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Datum: 09.10.2019

Bisher rund 7,5 Zentner tote Fische aus Gewässern geborgen

Gestern ist es in den Gewässern Stuhlleide und Falster Tief zwischen Esens und Dunum zu einem massiven Fischsterben gekommen. Auf der gesamten Gewässerstrecke fanden sich hauptsächlich große tote Fische wie Schleie, Hechte, Brassen und Karpfen.

Entsprechende Hinweise auf den Zwischenfall hatte die Polizei an den Landkreis Wittmund weitergegeben. Vor Ort überzeugten sich dann Landkreis-Mitarbeiter Hermann Schmidt von der unteren Wasserbehörde sowie Polizeibeamte aus Wittmund selbst davon. Es wurden Wasserproben an ausgesuchten Bereichen der Gewässer entnommen. Diese Proben werden nun im Labor auf Nähr- und Giftstoffe hin untersucht. Trotz intensiver Suche gelang es bisher nicht, die Ursache für das Fischsterben festzustellen. Daher wird hiermit auch die Bevölkerung aufgefordert, etwaige sachdienliche Hinweise zu geben. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass illegal toxische Stoffe eingeleitet worden sein könnten. Es sprechen nach bisheriger Erkenntnis keine Anzeichen dafür, dass ein sonst oft ursächlicher Sauerstoffmangel das Absterben der Tiere verursacht hat.

Der Gewässerbereich, in dem das Absterben der Fische und auch der Kleinlebewesen festgestellt wurde, erstreckt sich von dem Schöpfwerk in Wagnersfehn bis unterhalb des Fischaufstieges am Wehr in Falster. Bei der Stuhlleide handelt es sich um ein weitgehend renaturiertes Gewässer – daher der einst große Fischbestand. Von Helfern des Angelvereins Dunum, der Sielacht Esens und eines mit Boot ausgestatteten Helfers des jeverschen Angelvereins wurden etwa 7,5 Zentner tote Fische geborgen. Diese werden einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt.

Es ist anzunehmen, das teilt der Landkreis weiter mit, dass bei dem Zwischenfall der gesamte Bestand in dem genannten Gewässerabschnitt abgestorben ist. Der dort ansässige Angelverein Dunum ist in diesem Jahr insgesamt sehr stark gebeutelt worden, da es in diesem Jahr auch schon ein Fischsterben in den Gewässern Abenser und Burhafer Leide gab.

Hinweise können an die Polizei in Wittmund, aber auch an die untere Wasserbehörde bei der Kreisverwaltung (Tel: 04462-861290) gegeben werden.

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