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Datum: 20.07.2020

Landkreis rückt dem Unkraut mit heißem Wasser und Bio-Schaum zu Leibe

Landkreis-Mitarbeiter Alexander Wirt sorgt in diesen Tagen mit speziellen Arbeitsgerät und seiner Art der Unkrautbekämpfung für Aufsehen rund um die Kreisverwaltung in Wittmund: Heißes Wasser mit einem Schaumzusatz verbreiten, aufgebracht mit einem staubsaugerähnlichen Handaufsatz, kurzzeitig einen meist großflächigen weißen Schaumteppich auf Parkflächen und Gehwegen, die zu den Kreisgebäuden führen. Es riecht aber nicht unangenehm, und aufgestellte Verbots- oder Warnschilder säumen die jeweilige Arbeitsstelle auch nicht. Und es ist auch kein Problem, wenn das Spülwasser in den nächsten Gulli läuft, der die Flüssigkeit aufnimmt und über das Kanalsystem zur Kläranlage leitet. Unkrautbekämpfung auf schonende Art, mittels eines nassthermischen Verfahrens, um es technisch auszudrücken – das hat sich die Kreisverwaltung auf die Fahnen geschrieben.

Der Landkreis hat nämlich mit der Anschaffung einer speziellen Maschine die Unterhaltung seiner Verkehrsflächen auf ein umweltschonendes Verfahren umgestellt. Benutzte man in den Vorjahren noch das Pflanzengift Roundup, inzwischen verboten, ist nun das neue Verfahren an die Stelle getreten. Denn der Kreisverwaltung ist es wichtig, seine Liegenschaften in Ordnung zu halten und gut zu pflegen. Auch zwischenzeitlich angewandte thermische oder mechanische Verfahren mit Gasbrennern oder rotierenden Stahlbürsten waren sehr aufwendig, zeitintensiv und nahmen einen großen Teil der Hausmeistertätigkeit beim Landkreis ein. Außerdem waren die Stahlbürsten schnell abgenutzt und die Neubeschaffung der Ersatzbürsten sehr kostenintensiv.

Denn was Wirt nun bei seiner Arbeit macht, ist einfach erklärt dieses: Dem heißen Wasser aus einer mobilen Aufbereitungsanlage auf dem Anhänger hinter der Zugmaschine wird über ein Extra-Gefäß ein Schaumzusatz beigemischt. Es ist ein biologisch-organischer Wirkstoff auf der Basis nichtionischer Tenside, gewonnen aus Pflanzen. Beim Trocknen nach der Unkrautbehandlung hinterlässt der Schaum keine Spuren und ist nach kurzer Zeit bereits nicht mehr sichtbar. Er sorgt bei der Flächenbehandlung dafür, dass das heiße Wasser länger seine Temperatur behält und auf die benetzte Pflanze einwirkt, also die Pflanzenzellen wirksam zerstört.

Die jetzt beim Landkreis eingesetzte Variante der Unkrautbekämpfung ist Hausmeistern und Mitarbeitern des Bauhofes vor der Anschaffung – am 6. Dezember 2018 passierte die Investition in das Gerät den Haushaltsausschuss – vorgeführt worden. Und sie zeigte bereits nach kurzer Zeit die erhoffte Wirkung. Da es sich bei der Maschine um einen Aufbau auf einem Anhänger handelt, ist die mobile Anlage flexibel an den jeweiligen Standorten einsetzbar. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf rund 45.000 Euro.

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