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Datum: 04.12.2019

Eis und Schnee voraus – praktische Tipps zum Umgang mit eingefrorenen Mülltonnen

Im Winter haben die Menschen meist nicht nur mit vereisten Straßen zu kämpfen, sondern auch mit den Nachteilen eingefrorener Mülltonnen. Bei der Leerung durch die vom Landkreis beauftragten Müllfahrzeuge können diese dann teilweise nicht oder nicht vollständig geleert werden. Frust und Ärger sind dann vorprogrammiert. Das Problem wird vielfach unterschätzt – aber es gibt wirkungsvolle Vorbeugungsmaßnahmen. Darauf weist die Kreisverwaltung mit dieser Mitteilung hin, die zahlreiche Tipps enthält.

Bereits im Monat November können erste Nachtfröste auftreten, die insbesondere die organischen Abfälle in der Biotonne zu „Tiefkühlkost“ werden lassen. Bei tieferen Temperaturen kann sich dann aber auch die Restmülltonne in einen unzugänglichen Eisschrank verwandeln. „Die Mitarbeiter der Müllabfuhr geben auch in der kalten Winterzeit ihr Bestes. Bei der Leerung werden die Abfalltonnen mehrfach kräftig gerüttelt, damit die gesamten Abfälle in das Müllfahrzeug fallen können. Sind die Tonnen jedoch eingefroren und vielleicht noch verpresst, hat die Müllabfuhr keine Chance, die Tonnen zu leeren“, heißt es seitens der Kreisverwaltung.

Um dieses zu verhindern und um eine effektive Abfuhr auch in den Wintermonaten zu gewährleisten bittet die Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund die Kreisbewohner, diese Hinweise zu beachten:

•Nach der Leerung kann der Boden der Biotonne mit einigen Lagen Zeitungspapier oder einem Stück Karton bedeckt werden. Alternativ kann man auch zu Papiersäcken greifen, die die Tonne komplett auskleiden.

•Der Inhalt der Tonne darf nie zu feucht sein, da dieses Material schnell festfriert.

•Nasses Laub und feuchte Gartenabfälle sind in der kalten Jahreszeit pures Gift für die braune Tonne, da sie das Festfrieren der gesamten Abfälle in der Biotonne noch beschleunigen. Für die Entsorgung bieten sich dann zusätzliche Papier-Biomüllsäcke an, die am Abfuhrtag mit dazugestellt werden können (gerne auch mehrere). Die Verkaufsstellen für diese Säcke sind im geltenden Abfuhrplan oder auf den Internetseiten der Abfallwirtschaft des Landkreises Wittmund zu finden, aber auch in der Smartphone-Abfall-App „mymüll“ (erhältlich in den App- bzw. Android-Stores).

•Im Winter sollte die Bio- oder auch die Restmülltonne zwischen den Abfuhrtagen so kälte- und windgeschützt wie möglich stehen. Am besten steht sie im Keller oder in der Garage. Wenn das nicht möglich ist, ist die Tonne dicht an die Hauswand zu rücken, zum Beispiel unter den Dachüberstand. Erst am Morgen des Abfuhrtages bis spätestens 6 Uhr sollte diese dann an die Straße gestellt werden. Wird die Tonne allerdings schon am Abend vorher bereitgestellt, ist die Gefahr sehr groß, dass der Bioabfall oder die Reststoffe im Behälter festfrieren.

Kräftiges Rütteln der Tonne und zusätzliches Lockern des Inhaltes, zum Beispiel mit einem Spaten vor der Abfuhr, unterstützen das Entleeren zusätzlich. Steht eine Tonne über Nacht bei eisigen Temperaturen draußen, kann das Auflockern des Inhaltes beschwerlich, aber die letzte Lösung sein, dass damit zumindest ein Teil der Abfälle von der Müllabfuhr mitgenommen werden kann.

Die Müllwerker können diese Arbeit leider nicht übernehmen, müssen sie doch Tag für Tag mehr als 3.000 Mülltonnen leeren. Auch wenn es bitter oder nicht nachvollziehbar klingt: Sollte die Mülltonne aufgrund eingefrorener Abfälle nicht oder nicht vollständig geleert werden können, dann besteht kein Anspruch auf eine kostenlose Nachleerung. Darauf weist die Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung hin.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Abfallberatung des Landkreises Wittmund gerne unter Telefon 04462/861230 während der täglichen Dienstzeiten zur Verfügung. Und im Internet gibt´s rund um die Uhr ebenfalls wichtige Informationen unter der Adresse www.landkreis.wittmund.de

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