Landkreis Wittmund sucht ehrenamtliche Sprachmittler und Sprachmittlerinnen
Zugewanderte sollen in verschiedenen Lebensphasen, insbesondere in der Phase des Ankommens, unterstützt und begleitet werden. Etwa beim Zugang zu Hilfesystemen, wie der Kinder- und Jugendhilfe, beim Besuch von Arztpraxen, Beratungsstellen, Behörden und bei anderen frühen Hilfen. Daher wurde beim Landkreis Wittmund das Projekt „Sprachmittler knüpfen an“ ins Leben gerufen.
Hierzu können sich interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die gute Fremdsprachenkenntnisse haben und die deutsche Sprache gut beherrschen, bei der „Zentralen Anlaufstelle für Migranten“ der Kreisverwaltung Wittmund melden. Sie werden dann in einem ausschließlich internen „Dolmetscher-Pool“ gelistet und, je nach der Art der eingegangenen Anfragen bei der zentralen Anlaufstelle für Migranten, angefragt und eingesetzt.
Das Projekt „Sprachmittler knüpfen an“ wird durch das Land Niedersachsen über eine Projektförderung für Flüchtlingsfamilien mit dem Namen „Gut ankommen in Niedersachsen!“ finanziert.
Die ehrenamtlichen Sprachmittlerinnen und Sprachmittler ersetzen allerdings nicht die Tätigkeit von vereidigten Dolmetschern und Übersetzern. Denn bei der Ausübung des Ehrenamtes als Sprachmittler besteht ein Haftungsausschluss. Der Landkreis Wittmund zahlt für die ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung von 10,-€ pro Stunde, die letztlich durch das Land erstattet wird.
Aktuell werden vor allem weibliche Sprachmittlerinnen gesucht, die Türkisch, Arabisch, Kurdisch, Russisch oder Persisch (Farsi oder Dari) sprechen.
Bei Anfragen wenden Sie sich an Frau Stuckmann per Telefon unter 04462 86-1066 oder per E-Mail.