Naturschutzstiftung erfasst Amphibienbestände
Aktuell führt die Ökologische Station Jade in Trägerschaft der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven an diversen Standorten in den Landkreisen Friesland, Wittmund und Wesermarsch Erfassungen der Amphibienfauna durch.
Amphibien gelten weltweit als eine der am stärksten gefährdeten Organismengruppen. In Deutschland sind die Hälfte aller Arten bestandsgefährdet. Fast alle in Deutschland heimischen Amphibienarten sind zur Eiablage auf Gewässer angewiesen. Aus den Eiern entwickeln sich Larven, die im Wasser leben. Am Ende der Larvalentwicklung erfolgt eine Metamorphose und die Tiere gehen an Land.
„Durch diese Lebensweise brauchen Amphibien verschiedene Teillebensräume, die innerhalb eines Gesamtkomplexes in erreichbarer Nähe sind“, führt Jessica Riechelmann von der Naturschutzstiftung weiter aus. Insbesondere der Verlust von geeigneten Lebensräumen, die Zerschneidung von Teillebensräumen (z. B. durch Straßen) und der Besatz von Kleingewässern mit Fischen stellen eine große Gefährdung dar.
Um die Datenlage zur Verbreitung einzelner Arten zu erhöhen und auf dieser Basis gezielt Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung dieser Tiere ergreifen zu können, führt die Naturschutzstiftung aktuell umfassende Untersuchungen durch. „Die neuen Erkenntnisse werden unsere Arbeit zum Schutz und zur Förderung von Amphibienlebensräumen in den kommenden Jahren sehr unterstützen“, erklärt Tobias Pelz, stellvertretender Geschäftsführer.
Die Erfassungen erfolgen zur Zeit der Amphibienwanderung im Frühjahr abends in der Dunkelheit, insbesondere in warmen und regnerischen Nächten. Außerdem werden verschiedene Wasserfallen eingesetzt, um Arten wie z.B. den Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) festzustellen.
Weitere Informationen über die Naturschutzstiftung: www.naturschutzstiftung-fww.de
Bergmolch (Ichthyosaura alpestris), Foto: Tobias Pelz