Selbstverteidigungskurs - ein wertvoller Nachmittag für alle Teilnehmer
Auf großes Interesse ist ein offenes Angebot für Senioren gestoßen, zu dem der Senioren- und Pflegestützpunkt der Kreisverwaltung Wittmund in das Sozialzentrum am Dohuser Weg eingeladen hatte. 22 ältere Menschen über 60 Jahren, darunter auch solche mit Mobilitätseinschränkungen, lauschten gebannt den Ausführungen von Trainer Uwe Plois (Varel) und seiner Partnerin, wie man im Alltag wirkungsvoll auf Gewaltsituationen reagieren kann. Zielführende Methoden der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung in Gefahr für Leib und Leben demonstrierte Plois, der auch Situationen mit den Seniorinnen und Senioren nachstellte und übte, bei denen Schirme, Gehstöcke und ein Rollator ebenso zum Einsatz kamen wie Hände und Füße. Er demonstrierte einfache Mittel und Wege, wie übergriffigen Menschen oder Angreifern gezielt und kraftvoll begegnet werden kann, falls bedrohliche Situationen nicht von vorneherein vermieden werden können. „Patentrezepte gibt es allerdings nicht“, denn jede Situation sei anders, erläuterte der Vareler, der Jiu-Jitsu-Fachübungsleiter und Trainer beim JV Bockhorn ist und eng mit der Polizei zusammenarbeitet. Auch als Zuschauer und ungewollter Zeuge von gewaltsamen Übergriffen sei es wichtig, einzuschreiten und Opfern beizustehen, etwa mit der Alarmierung der Polizei, machte er in seinem Kurs deutlich.
Die Kreis-Mitarbeiterinnen Adele Varenhorst-Rupprecht und Anne Schierenberg waren dankbar über die Informationen des Varelers, so dass bereits an eine Wiederholung des Kurses gedacht ist. Wann dieser stattfindet, darüber wird die Kreisverwaltung zeitnah berichten.
Die Hilfsmittel für diese Veranstaltung wurden übrigens vom hiesigen Sanitätshaus Uber kostenlos zur Verfügung gestellt.