Fahrbahnerneuerung K 44: Schäden an der Deckschicht durch Gummieinschlüsse
In der Deckschicht der im Jahr 2019 sanierten Kreisstraße 44 zwischen Gründeich und Holtgast (Samtgemeinde Esens) wurden nach Abnahme der Baumaßnahme durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Aurich) gummiartige Einschlüsse mit einem Durchmesser von 5 -11 Millimetern auf der gesamten Strecke festgestellt. Das teilt die Kreisverwaltung Wittmund mit.
Zur Klärung der unerwünschten Verunreinigung hat es dazu bereits Anfang Dezember 2019 einen Ortstermin zusammen mit der ausführenden Straßenbaufirma, dem Mischwerk, der Straßenmeisterei Wittmund und dem Auricher Geschäftsbereich der Straßenbaubehörde gegeben.
Das Labor des Mischwerkes hat daraufhin vor Ort Proben genommen und untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die festgestellten Einschlüsse aus aufbereitetem, wasserdurchlässigem Asphalt für einen Sportplatzbau stammen. Dieses Material wurde leider vom Mischwerk fälschlich bei der Herstellung des Deckschichtmaterials für die Kreisstraße 44 zugegeben. Verdichtung und Griffigkeit der neuen Deckschicht wurden im Rahmen der Maßnahmen-Abwicklung ebenfalls überprüft und diese Parameter entsprechen den vertraglichen Vorgaben.
Mit der ausführenden Baufirma wurden abweichend von den normalen Regelungen bei der Baustellen-Abnahme eine Verlängerung der Gewährleistung (von 2 auf 4 Jahre) sowie die Umkehr der Beweislast vereinbart. Die Deckschicht soll daher künftig verstärkt beobachtet werden, um festzustellen, ob sich Schäden einstellen, die weitere bauliche Maßnahmen erforderlich machen könnten. Die Kreisverwaltung wird dies zusammen mit den beteiligten Behörden im Blick behalten und sich weitere Schritte vorbehalten.
Kurzer Rückblick: Baubeginn für die Sanierung des mehr als sechs Kilometer langen Straßenstücks war der 17. Juni 2019. Den Zuschlag hatte die Westersteder Straßenbaufirma Georg Koch GmbH bekommen. Im Zuge der Arbeiten auf der Strecke zwischen Gründeich und Holtgast (Samtgemeinde Esens) wurde die vorhandene Fahrbahn auf der ganzen Länge abgefräst, neu profiliert und dann mit einer neuen Deckschicht versehen. Außerdem wurden in den Kurvenbereichen die dort verlegten Kunststoffmatten erneuert. Das Auftragsvolumen für die umfangreiche Maßnahme – auch die Erneuerung eines Kanaldurchlasses war nötig - belief sich auf rund 940.000 Euro. Bei einer Versammlung waren die Anwohner seinerzeit umfassend über die Planungen informiert worden.