Sprungziele
Inhalt

Datum: 19.06.2019

Helferfest in der FTZ nach Moorbrand-Einsatz: Landrat Heymann würdigt Einsatz der Kreisbereitschaft

Mit einem Helferfest hat sich Landrat Holger Heymann seitens der Kreisverwaltung Wittmund bei all denjenigen für ihr Engagement danken, die seinerzeit mit den Zügen der Kreisbereitschaft und dem Equipment der Kreisfeuerwehr zur Hilfeleistung ins Emsland aufgebrochen sind. Die Männer und Frauen waren Anfang September 2018 zum Teil mehrfach, und zum Teil über mehrere Tage im Emsland im Lösch- und Unterstützungseinsatz. Heymann erklärte: „Ich danke ich Ihnen herzlich, denn das ist nicht selbstverständlich, hier alles Stehen und Liegen zu lassen, um dort bei einer Großschadenslage mitzuhelfen. Das verlangt schon besonderes Engagement.“

Die Organisation des Hilfs-Einsatzes lag seinerzeit in den Händen des damaligen Kreisbrandmeisters Frank Gerdes, dem Landrat Heymann dankte. Gerdes, der beim Helferfest nicht dabei sein konnte, hatte seinerzeit die Aufgabe vom eigentlichen (damaligen) Kreisbereitschaftsführer Johann Goldhammer übernommen, der verhindert war. Wittmunds aktueller Kreisbrandmeister Friedhelm Tannen ließ es sich nicht nehmen, beim Helferfest vergangene Woche dabei zu sein. Er schloss sich dem Lob des Landrats an die Feuerwehrkameraden und –kameradinnen an. Tannen lobte aber auch die Unternehmer und Betriebe im Kreisgebiet, die ihre Mitarbeiter für den Einsatz im Emsland freigestellt hätten.

Landrat Heymann blickte in seiner Ansprache auf den Einsatz zurück.
121 Kameraden aus drei von vier Zügen der Kreisbereitschaft plus zusätzliche Kräfte, die nicht der Kreisbereitschaft angehören, sind von im vergangenen Jahr von der Wittmunder FTZ aus auf Anforderung nach Meppen abgerückt. Die Einsatzleitung vor Ort hatten die jeweiligen Zugführer und die TEL für den Bereich, wo sie eingesetzt war. Dabei war auch das Spezial-Amphibienfahrzeug mit Kettenantrieb, das Hägglunds, mit seiner eigens dafür geschulten Besatzung, unter anderem der hauptamtliche FTZ-Mitarbeiter Bernhard Groot.

Das Team der FTZ hatte sehr viel Arbeit mit dem überörtlichen Hilfseinsatz im Emsland. „Die Arbeit ging nämlich im Grunde erst nachher los. Denn da kam das ganze Material aus dem Einsatz zurück, musste gesichtet werden, gereinigt, repariert und zum Teil musste es auch ganz neu beschafft werden“, erläuterte Heymann vor mehr als einhundert geladenen Helfern sowie Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ).

Die Kreisverwaltung hat wegen dieses Einsatzes der Wittmunder Kreisbereitschaft Kosten von fast 305.000 Euro ermittelt. Die Rechnung mit der Aufstellung der Kosten liegt dem Bundesverteidigungsministerium vor, wurde aber bisher noch nicht beglichen. (Kostendetails: Knapp 220.000 Euro an Gebühren; rund 62.500 Euro an Material; etwa 22.000 Euro Verdienstausfall.)

Landrat Heymann ließ den Ablauf der Geschehnisse im Emsland noch einmal kurz Revue passieren lassen. Er sagte auch: „Viele von Ihnen haben Ausschnitte und die Bilder in den Nachrichten sicher noch vor Augen, aber aufgearbeitet worden ist alles noch nicht. Und wie Sie alle wissen, wird uns das Thema Klimawandel, das Thema Hitze und Trockenheit im Lande in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter beschäftigen.“ Es sei also nicht auszuschließen, dass sich ähnliche Bedrohungslagen jederzeit wiederholen könnten. Ich wolle nicht den Teufel an die Wand malen, so Heymann, aber mit solchen Szenarien müsse man offensichtlich rechnen und leben: „Und das tut man am besten, wenn man übt und sich darauf einstellt - so gut es geht.“

Bevor es zum gemütlichen Teil mit Grillwurst und Getränken ging, wurden rund 120 Ehrenmedaillen des Landes an die Moorbrandhelfer verteilt.

Direkt zum Ziel