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Datum: 13.03.2025

Letzte Runde im Prozess: Das Thema Lebensqualität steht ganz weit im Vordergrund

Der Landkreis Wittmund arbeitet derzeit intensiv an der Fortschreibung seines Klimaschutzkonzeptes sowie an der Erstellung eines neuen Klimaanpassungskonzeptes. Das teilt das Klimaschutzteam der Kreisverwaltung in Wittmund mit. Diese Maßnahmen sollen die Region sowohl vor den Folgen des Klimawandels schützen als auch den Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasen weiter ausbauen. Vor allem das Thema Lebensqualität steht dabei im Vordergrund und wurde bei vorangegangenen Veranstaltungen immer wieder betont. Nun sind die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises noch ein letztes Mal vor Fertigstellung der Konzepte gefragt, ihre Ideen für einen nachhaltigeren Landkreis Wittmund in die Konzepte einfließen zu lassen.

Dazu steht ab sofort steht eine kurze Online-Umfrage zur Verfügung, bei der alle Interessierten ihre Meinung äußern und Vorschläge einreichen können. Am Ende der Umfrage können auf einer interaktiven „Ideenkarte" konkrete Maßnahmenideen für bestimmte Orte und Bereiche im Landkreis lokalisiert werden. Dabei können Ideen in unterschiedlichsten Bereichen, wie Verwaltung, Private Haushalte, Landökosysteme, Meeres- und Küstenökosysteme, Wirtschaft und Tourismus, Bildung und Soziales sowie Mobilität eingetragen werden.

Mit der Teilnahme an der Umfrage und der Ideenkarte können Bürgerinnen und Bürger aktiv zur Gestaltung der Zukunft im Landkreis Wittmund beitragen. Egal ob es um klimaangepasste Gärten, neue Mobilitätsangebote, Mehrwegangebote in der Gastronomie oder um Maßnahmen im Küstenschutz geht – jede Idee zählt. Die Ergebnisse der Umfrage und der Vorschläge auf der Ideenkarte werden in die Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte des Landkreises einfließen und eine wichtige Grundlage für die zukünftige Umsetzung bilden.

Die Umfrage kann unter https://app.maptionnaire.com/q/4rv7f8vns3e3 aufgerufen werden.

Bisheriger Beteiligungsprozess

Neben der öffentlichen Beteiligung wurden bereits verschiedene Zielgruppen einbezogen, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, das kreisweite Klimanetzwerk sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Landwirtschaft und Küstenschutz. Auch wurden Umfragen in Mitgliedskommunen und im Bildungs- und Gesundheitsbereich durchgeführt. Abgerundet wird dieser Prozess nun mit der öffentlichen Umfrage für alle Bürgerinnen und Bürger, um ein möglichst breites Spektrum an Ideen zu sammeln. Nach Auswertung aller eingegangenen Beiträge wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der gemeinsam mit den beteiligten Akteuren weiterentwickelt wird.

Der bisherige Beteiligungsprozess hat bereits wertvolle Vorschläge hervorgebracht. Diese können als Inspiration dienen und zeigen, welche Themen für den Landkreis wichtig sind. Es handelt sich dabei noch nicht um konkrete Maßnahmen, sondern um von den Beteiligten vorgeschlagene Ideen. Beispiele umfassen unter anderem:

Verwaltung:

  • Nachhaltige Beschaffung und Geräte-Sharing fördern
  • Energiebilanzen und Sanierungsfahrpläne für Verwaltungsgebäude
  • Klimafreundliche Gestaltung kreiseigener Gebäude und Flächen
  • Ökologisch wertvolle Ausgleichsflächen

Private Haushalte:

  • Mehrsprachige Energiespartipps für Mieter
  • Auszeichnung für klimaangepasste Gärten
  • Energieberatung für Haushalte mit Ölheizung
  • Beratung für klimafreundliche Sanierung und Umgestaltung

Landökosysteme:

  • Aufwertung von Wallhecken
  • Ökosysteme für die nächste Generation
  • Arbeitsgruppe Landökosysteme
  • Aufforstungsprojekte für Klima und Bildung

Meeres- und Küstenökosysteme:

  • Überregionales Wassermanagement für Küstenschutz
  • Dünen- und Deichpflege für Küstenschutz
  • Küstenschutz in die Regionalplanung integrieren
  • Küsten- und Meeresschutzkalender

Wirtschaft und Tourismus:

  • Klimabedingte Risikomanagementstrategien im Tourismussektor
  • Best Practices und Vernetzung für Klimaschutz und Klimaanpassung im Unternehmenssektor
  • Erweiterung nachhaltiges und klimafreundliches Angebot im Tourismus
  • Beratung zu Industrieflächen (ökologische Aufwertung)

Bildung und Soziales:

  • Hitzeschutz für soziale Einrichtungen
  • Extremwetter-Aufklärung
  • Ehrenamtliches Engagement für Klimaschutz und Klimaanpassung
  • Klima-Bildungsangebote für Schulen

Mobilität:

  • Mitfahrzentrale
  • Schattenspendende Infrastrukturen
  • Trinkwasserversorgung an Radwegen
  • Klimafreundliche und anpassungsfähige Verkehrsflächen

Weitere Informationen zu den Klimakonzepten finden Interessierte unter www.landkreis-wittmund.de/klimakonzepte. Dort sind auch die bisherigen Ergebnisse im Rahmen des umfassenden Beteiligungsprozesses einsehbar.

Weiterer Hinweis: Die Entwicklung des Klimaanpassungskonzepts im Landkreis wird durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK)des Bundesumweltministeriums gefördert. Das skizzierte Vorhaben erstreckt sich über den Zeitraum vom 01.07.2024 bis 30.06.2026.

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