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Leitziel 4: Wir wollen die nachhaltige Energiewende als Chance für die Region nutzen

Wir wollen die nachhaltige Energiewende als Chance nutzen, die Windenergie zu pflegen und weitere Energieformen auszubauen, um diesen Wirtschaftsfaktor zu sichern. Die günstigen Standortbedingungen im Kreis ermöglichen einen weiteren Ausbau der Wind-energie, vor allem durch das „Anlagenrepowering“ in bestehenden Parks – das heißt alte Anlagen durch leistungsstärkere zu ersetzen. Auch die Speicherung von überschüssigem Windstrom durch „Power-to-Gas“ wird für den Landkreis eine wichtige Rolle spielen. Als gasförmige Energieträger kommen hier insbesondere Wasserstoff, synthetisches Methan und Druckluft infrage. Besondere Aufmerksamkeit will der Landkreis auch dem Thema Erdgasleitung Wilhelmshaven-Etzel schenken, z. B. können weitere Speicherkapazitäten in der Kavernenanlage für Erdgaseinlagerungen in Etzel in der Gemeinde Friedeburg geschaffen werden.

Maßnahme:

Akzeptanz der erneuerbaren Energien durch Öffentlichkeitsarbeit schaffen

Um die nachhaltige Energiewende als Chance für die Region nutzen zu können, muss im Landkreis Wittmund mehr Akzeptanz für erneuerbare Energien geschaffen werden. Dies gelingt z. B. durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit und durch Beteiligung der Bürger bei geplanten Verfahren. Ziel einer vorausschauenden Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Steuerung der Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort ist eine konfliktarme und akzeptierte Planung, die möglichst viele und vielfältige Bürgermeinungen aufnimmt. Die Öffentlichkeitsarbeit sollte frühzeitig angelegt, gut geplant sein und kontinuierlich über den gesamten Projektverlauf hinweg informieren, um das Meinungs- und Stimmungsbild im Landkreis proaktiv und dauerhaft positiv zu beeinflussen.

Auch die vielfältigen Möglichkeiten des Internets sollten genutzt werden. Die rechtlich vorgeschriebene Beteiligung bei Flächennutzungsplanverfahren versteht sich als das breitenwirksame Informieren über den Planungsstand. Darüber hinaus sollte neben dem „Informieren“ auch „beteiligt“ werden. Ein Instrument dazu ist z. B. die Berufung eines Baustellenbeirats, in den die verschiedenen Anspruchsgruppen Vertreter entsenden. Dieser Beirat nimmt Rückmeldungen, Beschwerden und Anregungen auf und bietet die Möglichkeit einer schnellen Verständigung bei auftretenden Problemen. Auch kann die Kommunikation direkt vor Ort auf der Baustelle eines bereits genehmigten Vorhabens stattfinden, indem ein Baucontainers zum „Besucherzentrum“ umfunktioniert wird, in dem sich Interessierte über das Vorhaben informieren können.

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