeponien.

Bei dieser  Entsorgung in Wald und Flur, darauf weist der Landkreis hin, handelt es sich aber um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem empfindlichen Bußgeld geahndet werden kann, wenn die Verursacher  ermittelt werden können. Es wird nämlich bei der illegalen Grünablage in freier Natur gegen mehrere Umweltvorschriften gleichzeitig verstoßen.  Die Ahndung der Verstöße und auch die spätere Entsorgung dieser illegalen Müllablagerungen durch die öffentliche Hand verursachen Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

Auch im Gebiet des Landkreises Wittmund  gibt es selbst in den entlegensten Winkeln der Landschaft diese unansehnlichen, oft auch mit anderen Abfällen durchsetzten wilden Müllhalden. Muss das so sein?

Diese rhetorische Frage kann von den Mitarbeitern der unteren Naturschutzbehörde, die den Verschmutzungen nachgehen, nur mit einem strikten Nein beantwortet werden.

 
PM Nr. 36/2017 zum Thema Fortschreibung Regionales Raumordnungsprogramm für den Lk Wittmund - Freitag, 26. Mai 2017

Landwirte und Interessierte gaben bei vier Workshops wichtige Hinweise an Verfasser des landwirtschaftlichen Fachbeitrags

lkw Wittmund. Einen knapp 30 Punkte starken Fragenkatalog arbeiteten Dr. Bernhard Rump und Sophia Ulferts-Dirkssen von der Landwirtschaftskammer mit den Gästen der offenen Gesprächsabende in Nenndorf, Wittmund, in Esens und Etzel in den vergangenen Wochen ab. Die Beteiligung war intensiv und sehr tiefgreifend in der Thematik. Bei allem Frust gegenüber den gesetzgebenden Ebenen wie EU, Bund oder Land, der deutlich zu spüren war: Viele Bauern im Landkreis Wittmund, der überwiegend noch von den kleinen und mittleren Milchviehbetrieben geprägt ist, glauben dennoch, dass die Landwirtschaft im eher kleinflächig strukturierten Kreisgebiet eine Zukunft haben sollte – wenn auch immer mehr Höfe mangels Nachfolge oder Perspektive  aufgeben und ihr Land an größere Bewirtschafter abgeben.

Gerade jüngere Bauern sind vielfach sogar fest überzeugt, dass im Zuge des fortschreitenden Strukturwandels das Arbeitsplatzangebot für landwirtschaftliche Fachkräfte auf den Höfen im Landkreis eher zu- als abnehmen wird. Aber es wurden auch wichtige Forderungen laut, die die Vertreter der Landwirtschaftskammer und des Landkreises um Landrat Holger Heymann im Gespräch mit den etwa 150 Gästen an den vier Workshop-Abenden mitnahmen: Der Wallheckenschutz solle nicht zu bürokratisch gelebt werden. Der Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft dürfe nicht zu Lasten landwirtschaftlicher Flächen gehen, denn der Flächendruck werde immer größer, da auswärtige Investoren (darunter auch Landwirte) auf den Markt drängten und die Preise für Weide- und Ackerland sowie Pachtflächen in die Höhe trieben.

Deutlich wurde auch, dass die  Bauern als Bewahrer und Pfleger der gerade auch für den Tourismus interessanten typischen ostfriesischen Kulturlandschaft sich mehr Wertschätzung wünschen, einen gewissen Bestandsschutz auf den Dörfern benötigen und sich einen möglichst ideologiefreien Diskurs über ihr Tun wünschen.

Konkret ging es auch um Fragen der Entwässerung, um große Defizite und Nachholbedarf beim ländlichen Wegebau sowie generell Entwicklungsmöglichkeiten der Betriebe, die sich für ihre Investitionen möglichst viel Zukunftssicherheit wünschen.

„Wir werden das, was Sie uns mitgeteilt haben, nicht zu einhundert Prozent in den Entwurf des landwirtschaftlichen Fachbeitrags schreiben können, aber vieles werden wir aufnehmen, sofern es in unserer Zuständigkeit liegt“, versprach Landrat Holger Heymann abschließend.

Mit der Erstellung des Fachbeitrags ist die Landwirtschaftskammer beauftragt worden. Die Expertengespräche bei den Workshops bildeten den Auftakt für die Erstellung.

Wer noch Hinweise an die Kammer für diesen Fachbeitrag liefern will, kann sich an Regionalplaner Marwin Pettig beim Landkreis Wittmund (Tel. 04462-1294) wenden.                   

 
PM Nr. 35/2017 zum Thema Kinderbetreuung - Montag, 22. Mai 2017

Erste-Hilfe-Kurse sind Pflicht für Kindertagespflege-Personen

Lehrgang absolviert – Neuer Termin steht fest

lkw Wittmund. Tagespflegepersonen, die aufgrund einer Überprüfung durch den Landkreis Wittmund eine Pflegeerlaubnis zur Betreuung von Kindern erhalten haben, sind dazu verpflichtet, den Kurs „Erste Hilfe am Kind“ alle zwei Jahre aufzufrischen. In diesem Lehrgang, der jetzt wieder von einer Gruppe von Frauen erfolgreich absolviert worden ist, werden die Tagespflege-Personen geschult, in Notfällen mit Kindern entsprechend sicher zu reagieren. Der zurückliegende Kurs wurde von Gerda Hartmanns vom DRK Wittmund angeleitet.

Die Tagesmütter- und -väter dürfen grundsätzlich bis zu fünf Kinder gleichzeitig in ihrem privaten Haushalt oder aber im Haushalt der jeweiligen Familie, die diese Dienstleistung in Anspruch nimmt, betreuen.

Der Landkreis Wittmund hat nach wie vor einen hohen Bedarf an Tagespflegepersonen, die die Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren übernehmen. Der nächste Qualifizierungskurs startet im August 2017.

Interessierte können sich für weitere Informationen mit Julia Tammen (Tel:04462-861362) oder Anne Schierenberg (Tel:04462-861366) in Verbindung setzen.

 

 
PM Nr. 34/2017 zum Thema Rettungsdienst im Landkreis - Freitag, 19. Mai 2017

Fortbildung für die Versorgung Verletzter bei Amok- oder Terror-Einsatzlagen absolviert

lkw Wittmund. In der vergangenen Woche hat der Rettungsdienst des Landkreises Wittmund erstmals eine Fortbildung zum Thema „Versorgung von Traumapatienten bei Amok- und Terrorlagen“ durchgeführt. Die Notwendigkeit für Einsatz- und Rettungskräfte, mittlerweile auf viel mehr Szenarien vorbereitet zu sein als bisher, liegt auf der Hand: Erfahrungen der letzten Monate in Deutschland, Europa und anderen Teilen dieser Welt zeigen, dass derartige Einsätze – bei Terroranschlägen oder Amokläufen – den Rettern nicht nur spezielle Kenntnisse abverlangen, sondern dass dabei auch ein besonderes Equipment zur Wundversorgung nötig ist.

Um bei schwersten Verletzungen bei Opfern adäquat eingreifen zu können, hat der Landkreis Wittmund jetzt die Versorgung für den extremen Notfall weiter ausgebaut. Es wurden spezielle Verbandstoffe und Materialien angeschafft, die seit Jahren bereits im militärischen Bereich Anwendung finden. So sind unter anderem sowohl modulare Verbandstoffe und Wundstopfmöglichkeiten, als auch Materialien zur Versorgung beispielsweise von Amputationen oder gravierenden Brustkorbverletzungen in großer Menge beschafft worden. Die Nutzung dieser Verbandstoffe muss allerdings in der Anwendung genau geschult werden. So wurden nun bei einer Fortbildung zum einen Praxisanleiter aus dem Rettungsdienst als Mediatoren geschult, damit diese ihre hinzugewonnen Kenntnisse weitergeben können. Zum anderen ist ein erster Teil der Einsatzkräfte, leitende Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter, im sachgerechten Umgang mit diesem Material ausgebildet worden.

 

Die Dozenten, Spezialisten einer Rettungshubschrauberbesatzung von der Johanniter Unfallhilfe in Elsfleth, gaben den hiesigen Einsatzkräften  einen Einblick in das komplexe Themengebiet der skizzierten Einsatzlagen. Auch Gefahren für die eingesetzten Kräfte und die detaillierten Abläufe bei der Einsatzorganisation wurden umfangreich erörtert und besprochen.

Die teilweise neu eingeführten Materialien kommen selbstverständlich auch im Regelrettungsdienst bei Unfällen auf der Straße oder im Haushalt zum Einsatz und verbessern so das Spektrum der Rettungsmöglichkeiten. 
PM Nr. 33/2017 zum Thema Radwegebau im Lk Wittmund - Donnerstag, 18. Mai 2017

Anwohner haben Geduld bewiesen: Radwegebau an der K41 geht nach Bokelmann-Insolvenz ab dem nächsten Monat weiter

lkw Wittmund. Es war eine schlechte Nachricht für den Landkreis Wittmund, als die alt eingesessene Wittmunder Baufirma Bokelmann Insolvenz anmeldete. Denn hier standen nicht nur Arbeitsplätze auf dem Spiel, auch der Zeitplan für den im Frühherbst 2016 begonnenen Bau des Radwegs an der K 41 in Müggenkrug geriet ins Wanken. Jetzt, viele Monate später, ist auf der Baustelle ein Ende des Stillstands in Sicht. Nach der Neuausschreibung des Bauprojekts ist der Auftrag zur Fertigstellung des Radwegs an die Firma Feldmann (Jever) vergeben worden. Anfang Juni werden die Bauarbeiten weitergeführt, teilt der Landkreis Wittmund daher mit. Die Baukolonnen werden die verwaiste Baustelle aufräumen und dann mit dem Weiterbau des rund 3,5 Kilometer langen Teilstücks an der K 41 starten.

„Ich bedanke mich für den Langmut der Anlieger, die hier in den letzten Monaten viel Geduld aufgebracht haben“, sagt Landrat Holger Heymann erleichtert. Er sei froh, dass es nun mit Hochdruck weitergehe.

Am Ende dieses Jahres soll der Radweg fertig sein und bei einer kleinen Feierstunde vor Ort eingeweiht werden. Dann verfügt der Landkreis Wittmund an seinen Kreisstraßen bereits zu rund 60 Prozent über begleitende Radwege. Dieses Netz hat nach dem Ausbau des Teilstücks bei Leerhafe/Müggenkrug dann schon eine Länge von 103,262 Kilometern. Insgesamt gibt es im Landkreis ein Kreisstraßennetz mit einer Länge von 171,555 Kilometern.

Auf der politisch abgestimmten Prioritätenliste stehen als Nächstes die Radwege entlang der K 50 (Wiesedermeer-Upschört), an der K 14 (Werdumer Altendeich-Altfunnixsiel) sowie an der K 16 (Poggenkrug-Burhafe). Auf der aktuellen Warteliste stehen weiterhin die Bauprojekte an der  K 54 (Dunum-Burhafe), der K 38 (Bentstreek-Kreisgrenze Aurich) sowie K 49 (Collrunge-Müggenkrug) und K 38 (Bentstreek-Kreisgrenze Friesland) und noch einige andere.

Für die aktuelle Baumaßnahme gibt es auch wieder Geld von Bund und Land: 20 Prozent Zuschussmittel stammen aus der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, der größte Batzen mit 60 Prozent der Zuschüsse aus Mitteln des niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes  (GVFG).

Während der Bauphase bleibt die Straße für den Verkehr geöffnet, allerdings ist die Geschwindigkeit für den Zeitraum auf 50 km/h reduziert.

 
PM Nr. 32/2017 zum Thema niedrigschwellige Sprachangebote für Migranten - Dienstag, 16. Mai 2017

Deutsch-Kurse haben sich erfolgreich etabliert und helfen bei Integration

lkw Wittmund. Das Familien- und Kinderservicebüro der Kreisverwaltung hat  in Kooperation mit der ebenfalls beim Kreis angesiedelten Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe im vergangenen Jahr das Projekt „Mama und Papa lernen Deutsch“ für Flüchtlingsfamilien initiiert und gestartet. Der Kurs in Wittmund, begonnen im Mai 2016, blickte jetzt auf das Einjährige zurück. In Holtriem startete das Angebot etwas später, im Oktober 2016. Beide haben sich etabliert, werden sehr gut angenommen und sollen auch weitergeführt werden. Ein weiteres Angebot ist zukünftig auch für die Samtgemeinde Esens geplant, hierfür laufen die Vorbereitungen.

 

Das Projekt wird zu 50 Prozent aus Landesmitteln im Rahmen des Programms „Gut ankommen in Niedersachsen" und zur anderen Hälfte aus kommunalen Mitteln finanziert. Der niedrigschwellige, stark am Alltag orientierte Kurs ist als regelmäßige, sozialpräventive und auch familienbildende Sprachmaßnahme konzipiert. Die angesprochenen Teilnehmer, es sind vor allem Frauen die mitmachen, sollen bei den Treffen lernen, Sprachbarrieren zu überwinden und den verbalen Austausch mit anderen üben und nutzen.

Das vorläufige Fazit fällt sehr positiv aus: Aufgrund der hervorragenden Kooperation aller Beteiligten sind bei den Sprachkursen mit dem Einsatz von Sprachmittlern in allen Bereichen erhebliche Erfolge erzielt worden.

 

Der Wittmunder  Sprachkurs „Mama und Papa lernen Deutsch“ wird mit einer Kinderbetreuung in den Räumlichkeiten der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Wittmund durchgeführt. In der Praxis hat sich nun gezeigt, dass es insbesondere den Müttern leichter fällt sich auf den Spracherwerb zu konzentrieren, wenn sie die  Gewissheit haben, dass ihre Säuglinge bzw. Kleinkinder  unter drei Jahren ganz in der Nähe sind.  Im Laufe der Maßnahme haben bereits mehr als  20 Familien an dem Sprachkurs in Wittmund  teilgenommen.

 

Der zweite Kurs „Mama und Papa lernen Deutsch“  startete Anfang August 2016 in Holtriem. Der Boßelverein in Utarp ist der Kooperationspartner vor Ort und stellt das Vereinshaus dienstags und donnerstags für den Sprachkurs zur Verfügung. „Sowohl in Wittmund als auch in Holtriem geben die Sprachlehrer eine sehr positive Rückmeldung darüber, wie  ehrgeizig die Teilnehmer – Männer und Frauen - die neue Sprache Deutsch erlernen möchten,“, sagen Nadja Pfister und Dagmar Baumeister vom Landkreis. Für einige habe mit dem Spracherwerb in diesem Kurs die Alphabetisierung begonnen. Positiv hervorzuheben sei auch, dass einige Frauen jetzt konkrete Berufswünsche äußerten. Sie wollten künftig beispielsweise als Hebammen, Bürokräfte oder als Friseurinnen arbeiten.

Die Sprachkurse haben noch eine weitere Funktion: Sie dienen ebenso als erste Anlaufstelle für tägliche Belange der Familien. Bei speziellen Problemen werden diese an unterschiedliche Beratungsstellen weiter verwiesen, überwiegend mit dem Ergebnis eines schnellen Hilfeangebotes. „Diese professionelle Unterstützung für die geflüchteten Familien ist auch auf das starke Engagement  und die Fachkenntnis der Dozentinnen zurückzuführen“, wissen Pfister und Baumeister.

 

Zum Überblick:

 

*Sprachkurs in Holtriem - 2x wöchentlich,  Dienstag und Donnerstag jeweils vormittags im Boßelheim Utarp;

Dozentinnen: Sabine Ottmann und Gabriela Hatos

 

*Sprachkurs in Wittmund - 2x wöchentlich, Montag und Freitag jeweils vormittags im Haus Finkenburg, Räume des Ortsvereins der Johanniter; Dozentinnen: Beate Rosenberg-Arens, Gunda Hobbie, Ranya Fouani

 

*Koordinatorinnen für Sprachkurse und Sprachmittler:

Dagmar Baumeister und Nadja Pfister, Landkreis

 

 
PM Nr. 31/2017 zum Bundesmodellprojekt "LandAufSchwung" - Donnerstag, 11. Mai 2017

Neue Treffpunkte – mobiler Wochenmarkt: Entscheidungsgremium stattet fünf weitere Projektideen mit Fördermitteln aus

lkw Wittmund. Das Entscheidungsgremium für das Bundesmodellprojekt „LandAufSchwung“ im Landkreis Wittmund hat bei seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche fünf weitere Projektideen positiv beurteilt und mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt rund 211.000 Euro ausgestattet.
Im Einzelnen haben sich die Projektträger der vierten Fördertranche – bisher kamen seit dem Programmstart 17 Projekte zum Zuge – Folgendes vorgenommen:
Der hiesige Verein Mobiler Wochenmarkt e.V. wird nach seiner Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht einen Zuschuss von insgesamt 75.560 Euro erhalten, um an mindestens zwei Tagen pro Woche in sechs noch nicht genannten Ortschaften einen mobilen Wochenmarkt anzubieten. Der Verein möchte gerne auch mehr Tage anbieten und wird in Kürze die Gespräche mit den zuständigen Ortsvorstehern suchen. Für die Umsetzung des Projektes werden ein Verkaufswagen sowie ein Lieferwagen jeweils mit Anhänger angeschafft, um die Waren vor Ort anbieten und/oder auf Bestellung ausliefern zu können. Ein Auszubildender soll das Marktstand- und Liefergeschäft übernehmen. Ziel ist es, dass aus dem mit Fördermitteln angeschobenen Projekt ein Angebot wird, dass sich nach der Projektphase selbst trägt und dann wirtschaftlich zu betreiben ist sowie zunächst einen Arbeitsplatz sichert.

Der Förderverein der BBS Wittmund wiederum hat sich unter dem Motto „Werkstatt Fahrradmobilität – gemeinsam mobil sein“ überlegt, Berufsschülern – und vor allem auch Migranten – den für die Ausbildung und den späteren Job notwendigen fahrbaren Untersatz zur Verfügung zu stellen. Hierfür sollen 25 Fahrräder und drei Elektrofahrräder angeschafft werden. Zur Wartung des Fuhrparks soll dann in der Schule eine kleine Werkstatt eingerichtet werden, wo auch Kenntnisse rund um die Fahrradpflege und -reparatur vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt bei diesem Projekt darin, dann auch mit Migranten zusammen die Gegend zu erkunden. Hierbei sollen Besuche von Betrieben und Unternehmen einen Schwerpunkt bilden. Außerdem stehen auch Fahrradtrainings und vor allem Verkehrserziehung mit der Unterstützung von der Verkehrswacht und anderen Vereinen im Fokus. Aus Mitteln des Bundesprogramms werden hierfür rund 24.340 Euro bereitgestellt.

„Mittelpunkt Funnix – Bi Nabers to Hus“ ist der Antrag des Schützenvereins Funnix-Berdum e.V. überschrieben. Im Schützenhaus, das teilsaniert werden soll, wird es künftig einen neu hergerichteten Multifunktionsraum geben, in dem Einheimische und Migranten zusammenkommen können. Außerdem soll dort eine Hilfebörse für unterschiedliche Dienstleistungen im privaten Bereich eingerichtet werden. Zur Steigerung der Dorfgemeinschaft sollen auch verschiedene Veranstaltungen und u.a. auch ein Nähtreff angeboten werden mit dem Ziel, die Zusammengehörigkeit von Ortsbewohnern und Zugereisten zu intensivieren. Die Zuschusshöhe beträgt hier 60.000 Euro.

Die Gemeinde Friedeburg wird im Rahmen der „Modelldorfinitiative Bürgerhaus“ das derzeit als Jugendzentrum genutzte Gebäude umstrukturieren und renovieren, damit dort ein generationsübergreifender Treffpunkt entsteht, der auch Migranten anspricht. Ein Zuschuss von 44.800 Euro wurde dafür freigegeben.

Auch die bereits eingerichtete Kontakt- und Kooperationsbörse des Kreisverbandes Wittmund der Arbeiterwohlfahrt (Awo) kommt in den Genuss einer weiteren Förderung in der Höhe von  rund 13.000 Euro, um das Online-Angebot weiter zu pflegen und auszubauen. Hier geht es vor allem um die teilweise Förderung einer Personalstelle.

Für die in der Zukunft geplanten Fördertranchen fünf und sechs – das Programm läuft Mitte des kommenden Jahres aus – stehen noch Fördermittel in Höhe von ca. 480.000 Euro zur Verfügung. Nächster Abgabetermin für Projektanträge ist Anfang des Monats August 2017 – das Entscheidungsgremium kommt dann wieder Anfang September zusammen, um sich die neuen Projekte anzusehen.

Wer noch gute Ideen im Sinne von „Land(auf)schwung“ hat und bei der dritten Fördertranche im Spätsommer 2017 dabei sein will, der kann seine Ideen und Projektskizzen mit dem Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e.V. besprechen. Dort läuft die Beratung durch Frank Happe und Mitarbeiter.

Zum Hintergrund: Das Entscheidungsgremium von „Land(auf)schwung“, darin sitzen die Vertreter der relevanten gesellschaftlichen Gruppen und der Kommunen im Kreis, hat bei der Vergabe der Mittel das letzte Wort. Vorbereitet werden die Entscheidungen durch  die Entwicklungsagentur (Wirtschaftsförderkreis) und den Abwicklungspartner (Karin Garlichs, Kreisverwaltung). Beide Instanzen helfen auch bei der Antragsvorbereitung. Mehr dazu auch auf der Internetseite des Landkreises Wittmund, www.landkreis-wittmund.de, Stichwort „Land(auf)schwung“. Dort sind alle wesentlichen Informationen um das Bundesmodellprogramm sowie sämtliche Erreichbarkeiten hinterlegt.

 
PM Nr. 30/2017 zum Thema Soziales - Dienstag, 9. Mai 2017

Frist läuft: Beträge für Sozialhandbuch werden noch bis zum 20. Mai entgegengenommen

lkw Wittmund. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wittmund, Karin Garlichs, weist nochmals darauf hin, dass derzeit eine von ihr geleitete Projektgruppe von Auszubildenden des Landkreises Wittmund damit beschäftigt ist, das „Handbuch für Soziales, Familie und Gesundheit“ neu aufzulegen. Die erste Auflage stammt aus dem Jahr 2009 und ist zum Teil von den Einträgen her veraltet. 

Alle Gruppen, Institutionen und Akteure, die neu oder wieder in dieses Handbuch aufgenommen werden möchten, werden daher gebeten, an den Landkreis Wittmund entsprechende Informationen wie Name der Institution oder der Gruppe, Ansprechpartner, Adresse, Telefonnummer, Mailadresse und eine kurze Information zu den entsprechenden Aktivitäten zu geben. Angesprochen sind mit dieser Aufforderung auch diejenigen, die bisher in dem Buch vertreten waren.

Alle Informationen können an die folgende Mailadresse geschickt werden:  HandbuchSoFaGe@lk.wittmund.de

Telefonische Rückfragen werden unter den Telefonnummern 04462/861916, -1917 und -1918 beim Landkreis Wittmund entgegengenommen. Annahmeschluss für Einträge ist der 20. Mai 2017. 

Für die Beiträge in dem neuen Handbuch entstehen den Informationsgebern keinerlei Kosten, hebt Karin Garlichs noch einmal zur Klarstellung hervor: „Das ist eine Serviceleistung des Kreises für alle, die in diesem Bereich tätig sind – viele davon ehrenamtlich.“

 
PM Nr. 29/2017 zum Thema Soziales - Dienstag, 9. Mai 2017

Randvoll mit Informationen: Neuauflage des Seniorenratgebers für den Landkreis Wittmund vorgestellt

lkw Wittmund. Der Landkreis Wittmund hat heute im Beisein von Landrat Holger Heymann die Neuauflage des Seniorenratgebers für den Landkreis Wittmund vorgestellt. Die 1. Auflage des Heftes erschien bereits vor mehr als 20 Jahren, im Oktober des Jahres 1996. Er wurde seinerzeit vom „Arbeitskreis Altenarbeit in Wittmund“ in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Älterwerden des Landkreises Wittmund aus der Taufe gehoben.

Seitdem wird der 40 Seiten starke Leitfaden in regelmäßigen Abständen überarbeitet und in der aktuellen Fassung, der nunmehr 5. Auflage, in einer Stückzahl von  2500 Heften gedruckt und verbreitet. Produziert und gedruckt worden ist der Ratgeber in Zusammenarbeit mit der Medienwerft EmsJade (Verlag Brune-Mettcker, Wittmund).

Der Inhalt der farbigen Broschüre im handlichen Format ist traditionell breit gefächert: Er enthält wesentliche Informationen über das Sozialamt des Landkreises, dessen Senioren- und PflegeStützpunkt, aber auch über das Gesundheitsamt des Kreises und Beratungsstellen sowie -angebote im Landkreis.

Zu finden sind aber auch in geraffter Form wesentliche Informationen über gesetzliche Sozialleistungen und sonstige Ansprüche, über alle ambulanten Hilfen zur Unterstützung bei der häuslichen Versorgung und Pflege und über teilstationäre Angebote (Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege).

Breiten Raum nehmen weiterhin auch die Themenbereiche Wohnen im Alter sowie die zahlreichen Angebote an, die es im Bereich von Freizeit, bei der Bildung, beim Sport und bei der Gesundheitsvorsorge speziell für Senioren gibt.

Die Broschüren sind demnächst  bei der Wittmunder Gewerbeschau erhältlich (19.-21. Mai), anschließend auch in den Rathäusern der Gemeinden, Friedeburg, Holtriem, Langeoog, Spiekeroog und der Städte Wittmund und Esens sowie natürlich auch im Senioren- und Pflegestützpunkt des Kreises im Centrum für Arbeit, Jugend und Soziales.

 

 
Gemeinsame Presseerklärung des Landkreises Wittmund und der Stadt Esens - Dienstag, 9. Mai 2017

Baldige Sperrung der kommunalen Entlastungsstraße Bensersiel in Aussicht gestellt – Vorbereitungen laufen

Esens/Wittmund. Der Landkreis Wittmund und die Stadt Esens haben sich jetzt darauf verständigt, gemeinsam die Vorbereitungen dafür zu treffen, baldmöglichst die kommunale Entlastungsstraße von Bensersiel für den Verkehr zu sperren und die Beschilderungen an den Zufahrtstraßen und den beiden Kreisverkehren entsprechend zu ändern. Der genaue Zeitpunkt, ab dem die von der Stadt einst eröffnete Straße gesperrt sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Ein kurzfristiger Termin wird aber angestrebt.

Die neue Entwicklung in Sachen Umgehungsstraße hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt Esens per Beschluss angestoßen. Er reagierte damit auf eine beim Verwaltungsgericht Oldenburg anhängige Unterlassungsklage des Eigentümers der überwiegenden Flächen u.a. gegen die Stadt, dessen Grundstück nicht länger für Verkehre der Umgehungsstraße zu nutzen.

Auf Ämterebene werden beim Kreis und bei der Stadt/Samtgemeinde jetzt alle notwendigen Schritte unternommen, die bei einem Gespräch der Vertreter von Stadt und Landkreis am Freitag erzielte Übereinkunft zur Sperrung bis auf weiteres auch umzusetzen.

Derzeit führt die Stadt Esens ein Bebauungsplanverfahren, um die Straße grundsätzlich zu erhalten und nachträglich zu legitimieren.

Bis zur Klärung werde der Verkehr nun bedauerlicherweise wieder durch den Ortskern von Bensersiel laufen müssen, fügten Landrat Holger Heymann und Stadtdirektor Harald Hinrichs hinzu. Sie baten die  Bevölkerung wegen der letztlich ungeklärten Rechtslage um Verständnis für den nun unternommenen Schritt, die Straße zu sperren.

 
PM Nr. 28/2017 zum Thema Öffentlichkeitsarbeit im Lk Wittmund - Dienstag, 2. Mai 2017

Informationsbroschüre des Landkreises Wittmund liegt in neuer und aktualisierter Form vor

lkw Wittmund. „Landkreis Wittmund/Ostfriesland 2017 – Daten, Fakten, Informationen“ lautet der Titel der frisch gedruckten Infobroschüre, die jetzt die Wittmunder Kreisverwaltung in neuer und aktualisierter Form vorgelegt hat. Einwohner, Gäste aber auch sonstige Interessierte finden in diesem Heftchen im Kleinformat viele interessante Zahlen rund um den Landkreis und seine Gemeinden.

Die demografische Entwicklung der letzten Jahre im Kreisgebiet ist an den präsentierten Zahlen und Grafiken ebenso ablesbar wie die Entwicklung bei den Flüchtlingszahlen. Weitere Schwerpunkte sind Zahlen aus der Wirtschaft, zu Verkehr, Gesundheits- und Bildungswesen sowie zur Landschaftspflege. Ein Gliederungsplan der Kreisbehörde sowie Übersichten zu den Organen des Kreises und zum Kreishaushalt runden das Informationspaket ab.

„Diese Broschüre ist auch in seiner thematischen Breite ein Zeugnis der Leistungsfähigkeit und der Lebendigkeit des Landkreise Wittmund,“ sagt Landrat Holger Heymann im Vorwort. Der zweitkleinste Landkreis in Niedersachsen sei der Kreis der kurzen Wege mit Menschen, die zuversichtlich in die Zukunft blickten.

Die neue Broschüre ist für alle im Internet unter der Adresse www.landkreis-wittmund.de abrufbar.

 

Broschüre 

 
PM Nr. 27/2017 zum Thema Regionales Raumordnungsprogramm - Freitag, 28. April 2017

Entwicklungsperspektiven der Landwirtschaft bis zum Jahr 2027 – jetzt kommen Bürger und Bauern direkt zu Wort

lkw Wittmund. Vier lange Abende werden sich im Monat Mai Vertreter des Landkreises Wittmund, allen voran Landrat Holger Heymann, sowie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Zeit nehmen, um bei Workshops im Kreisgebiet Bürgern und Bauern die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Thema Landwirtschaft zu beschäftigen. Es geht im Wesentlichen um die Beurteilung der Ist-Situation im Landkreis, aber auch um die Entwicklungsperspektiven und Herausforderungen, die auf die moderne Landwirtschaft in den unterschiedlichen Landstrichen des Kreises zukommen. Die ersten beiden der vier Termine stehen fest und sind für jedermann, der sich für das Thema interessiert, zugänglich: Am 2. Mai wird ab 19 Uhr im „Holtriemer Hof“ in Nenndorf (Nordener Straße 50, 26556 Nenndorf) und am 10. Mai in Wittmund, Hotel Residenz, Saal Graf Edzard (1.OG), ebenfalls ab 19 Uhr diskutiert. Zwei weitere Workshop-Abende für die Bereiche Friedeburg und Esens sind in Vorbereitung.
Es geht darum, welche Festsetzungen und Aussagen das neue Raumordnungsprogramm zur Landwirtschaft trifft, welche Herausforderungen – Chancen und Probleme – aber auch Zukunftsvorstellungen entwickelt werden.
"Für mich ist die für alle offene und Ergebnis-offene Beteiligung aller Interessierten an diesem wichtigen Thema von ganz entscheidender Bedeutung, denn ich gehe davon aus, dass bäuerliche Betriebe auch in den nächsten Jahrhunderten bei uns noch eine vernünftige Existenzgrundlage haben müssen – und daran sollten und können wir alle mitarbeiten“, sagt etwa Landrat Holger Heymann, der einen engen Draht zu den Landwirten hält.
Als ehemaliger Landtagsabgeordneter weiß er aber auch, dass viele Veränderungen auf die Landwirte zukommen, weil sich Gesetze auf vielen Ebenen ändern und dem Natur- und Tierschutz eine zunehmend wichtigere Rolle zukommt.
Heymann bittet die Bevölkerung im Kreisgebiet auf, sich intensiv an den Diskussionsabenden zu beteiligen, „auch um deutlich zu machen, dass wir hinter einer Landwirtschaft stehen, die offensiv und kreativ mit den Herausforderungen umgeht und nicht den Kopf in den Sand steckt."

 
PM Nr. 26/2017 zum Thema Rettungsdienst/Schulen im Lk Wittmund - Freitag, 28. April 2017

Erste-Hilfe-Orientierung für Kinder – Grundschulen im Kreisgebiet nahmen Arbeitsbücher in Empfang

lkw Wittmund. In Kooperation mit dem Rettungsdienst des Kreises Wittmund übergab der K&L Verlag (Detmold) die Mal- und Arbeitsbücher „Erste Hilfe für Kinder“ dieser Tage an die Grundschulen im Wittmunder Kreisgebiet. Diese Aktion hatte es erstmals in dieser Konstellation im vergangenen Jahr gegeben und wurde nun aufgrund der positiven Resonanz wiederholt.

Landrat Holger Heymann übernahm die Patenschaft für das Projekt. Gerade wurde das Buch „Erste Hilfe für Kinder“ in einer Auflage von 1.850 Stück versandt. Mehr als 130 Sponsoren aus dem Kreisgebiet unterstützen das Projekt.

Jährlich werden in Deutschland viele Tausend Kinder durch Unfälle verletzt. Neben Unfällen im Straßenverkehr zählen Verletzungen beim Spielen und Toben zu den Hauptursachen. Bei Notfällen kommt es dann darauf an, bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ zu beginnen. „Wenn Kinder einige einfache Verhaltensweisen lernen, werden sie diese Regeln in ihrem Alltag einsetzten und auch als Erwachsene entsprechend umsetzen“, erklärt dazu Landrat Holger Heymann. So entstand die Idee zu einem kindgerechten Mal- und Arbeitsbuch, das der K&L Verlag gemeinsam mit der Hamburger Feuerwehr und der Landesfeuerwehrschule Hamburg entwickelte. Es vermittelt Kindern der dritten oder vierten Klasse spielerisch die Fähigkeiten, bei Notfällen Erste Hilfe leisten zu können. 

Kindgerechte Inhalte, kindgerecht gezeichnet

Nach den Osterferien 2017 war es soweit: die Grundschulen im Kreis Wittmund konnten die Bücher in Empfang nehmen. Sie erzählen von dem Geschwisterpaar Mario und Olivia, die gemeinsam mit dem Dackel Waldi durch verschiedene Episoden führen. Auf 32 Seiten geben sie Tipps und Ratschläge zur Ersten Hilfe und stellen Aufgaben zur Überprüfung des Erlernten. Themen wie Verbrennungen, Hitzschlag, Zeckenbisse, Vergiftungen oder Schocks werden ausführlich behandelt. Die Kinder erhalten altersgerechtes Wissen, wie sie sich im Notfall verhalten und Hilfe herbeirufen können. Die auszumalenden Bilder vertiefen das Erlernte. Gleichzeitig können Pädagogen, Erzieher und Eltern die Abbildungen mit den Kindern besprechen und üben. Mehr als 130 Sponsoren haben das Projekt unterstützt und damit ermöglicht, das Mal- und Arbeitsbuch kostenlos für die Schulen in einer Auflage von 1.850 Stück herauszugeben. Dafür wurden sie auf einer „Dankeschön-Seite“ erwähnt. „Auf diese Weise möchten wir uns bei allen Unterstützern herzlich bedanken“, so Landrat Holger Heymann weiter.

 
PM Nr. 25/2017 zum Thema Rettungsdienst im Lk Wittmund - Mittwoch, 26. April 2017

Im Notfall wird jetzt vom Rettungsdienst bei Verletzten auch das Mittel der Hypnose eingesetzt – Personal hat neues Verfahren gelernt

lkw Wittmund. Am vergangenen Wochenende haben sich insgesamt 13 Mitarbeiter der Rettungsdienste promedica und des Rettungsdienstes Landkreis Wittmund sowie eine Ärztin auf das neue rettungsdienstliches Verfahren der therapeutischen Notfall-Hypnose schulen lassen. Die ersten Reaktionen waren bei den Teilnehmern dieser Schulung eher verhalten, ja zum Teil sogar skeptisch. Viele hatten bei diesem Begriff die scheinbar willenlosen Personen vor Augen, die in sogenannten Hypnose-Shows der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Die erfahrenen Rettungskräfte sollten im Rahmen der Schulung schnell eines Besseren belehrt werden.

 

In der Bergrettung etwa in Österreich wird diese spezielle Entspannungstechnik bereits seit dem Jahr 2011, in der Schweiz seit 2012 eingesetzt. Im Jahre 2016 haben in Bremen schließlich die ersten Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten eine Ausbildung in diesen Entspannungs- und Beruhigungstechniken erhalten. Bisher führen im Nordwesten unter anderem die in Bremen ansässigen Dozenten, die Notfallmedizinerin Annette Held und der Arzt  Thomas Kemmler-Kell, mit ihrem Unternehmen Notfall-Hypnose GbR  solche speziellen Schulungen durch. Für die Absolventen ist jeweils am Ende der zweitägigen Veranstaltungen auch ein schriftlicher Test abzulegen.

 

Bei der jetzt in Wittmund durchgeführten Schulung, bei der es sich um die erste Inhouse-Veranstaltung des noch jungen Unternehmens handelte, wurde die Anwendung spezieller Entspannungs- und Beruhigungstechniken, der sogenannten therapeutischen Hypnose (Form der Tiefenentspannung bei wachem Bewusstseinszustand), erlernt. Diese Techniken können zum Beispiel bei Rettungseinsätzen mit Atemstörungen von der Hyperventilation bis hin zu Asthmaanfällen, bei sehr starken Schmerzen, oder bei der technischen Rettung von eingeklemmten Personen etwa bei Verkehrsunfällen, zur Beruhigung und Stabilisierung des Patienten eingesetzt werden. Auch im Fall eines schweren Schocks oder bei Panikattacken wäre eine Anwendung denkbar.   

 

Thomas Kemmler-Kell erklärt den Therapie-Ansatz: „Man muss sich das bei der therapeutischen Hypnose wie einen Zustand zwischen Wachsein und Schlafen vorstellen. Es ist in etwa so wie kurz vor dem Einschlafen, es ist ein wohliger Zustand. Und die Patienten können sich dabei bewegen, sie sind ansprechbar.“ Die therapeutische Hypnose als Therapiemöglichkeit funktioniert nicht immer. Zum Beispiel dann nicht, wenn sich der Patient dagegen wehrt und sich nicht darauf  einlässt. Bei Sprachbarrieren oder psychiatrische Erkrankungen wie Psychosen werden sie nicht angewendet.

 

Die erlernten Techniken wurden von den Rettungskräften nicht nur in der Theorie, sondern auch praxisnah am eigenen Körper angewandt. So wissen die Mitarbeiter aus eigener Erfahrung, was und wie der Patient fühlt, wenn sie künftig auf den Straßen oder in den Haushalten im Wittmunder Kreisgebiet eine Entspannungs- bzw. Beruhigungstechnik anwenden.

 

 
PM Nr. 24/2017 zur Neuauflage des Sozialhandbuchs - Mittwoch, 26. April 2017

Projektarbeit: Azubi der Kreisverwaltung schreiben Organisationen und Vereine für Neuauflage des Handbuchs für Soziales, Familie und Gesundheit an

lkw Wittmund. Für die Kreis-Auszubildenden Hinrike Freese, Sophie Groninger und Jan Aumüller wird es jetzt ernst: im Zuge einer Projektarbeit schreiben sie in den kommenden Tagen viele Institutionen, Organisationen, Einrichtungen und Gruppen im Kreisgebiet an und bitten um deren Mithilfe. Es geht dabei um die Neuauflage des Handbuchs für Soziales, Familie und Gesundheit, das zuletzt im Juni 2009 in einer Auflage von 3000 Stück erschienen war.

 

Herausgegeben wird das bisher 165 Seiten starke Handbuch in der dann aktualisierten Fassung erneut von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Wittmund, Karin Garlichs, die auch die Projektleitung hat. Diese hebt hervor: „Es wird Zeit, dass dieses Buch neu aufgelegt wird. Vor allem Neubürger finden hier wertvolle Hinweise und Tipps für Angebote in ihrer Umgebung, wenn sie Fragen oder Probleme haben, die es zu lösen gilt“.

Ausbildungsleiterin Rita Harms-Telle ist dankbar, dass Garlichs die Neuauflage des Handbuchs im Rahmen einer Projektarbeit mit Auszubildenden der Kreisverwaltung realisieren will, können diese doch so selbstständig im Team ein Produkt von Anfang bis Ende bearbeiten, dabei ihr Organisationstalent und ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen und im Kontakt mit Bürgern, Behörden und Einrichtungen und Firmen etwas Eigenes auf die Beine stellen.

 

Im ersten Schritt werden jetzt alle bisher Beteiligten an diesem Jahrbuch erneut angeschrieben und gebeten, alle relevanten Informationen für den Ratgeber zu liefern. So geht es neben ein paar Sätzen zur Selbstdarstellung der jeweiligen Gruppen und Institutionen inhaltlich um die jeweiligen Ansprechpartner, Erreichbarkeiten und Logos. Die Aufnahme in das Handbuch ist wiederum kostenlos.

Alle Projektbeteiligten sind guter Dinge und gehen sogar davon aus, dass das Handbuch noch ein wenig umfangreicher ausfällt als vor rund acht Jahren.

Wenn alles fertig ist, soll das Handbuch auch wieder im Internet auf der Kreis-Seite zu finden sein.

Damit das Projekt zeitlich nicht aus dem Ruder läuft, gibt es auch einen Einsendeschluss für die Rückmeldungen: Bis zum 20. Mai sollten die Antworten der Kreisverwaltung wieder vorliegen.

 

Per E-Mail ist die Projektgruppe unter der Adresse HandbuchSoFaGe@lk.wittmund.de zu erreichen.

Fragen können jederzeit auch telefonisch unter den Nummern 04462-861916 (Herr Aumüller), 04462-861917 (Frau Freese), 04462-1918 (Frau Groninger) oder an Frau Garlichs (Tel.: 04462/861135) vom Projektteam gerichtet werden.                                                                                                                
PM Nr. 23/2017 zum Thema Bauen im Lk Wittmund - Mittwoch, 26. April 2017

Anforderungen an landwirtschaftliche Bauanträge sind hoch - Kreislandvolk und Baubehörde tauschten sich aus

lkw Wittmund. Es werden per Gesetz und mittels Verordnungen viele rechtliche Anforderungen an landwirtschaftliche Gebäude gestellt, die neu errichtet werden sollen. Entsprechend umfangreich ist auch ein Bauantrag. Grund genug für den Wittmunder Kreislandvolkverband, einmal bei der Wittmunder Kreisverwaltung näher nachzufragen. Kürzlich kam es daher zum Treffen - Bauern- und  Behördenvertreter setzten sich im Bauamt des Kreises zusammen an einen Tisch.  

Landwirte dürfen dort bauen, wo es für andere nicht möglich ist: im Außenbereich. Allerdings müssen vielfältige gesetzliche Anforderungen erfüllt werden. Dies sei vielen Landwirten bekannt, schlage sich allerdings in der Bearbeitungszeit nieder, so hob Kreislandvolkvorsitzender Manfred Tannen aus Bensersiel hervor. Gleichwohl hätten die Antragsteller das Interesse, Genehmigungen zeitnah zu bekommen, um in der Familie getroffene Entscheidungen in unternehmerisches Handeln umzusetzen.

 

Werner Hillie als Leiter des Bauamtes empfahl, bereits mit dem Bauantrag alle erforderlichen Unterlagen beim Landkreis vorzulegen. Das erspare unnötige Nachforderungen. Im Genehmigungsverfahren würde dann nicht nur das öffentliche Baurecht abgeprüft. Auch Aspekte des Landschaft- und Naturschutzes, des Wasser- und Grundwasserrechts, des Tierschutzes  oder straßenrechtliche Belange müssten beachtet und demzufolge geprüft werden. Aber auch Lärm- und Geruchsimmissionen, Abstandsregelungen oder schlichtweg die Statik des Gebäudes seien für die Baugenehmigung bedeutsam.

Breiten Raum nahmen die Anforderungen aus dem Düngerecht in dem zurückliegenden Gespräch ein. Bei den aktuellen und zukünftigen Bauvorhaben müsse der Nährstoff-Eintrag lückenlos nachgewiesen werden. Damit kämen zusätzliche Anforderungen auf die Landwirte zu. Manfred Tannen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gülle im Rahmen der Kreislaufwirtschaft ein wertvoller, betriebseigener Wirtschaftsdünger sei. Mit ihm müsse verantwortungsvoll umgegangen werden. Zudem hätten auch die Landwirte ein hohes Interesse daran, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zugleich qualitativ hochwertige Lebensmittel zu produzieren.

Um Fehler zu vermeiden, so empfahl Amtsleiter Werner Hillie, sollten Antragsteller lieber einmal zu viel als zu wenig beim Bauamt nachfragen. Beispielsweise könnten für Hobbylandwirte die begehrte Baugenehmigung häufig nicht erteilt werden, weil sie die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllten. Selbst eine Schutzhütte ohne Fundament sei unzulässig. Wer sie trotzdem ohne Baugenehmigung errichte, laufe Gefahr, sie wieder abreißen zu müssen.

 
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