Sprungziele
Inhalt

Bioabfall

Allgemeine Informationen
Die Leerung der braunen Biotonne erfolgt alle 14 Tage. Näheres entnehmen Sie bitte unserem Abfuhrkalender. Sollte Ihre Biomülltonne einmal nicht ausreichen, können Sie zusätzliche, vom Landkreis zugelassene 60 l Papierbiomüllsäcke verwenden. Die Ausgabestellen für Biomüllsäcke finden Sie HIER.

Noch ein wichtiger Hinweis: Besitzerinnen und Besitzer von Biotonnen haben die Möglichkeit, sich beim Kompostwerk in Wiefels gegen Vorlage des gültigen Gebührenbescheides, einmal jährlich kostenlos Kompost (bis zu 1 cbm) abzuholen.


Kampagne „Das kommt mir nicht in die Biotonne“ weist auf verunreinigten Biomüll hin
Ab April jeden Jahres werden die Saison-Biotonnen im Kreisgebiet geleert. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund hatte das Angebot zur Entsorgung der anfallenden Bioabfälle bereits 2017 mit der Einführung einer Saison-Biotonne erweitert. Mit dieser Tonne können alle Bürgerinnen und Bürger noch flexibler die saisonal anfallenden Gartenabfälle entsorgen. Dieses Angebot ist vor allem auch für Eigenkompostierer interessant, die im Sommerhalbjahr ein Großteil der Gartenabfälle über die Saison-Biotonne entsorgen können, für die im Winterhalbjahr aber der eigene Kompost als Entsorgungsweg völlig ausreichend ist.

Insgesamt sind im Landkreis Wittmund ca. 12.400 Biomülltonnen aufgestellt; davon sind 760 Stück Saisontonnen (rund 6 %). Die Saison-Biotonne wird ab Anfang April bis Ende Oktober jeden Jahres im 14-tägigen Rhythmus geleert. Die Abholung erfolgt im Rahmen der „normalen Biotonnenentleerung“. Den Rest des Jahres verbleibt die Saison-Biotonne auf dem Grundstück, wird aber außerhalb der Saison nicht geleert. Durch spezielle Aufkleber ist die Saison-Biotonne deutlich von allen anderen Biotonnen, die das ganze Jahr über geleert werden, zu unterscheiden.

Egal, ob normale Biotonne oder Saison-Biotonne – immer wieder gab es in der Vergangenheit Probleme mit falsch befüllten Biotonnen bzw. verunreinigtem Biomüll. Mit einer Aufklärungskampagne möchte die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund hier auf das Problem aufmerksam machen. Mit konkreten Hinweisen und einfachen Tipps soll damit die Bevölkerung für die richtige Befüllung der Biotonnen sensibilisiert werden.



Unbedenklich – Das gehört in die Biotonne
Organische Abfälle sind zu schade, um sie als Restabfall zu entsorgen. Mit Hilfe der braunen Biotonne können die täglich anfallenden organischen Abfälle aus Küche und Garten gesammelt und der Kompostierung zugeführt werden. Kompost ist ein wertvoller Dünger und Bodenverbesserer. Fertigen Kompost kann man u.a. beim Kompostwerk auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums Wiefels erhalten.

Unbedenkliche Abfälle aus dem Haushalt sind z.B. Gemüse- und Obstabfälle, Kaffeesatz/-Filtertüten, Teebeutel/-reste, Eier- und Nussschalen, Kleinmengen an Federn und Haaren. Zu den unbedenklichen Abfällen aus dem Garten gehören z.B. Blumen und Topfpflanzen (ohne Topf), Wild- und Unkräuter, Gartenabfälle wie Baumschnitt/-rinde, Blumen/-erde, Hecken- und Strauchschnitt, Laub, Nadeln, Reisig, Moos, Grasschnitt, Unkraut, Zweige, Heu und Stroh in kleinen Mengen sowie unbehandelte Holz- und Sägespäne.



Achtung – Das gehört nicht in die Biotonne
Bei Nutzung der Biotonne dürfen keine Fremdstoffe in den gesammelten Bioabfall gelangen. Als Störstoffe werden alle Fremdstoffe im Bioabfall bezeichnet, die den Verrottungsprozess stören und durch verbleibende Reste nach der Verrottung die Qualität des erzeugten Kompostes beeinträchtigen. Dies sind in der Regel alle biologisch nicht abbaubaren Stoffe.

Diese Fremdstoffe gehören nicht in die Biotonne: Hygieneartikel (Tampons, Binden, Watte, Wattestäbchen, Windeln usw.), Medikamente und Verbandmaterial, Plastiktüten bzw. Trage- und Einkaufstaschen aus Kunststoff (auch biologisch abbaubar), Kunststoff-Verpackungen (auch biologisch abbaubar), Einweggeschirr und -besteck aus Kunststoff (auch biologisch abbaubar), Aluminium, Metall, Draht, Glas, Keramik und Porzellan, Blumentöpfe (auch biologisch abbaubar), Gummiartikel, Lederreste, Kleintierstreu einschließlich enthaltenen Exkrementen, Kehricht, Kohlepapier, Putzlappen und -tücher, Staubsaugerbeutel, schadstoffhaltige Problemabfälle.



„Kompostierbare“ Plastiktüten im Biomüll – Gut gemeint, aber nicht erlaubt
Plastiktüten sind für die Biotonne nicht geeignet. Leider verpacken viele Bürgerinnen und Bürger ihre Küchenabfälle in Plastiktüten, um die Biotonne und das Vorsortiergefäß sauber zu halten. Doch Plastik lässt sich nicht kompostieren und muss mit viel Aufwand im Kompostwerk aussortiert werden. Es reicht aus, das Vorsortiergefäß mit Zeitungspapier oder Papiertüten auszulegen. Möglich ist auch, kompostierbare Plastiktüten für die Sammlung im Haushalt zu verwenden, wenn danach nur der Inhalt dieser Tüten in die Biotonne geleert und die leere Tüte anschließend über die Restmülltonne entsorgt wird.

Kompostierbare Plastiktüten sind für die Biotonne nicht erwünscht, denn sie stören den Ablauf in der Kompostierungsanlage und erhöhen den Aufwand, um eine gute Qualität des Komposts zu gewährleisten. Sogenannte „kompostierbare“ Tüten, die der Handel anbietet, benötigen in der Regel mehr als zehn Wochen, ehe sie abgebaut sind. Dabei entstehen weder Nährstoffe noch Bodensubstrat. Im Kompostwerk wird der Bioabfall schon innerhalb von sechs Wochen zu Kompost verarbeitet, daher ist der Abbau der kompostierbaren Plastiktüten in der Zeit nicht vollständig abgeschlossen. Leider sind kompostierbare Plastiktüten optisch kaum von herkömmlichen Plastiktüten zu unterscheiden. Beide Tütenarten müssen mühsam und kostenintensiv als Störstoffe herausgesiebt und als Restabfall entsorgt werden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund empfiehlt, Küchenabfälle in Papiertüten oder noch preiswerter in Zeitungspapier zu sammeln.



Natürlicher Nähstoff- und Humuskreislauf unterstützt die Erzeugung von wertvollen Biokompost
Im Kompostwerk des Zweckverbandes im Abfallwirtschaftszentrum Wiefels wird aus den angelieferten Bioabfällen – also u.a. aus Obst- und Gemüseschalen, Hecken-, Grasschnitt und Laub etc. ein wertvoller Biokompost erzeugt.

Dazu wird der Bioabfall im ersten Schritt in einer Sortierkabine händisch von Fremd- bzw. Störstoffen befreit. Nach verschiedenen weiteren Behandlungsschritten wird das Material anschließend zu Mieten aufgesetzt und unter Luftzufuhr (aerob) gerottet (Intensivrotte und Nachrotte). Abschließend durchläuft der Rohkompost eine Feinabsiebung, so dass am Ende des Prozesses ein hochwertiger und gütegesicherter Frischkompost übrigbleibt.

Das Besondere an diesem „Dünger aus Biomüll“ sind die Nährstoffe. Stickstoff, Phosphor, Kalium und organischer Kohlenstoff sind wichtig für das Wachstum von Pflanzen. Der Biokompost macht einen Verzicht auf chemische Düngemittel möglich. So schließt sich der natürliche Nährstoff- und Humuskreislauf. Frei von Störstoffen ist der Kompost eine echte Geheimwaffe: Er besteht zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen und kann im großen Stil in der ökologischen Landwirtschaft langfristig die Verwendung von konventionellen Düngern und torfhaltigen Erden ersetzen.



Wie halte ich die Biotonne sauber? Eine Schicht geknülltes Zeitungspapier auf dem Behälterboden ist eine trockene Grundlage, diese sauber zu halten. Ist die Tonne zur Hälfte gefüllt, sollte wieder eine Schicht geknülltes Papier reingelegt werden. Nach dem Leeren offenlassen, um sie zu trocknen. Sie kann zusätzlich mit Wasser ausgespült werden.

Wie vermeide ich Madenbefall?
Das A und O im Sommer ist das Fernhalten der Maden. Biomüll sollte möglichst kühl und trocken gehalten werden. Faulgase, Feuchtigkeit und Wärme ziehen Fliegen an, die dann Eier ablegen.

Tipps gegen Ekel-Plage im Sommer:
Gesteinsmehl oder gelöschten Kalk auf Biogut streuen. Das Pulver trocknet die Biotonne und auch Maden aus. In einigen Baumärkten gibt es spezielles Biotonnen-Pulver.

Zeitungspapier - Wer seine Essensreste in der Küche bereits dick in Zeitungspapier einwickelt, bevor sie im Müll landen, sorgt dafür, dass sich weniger Flüssigkeit und Gase bilden. Zusätzlich kann man auf den Boden der leeren Biotonne oder zwischen die Bioabfälle mehrere Lagen Zeitungspapier legen. Auch Holzspäne, Gras oder Heu helfen, Flüssigkeit aufzusaugen und die Tonne trocken zu halten.

Vorsicht bei gründlicher Reinigung - Putzwasser, das mit Spül- oder Reinigungsmitteln versetzt ist, darf nicht ins Grundwasser gelangen. Anschließend die Tonne mit einem Essig-Wassergemisch einreiben. Der säuerliche Geruch hält Fliegen und Maden fern. Auch andere ätherische Düfte wie Zitrus-, Lavendel- oder Teebaumöl mögen Insekten nicht und eignen sich um Befall entgegenzuwirken.

Abfall abdecken - Einfach einen Gardinenrest über die Tonnenöffnung stülpen und mit Gummizug sichern. Anschließend kann der Deckel geöffnet bleiben und der Biomüll trocknet ab. Zieht man das Netz direkt nach der Reinigung über die Tonne, kann man sicher sein, dass keine Fliege dort ihre Eier legt.


Für weitere Fragen rund um das Thema Müll steht die Abfallberatung des Landkreises Wittmund während der Bürostunden gern unter Tel. 04462 86-1230 zur Verfügung.








Direkt zum Ziel