Gemeinsam säen, ernten und genießen
Willkommen im Gemeinschaftsgarten in Wittmund!
In unmittelbarer Nähe der BBS Wittmund entsteht eine lebendige, grüne Oase, die Gemeinschaft, Umweltbewusstsein und Bildung vereint. Wir verwandeln ein Stück Wittmund in einen öffentlichen Gemeinschaftsgarten, in dem alle Bürgerinnen und Bürger – Klein und Groß – aktiv mitwirken können.
In unserem Garten bauen wir gemeinsam Gemüse, Kräuter und Obstsorten an, die an unser regionales Klima angepasst sind. Wir fördern eine umweltfreundliche Lebensweise und machen den Garten zu einem neuen Ort der Begegnung.
In Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Kitas und Schulen schaffen wir Raum für gemeinsames Lernen und generationsübergreifendes Miteinander. Der Garten bietet Platz für Menschen jeden Alters. Ob du bereits ein Gartenprofi bist oder deine ersten Schritte im Gärtnern machen möchtest, bei uns bist du herzlich willkommen!
Auftakt im August 2024
Mit großem Enthusiasmus und einer beeindruckenden Anzahl von Teilnehmern fand im August 2024 das erste Treffen zum „essbaren Garten“ in Wittmund statt. Unter strahlendem Sonnenschein versammelten sich Menschen aller Generationen, von neugierigen Kindern bis hin zu lebensfrohen Senioren.
Während die Gruppe die zukünftige Gartenfläche erkundete, entstanden zahlreiche kreative Ideen für den Garten. In einer inspirierenden Runde teilte jeder ein Wort, das den Garten in einem Jahr beschreiben soll. Die Wünsche reichten von Gemeinschaftsaktionen und Obstbäumen – besonders der Apfelbaum scheint hoch im Kurs zu stehen – bis hin zu einer idyllischen Hängematte, in der man sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen kann, während man dem Summen der Bienen lauscht: Ein friedlicher Rückzugsort, um die Seele baumeln zu lassen.
Die Visionen der Teilnehmer umfassten außerdem bunte Blumen, leuchtende Sonnenblumen, ein Gewächshaus, Vogelgezwitscher, Wildkräuter und Wildgehölze sowie ein fröhliches Erntedankfest. Auch die Themen Biodiversität und barrierefreier Zugang wurden diskutiert und werden in die weitere Planung mit einfließen. Eine Teilnehmerin träumte sogar von Mandarinenbäumen. Ob das norddeutsche Klima das zulässt, wird die Zukunft zeigen. Fest steht: Die künftigen Gärtnerinnen und Gärtner werden alles daransetzen, ihre vielfältigen Ideen umzusetzen.
Gemeinschaftliche Erfolge: Die ersten Aktionstage
An bisher neun Aktionstagen wurde mit viel Einsatz gepflanzt, gesät, gebaut und gestaltet. Mit viel Engagement packten die Freiwilligen tatkräftig an, um die Fläche schrittweise in einen blühenden Gemeinschaftsgarten zu verwandeln.
Es entstanden Beete, Hochbeete, ein Kompostbereich, Wege, eine Kräuterschnecke sowie gemütliche Sitzgelegenheiten rund um zwei Teichbecken. Obstbäume, Wein, Kräuter und jede Menge Gemüse fanden ihren Platz, alles in ehrenamtlicher Teamarbeit. Im Juli 2025 wurde die erste große Ernte eingefahren: Kartoffeln, Zucchini und Erbsen konnten geerntet und verkostet werden.
Die Aktionstage zeigen immer wieder aufs Neue, wie viel in kurzer Zeit erreicht werden kann, wenn viele engagierte Hände zusammen anpacken.
Du möchtest mitmachen?
Interessierte können sich jederzeit an Fachdienst Natur- und Klimaschutz wenden oder telefonisch unter 04462-861492 informieren. Erlebe, wie viel Freude das Gärtnern in der Gemeinschaft machen kann. Jede helfende Hand, jede Idee und jeder Beitrag sind wertvoll. Wir freuen uns auf dich!
Der nächste Aktionstag findet am 18. April 2026 ab 15 Uhr statt.
Im Sinne der Nachhaltigkeit freuen wir uns über alte Gartengeräte und Gartenutensilien, die nicht mehr genutzt werden. Anstatt neue Materialien zu kaufen, soll möglichst auf das zurückgegriffen werden, was bereits vorhanden ist. Zur Absprache gerne an die oben genannte Telefonnummer wenden.
Einzug der Wildbienen in den Gemeinschaftsgarten
Im März 2025 hat der Garten ein neues Highlight erhalten – ein Wildbienenhotel, das von der Klasse 1c der Grundschule Wittmund gebaut wurde. Wildbienen sind entscheidende Bestäuber für Wild- und Kulturpflanzen. In Niedersachsen leben etwa 300 Wildbienenarten, die eine wesentliche Rolle für die Bestäubung von Blühpflanzen spielen, zur Bildung von Früchten beitragen und eine optimale Samenausbildung fördern. „Mit Aufmerksamkeit und Eifer waren alle Kinder voll bei der Sache. Der gute Verlauf ist der engagierten Lehrerin Frau Schönbohm-Wilke zu verdanken“, so Roland Eichenbaum, der das Projekt mit den Kindern umgesetzt hat.
„Die Kinder waren sehr neugierig und haben durch den anschaulichen Vortrag von Herrn Eichenbaum viel über die Bedeutung der Wildbienen gelernt“, berichtet Wiebke Schönbohm-Wilke, die die Schulklasse betreut. „Es hat allen große Freude bereitet, im Rahmen des Projektes selbst aktiv zu werden und für die kleinen Bienen Bambusrohre als Nisthilfen zu zersägen und glatt zu schmiergeln.“ Anders als Honigbienen, die in einem Bienenstock leben, suchen Wildbienen eigenständig Nistmöglichkeiten in der Natur, die jedoch immer seltener werden.
Das Vorhaben wird gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Weitere Informationen unter https://www.bingo-umweltstiftung.de/.