Landkreis warnt: Unrichtige Angaben per Notruf könnten zu Komplettausfall des Rettungsdienstes führen
Die Kreisverwaltung Wittmund warnt aus gegebenem Anlass: Unrichtige Angaben bei einem Notruf können schlimmstenfalls zum Komplettausfall des Rettungsdienstes führen. Denn der ist auf gesundes Rettungspersonal angewiesen. In der jüngeren Vergangenheit ist es vermehrt vorgekommen, dass Patienten selbst oder deren Angehörige über den Notruf 112 oder die Krankentransportrufnummer 04462–19222 bei der Kooperativen Leitstelle Ostfriesland (KRLO) in Wittmund unrichtige Angaben zum Gesundheitszustand des Patienten gemacht haben. Es wird durch die Disponenten derzeit in der laufenden Pandemie immer abgefragt, ob typische Covid-19-Symptome vorliegen. Es wird nunmehr angenommen, dass aus der Angst, dass der Rettungsdienst dann nicht kommen würde, entsprechende Falschangaben gemacht werden. Durch diese Art der Fehlinformation des Rettungsdienstes besteht aber die reale Gefahr, dass auch das Rettungspersonal, trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen und der persönlichen Schutzausstattung, sich anstecken könnte.
Harald Lamberti, Leiter Rettungsdienst und Geschäftsführer der Rettungsdienst Wittmund gGmbH, betont: „Der Rettungsdienst wird immer zur Hilfe kommen, natürlich auch bei positiv auf das Corona-Virus getesteten Patienten oder Patienten mit eindeutigen Symptomen.“ Daher möge man bei Notrufen bitte wahrheitsgemäß auf alle Fragen der KRLO-Disponenten antworten. Sonst drohe für die Helfer die Gefahr, sich anzustecken und dass der Rettungsdienst als Einheit komplett ausfallen könnte. Lamberti deutlich: „Und das kann ja niemand ernsthaft wollen“.