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Die Ostfriesische Landschaft

Landschaft bezeichnete im historischen und ursprünglichen Zusammenhang die Gesamtheit der Landstände in einem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Staat mit einer Ständeordnung.

 

In der Ostfriesischen Landschaft waren die Landstände mit den drei gleichberechtigte Gruppen der Ritter und Vertretern der Bürger und Bauern vertreten. Diese Ständevertretung gibt es in Ostfriesland bereits seit rund fünfhundert Jahren, sie vertrat die ostfriesische Bevölkerung. Ganz besonders erwähnenswert ist, dass sie bis zum 19. Jahrhundert auch wesentliche politische Rechte besaß und ihr sogar vom Kaiser Leopold I. ein eigenes Wappen verliehen wurde, das den Upstalsboom zeigt. Der Upstalsboom war und ist das Symbol für die Freiheit der Friesen. An diesem Ort trafen sich ehemals die Vertreter der selbständigen Landesgemeinden Frieslands. Hier wollten sie bei ihren Zusammenkünften gemeinschaftlich ihre Rechte und Freiheiten stärken und sichern.


Mitbestimmung und Selbstverwaltung haben in Ostfriesland eine lange Tradition. Die moderne ostfriesische Landschaft hat sich während des 20. Jahrhunderts von der alten Ständeversammlung zu einem zeitgemäßen Kulturparlament entwickelt. Sie ist heute eine demokratisch-parlamentarische Körperschaft des öffentlichen Rechts, ein höherer Kommunalverband. An Stelle der Landstände sind die ostfriesischen Landkreise und die Stadt Emden getreten, deren Kommunalparlamente die Mitglieder der Landschaftsversammlung wählen. Die Ostfriesische Landschaft vertritt daher nach wie vor die ostfriesische Bevölkerung. Sie nimmt im Auftrage ihrer Gebietskörperschaften und des Landes Niedersachsen zentrale kommunale und dezentrale staatliche Aufgaben auf den Gebieten der Kultur, Wissenschaft und Bildung wahr und betreibt dazu entsprechende Einrichtungen.

Sie finden die Ostfriesische Landschaft im Internet unter: www.ostfriesischelandschaft.de

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