Sprungziele
Inhalt

Datum: 28.10.2026

Trotz zuletzt mehrerer Unfälle kaum tragbare Ansätze zur Entschärfung - aber: Motorräder sollen stärker kontrolliert werden

 Zu einem offenen Meinungsaustausch zur Verkehrssituation auf der Kreisstraße 27 zwischen der Verkehrsbehörde des Landkreises Wittmund, den Ortsvorstehern von Leerhafe (Ralf Abels) und Hovel (Alida Menssen) sowie der örtlichen Kreistagsabgeordneten Tamara Faß (SPD) hatte Landrat Holger Heymann unlängst ins Wittmunder Kreishaus eingeladen. Auslöser waren Informationen über Unfälle sowie viele Beschwerden über den dortigen Motorradverkehr, der die kurvenreiche, aber enge Strecke zu sportlichen Ausflügen nutze. Gesprochen wurde über den Wunsch nach einer durchgehenden Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 Stundenkilometer entlang der mehrere Kilometer langen Strecke.

Nach den Schilderungen der Verkehrsbehörde des Landkreises sind dort in den letzten Jahren mehrere Erhebungen des Geschwindigkeitsniveaus vorgenommen worden – die gemessenen Ergebnisse waren danach eher unauffällig. Auch die Verkehrssicherheitskommission, besetzt mit Landkreis- und Polizeivertretern, hat die Situation vor Ort erörtert und Unfalldaten geprüft – Ergebnis: Die Strecke ist zum aktuellen Zeitpunkt kein Unfallschwerpunkt. Unfallereignisse hatten zuletzt in der Mehrheit nicht überhöhte Geschwindigkeiten zur Ursache. Dies bedeutet aus Sicht der Verkehrsbehörde, dass dort von der Verkehrssituation keine konkrete Gefahr ausgeht und daher eine Geschwindigkeitsreduzierung nicht angeordnet werden kann.

Trotzdem besteht seitens der Anwohner der Wunsch zur Verbesserung der Situation, vorgetragen von den beiden Ortsvorstehern und der Kreistagsabgeordneten. Dies scheint der Verkehrsbehörde, insbesondere in Bezug auf den Motorradverkehr, nachvollziehbar. So wurde vereinbart, dass die Straßenmarkierungen und die vorhandenen Beschilderungen optimiert werden. Außerdem wird es künftig gemeinsame Aktionen des Landkreises und der Polizei zur Verkehrsüberwachung geben, insbesondere von Motorrädern – auch am Wochenende. Im Rahmen des Gesprächs machten die örtlichen Vertreter weitere, konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation auf der K27. Diese wurden vom Fachdienst Straßenverkehr aufgenommen und werden im weiteren Verlauf einer Prüfung unterzogen.

Landrat Heymann appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich an die örtlichen Verkehrsvorgaben zu halten. Die Vertreter der Kommunalpolitik hätten sich mehr Einschränkungen gewünscht, zeigten aber Verständnis für die Erklärungen der Verkehrsbehörde und hoffen durch mögliche Maßnahmen auf eine Verbesserung der Situation, so die Kreisverwaltung nach dem Gespräch.

Direkt zum Ziel